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Quelle::
http://www.schanz2.de/willkommen/start.html,
28.07.2011
Alle
zig Jahre ragt bei extremem Niedrigwasser, ca. zwei Kilometer von
Schenkenschanz entfernt, auf der linken Rheinseite ein altes
Schiffswrack aus dem Wasser. Diese Tatsache ist auf Schenkenschanz
durchaus bekannt.
Im
September / Oktober 2003, ist dieses Wrack durch das
Rekord-Niedrigwasser (28 cm Pegelstand bei Emmerich) besonders
beeindruckend sichtbar geworden. Uns interessierte das Schicksal
dieses Schiffes und wir haben deshalb Recherchen betrieben.
Über
das Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg gelangten wir an die
Wasserschutzpolizei Emmerich und von dort an das Rheinmuseum
Emmerich. Dort wurden wir dann auch fündig und konnten aus den
Unterlagen eine spektakuläre Geschichte erfahren.
Dynamitexplosion
auf dem »Schürpoll« bei Kleve am 19. März 1895
Im
Winter 1894 / 1895 hatten sieben Schiffe, von Leverkusen kommend,
vor dem zu erwartenden Eisgang Schutz gesucht und ihre Ladung, die
aus vielen Hundert Kisten Guhr-Dynamit bestand, am »Schürpoll«,
in der Nähe von Schenkenschanz, in einer Scheune
zwischengelagert.
Nachdem
der Rhein wieder eisfrei war, sollten am 19. März 1895 sechs
Schiffe durch Arbeiter aus Porz bei Köln mit diesem Dynamit
beladen werden. Dann sollte es nach Holland gebracht werden.
Gegen
18.10 Uhr erdröhnte die Gegend kilometerweit durch einen
Explosionsknall. Auf der dem Ufer am nächsten liegenden »Elisabeth«
waren wahrscheinlich 1400 Kisten Dynamit in die Luft geflogen.
Auch die weiteren fünf in der Nähe liegenden Schiffe gerieten
mit in dieses Inferno, brannten aus und sanken.
16
Tote und viele Schwerverletzte waren zu beklagen. Die Ursache für
die Explosion konnte nie geklärt werden.
[...]
bei Niedrigwasser [ist] heute noch das Wrack eines dieser Schiffe
zu sehen. Nach unserer Lageberechnung ist es das ausgebrannte
Schiff »De Hoop«. Es war ein ca. 32 m langer und über 5 m
breiter Einmaster.
Im
Rheinmuseum Emmerich wird von dem Wrack des ausgebrannten Schiffes
»De Hoop« die Ankerwinde und der Achtersteven ausgestellt.
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