Chronik

12000 Jahre Niederrhein - 800 Jahre Kleve

Jede Zusammenstellung - nicht nur in Form einer Zeittafel - ist unvollständig und in der Auswahl der genannten Ereignisse allein dadurch zwangsläufig subjektiv. Trotzdem mag diese Darstellungsform eine willkommene Hilfe sein, um einen Einblick in die Geschichte der Region zu gewinnen. Das Lesen der Darstellung und zielgerichtetes Suchen soll durch die Aufteilung in drei Rubriken „Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“, „Kultur und Religion“ sowie „Persönlichkeiten“ erleichtert werden. Die Einsortierung in einer oder zwei Rubriken ist mir nicht immer einfach gefallen, da sich Überschneidungen ergaben. Des weiteren habe ich den Zeitraum von 12000 Jahren in verschiedene Epochen gegliedert. Die Bezeichnungen der Epochen sind nicht konventionell, sondern orientieren sich am regionalen Geschehen.

Die Geschichte des Niederrheins mit dem Schwerpunkt Kleve ist reich an bedeutenden Ereignissen. Zwangsläufig fällt daher selbst eine auf wesentliche Geschehen ausgerichtete Chronik umfangreich aus. Zumal dann, wenn das Lesen der chronologischen Darstellung die Einbindung unserer Region in die westeuropäische Kulturgeschichte vermitteln soll. Damit kann der Leser einen „roten Faden“ in der Geschichte erkennen.

Wir wissen sehr wenig über das Leben unserer Vorfahren vor der römischen Zeit. Seit Julius Caesars Truppen den Niederrhein eroberten, verdichten sich die historisch überprüfbaren Ereignisse. Von der fränkischen Epoche bis zu den Klever Grafen ist das Datenmaterial jedoch noch wenig umfangreich.

Zurück zur eingangs erwähnten Subjektivität. Historiker mögen mir verzeihen: meine Chronik ist geprägt von der Überzeugung, dass das Geschehen im Klever Land in der Geschichte Mitteleuropas nicht nur eine Randnotiz darstellt. Vielmehr ist die relative Bedeutungslosigkeit des Niederrheins in den letzten drei Jahrhunderten – und was bedeuten 300 Jahre in einer Zeitspanne von 12000 Jahre ? – geprägt von einer Entfremdung des historisch gewachsenen Raumes durch die in Preußen erfolgte Grenzziehung zu den Niederlanden und dem sich entwickelnden Nationalismus. Der historische Tiefpunkt war am Niederrhein 1944/1945 erreicht. Heute ist die Grenze im Auflösungsprozess, und damit ergibt sich für unsere Region die Chance, wieder europaweit Impulse auszustrahlen. Diese gewollte Subjektivität findet sich in der Aufstellung wieder.

Bewusst wurde an dieser Stelle auch auf Quellenangaben verzichtet. Der Inhalt ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Beschäftigung mit der Geschichte meiner Heimat und der Lektüre einer Vielzahl von Internetseiten, Büchern, Zeitungen und Zeitschriften.

Jahr

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Kultur, Sport und Religion

Persönlichkeiten

Am Ende der Eiszeit

ca. 10000 v. Chr.

Am Niederrhein siedeln sich die ersten Menschen an.

 

 

ca. 2.500

Zuwanderungswelle,

Beginn von Ackerbau und Viehzucht

 

 

ca. 2000

Kupferverarbeitung

 

 

ca. 700

Zuwanderung germanischer Stämme aus dem Osten

 

 

ca. 500

Zuwanderung keltischer Stämme aus dem Süden,

Beginn der Eisenverarbeitung

 

 

Jahr

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Kultur, Sport und Religion

Persönlichkeiten

Die römische Zeit

58 bis 51

Gallischer Krieg des Julius Caesar

 

 

55

Die Römer erreichen den Niederrhein.

 

 

16 bis 14

Drusus bereitet die Eroberung der Gebiete östlich des Rheins bis zur Elbe vor.

Der Niederrhein wird Aufmarschgebiet.

Beginn der Romanisierung

 

9 n. Chr.

Die germanischen Truppen um Hermann den Cherusker vernichten bei Kalkriese im Osnabrücker Land drei von Varus angeführte Legionen.

Ein stummer Zeuge der vierhundertjährigen Römerherrschaft am Niederrhein:

Der Mars Camulus-Stein.

