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Die
COLONIA ULPIA TRAIANA war ein Hauptort der Provinz
Niedergermanien. Für ein weites Umland bildete die Stadt das
Zentrum. Ihre öffentlichen Bauten verdeutlichen die
Zugehörigkeit zum Römischen Reich. Zugleich kennzeichneten sie
den hohen Status der Stadt.
Innerhalb
der Mauern lebten auf 73 Hektar etwa 10.000 Menschen. Die
Bevölkerung bestand aus romanisierten Galliern und Germanen. Eine
wirtschaftlich starke Einwohnerschicht bildeten auch Veteranen,
die nach ihrer Entlassung Grundstücke erhalten hatten.
Die
neue Stadt erhielt mit Wasserleitung, Kanalsystem und Straßennetz
eine planmäßige Infrastruktur. Tempel, Forum, Amphitheater,
Mauern und Tore wurden errichtet.
Das
Vordringen der Franken beendete um 276 n. Chr. die Blütezeit der
Stadt. Eine starke Festung wurde später aus dem Material niedergelegter
Bauten in ihrem Zentrum errichtet. Sie beherbergte Bürger und
Soldaten. Um die Mitte des 4. Jhs. n. Chr. wurde auch sie
zerstört.
Zum
Teil blieb ältere Wohnbebauung zunächst erhalten. An den
Ausfallstraßen außerhalb der Stadt lagen die Gräber.
Die
verfallende Stadt diente als Steinbruch: Alles verwendbare
Material wurde zum Bau von Kirche und Stadt Xanten verwendet oder
verkauft. Die römische Stadt verschwand von der Oberfläche. Erst
archäologische Untersuchungen machen sie wieder erkennbar. |