16

Kaiser Tiberius verzichtet auf die Eroberung Germaniens.

Der Niederrhein wird Grenzregion.

Aug. 69 bis Herbst 70

Bataveraufstand

2. bis 3. Jh.

Intensiver Rheinhandel

Höhepunkt der Romanisierung am Niederrhein

 

3. bis 4. Jh.

Die östlich des Rheins gelegenen Stämme schließen sich unter der Bezeichnung "Franken" zusammen.

 

 

um 350

Abzug der Römer

Erste christliche Märtyrer im heutigen Xanten

 

Jahr

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Kultur, Sport und Religion

Persönlichkeiten

Die Zeit der Franken

486

 

Die Franken treten zum christlichen Glauben über.

 

um 600 (?)

 

Gründung der Kirche in (Kleve-) Rindern

 

7. Jh.

Der Rhein wird wieder wichtiger Fernhandelsweg zwischen Nordeuropa und dem Mittelmeerraum.

 

 

658 bis 739

Ruine des Valkhofes (Ansichten - Drucke - 1, 2, 3, 4) in Nimwegen, Karl der Große ließ nach 777 eine Pfalz anstelle eines alten Forts errichten. Nimwegen ist die älteste Stadt der Niederlande.

Lebenszeit des heiligen Willibrord, einem angelsächsischen Missionar

um 700

Willibrord gründet die Martinikirche in Emmerich.

 

772 bis 804

Karl dem Großen gelingt es, in blutigen Kämpfen die Sachsen endgültig zu besiegen und in das Frankenreich einzugliedern.

Ende der Grenzlage am Niederrhein

 

 

Jan. bis April 843

Die Normannen ("Wikinger") fallen in Xanten ein.

 

 

Jahr

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Kultur, Sport und Religion

Persönlichkeiten

Herzogtum Lothringen

843

Vertrag von Verdun: Ende des Karolingerreiches - Gründung des Herzogtums Lotharingen

Der Niederrhein wird wieder Grenzregion.

 

 

864, 879 und 883/884

Weitere Überfälle der Normannen

 

 

870

Vertrag von Meersen: Lotharingen wird in das West- und das Ostfrankenreich aufgeteilt.

Ende der Grenzlage am Niederrhein

 

 

880

Der Gaugraf von Hamaland errichtet eine Burg auf dem Eltenerberg.

 

925

König Heinrich I., der "Sachsenherzog", integriert die Rheinlande als "Herzogtum Lothringen" in das Deutsche Reich.

 

 

936 und 936

Schlacht bei Birten (936) und Schlachten bei Andernach sowie Xanten (939): Otto I. besiegelt die Zugehörigkeit des Rheinlandes zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.

 

Otto der III. träumte von einer Erneuerung des Römischen Reiches (Renovatio Imperii) mit Rom als Welthauptstadt.

nach 960

 

Gaugraf Wichmann gründet das freiweltliche, reichsunmittelbare Frauenstift Hochelten.

Sommer 980

Die byzantinische Prinzessin Theophanu bringt im Reichswald bei Kessel (?) ihren Sohn, den späteren Kaiser Otto III., zur Welt.

 

983

Nach dem Tode des Grafen Wichmann von Hamaland beginnt die Tochter Adela einen Jahrzehnte dauernden Erbstreit. 

 

 

15. Juni 991     Theophanu stirbt im Reichswald bei Kessel.

1002

 

Adela gründet in Zyfflich ein weiteres Reichsstift.

 

1017

Adela verliert die entscheidende Verteidigungsschlacht um ihre Burg Ufflach (bei Elten) gegen Kaiser Heinrich II. Der Kaiser teilt den Niederrhein in die Grafschaften Kleve und Gelderland auf.

 

 

Jahr

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Kultur, Sport und Religion

Persönlichkeiten

Die Grafen von Kleve

1020

Rutger veranlasst den Bau der Klever Burg.

 

Rutger wird der erste Graf von Kleve (1020 bis 1050).

11. Jh.

 

Aufkommen der Schwanenrittersage

 

um 1100

Das Herzogtum Nieder-Lothringen zerfällt in die Herzogtümer Brabant und Limburg. Der Einfluss der Territorialgewalten Köln, Lüttich, Hennegau, Namur, Geldern, Jülich und Kleve nimmt zu.

 

 

vor 1092

 

Die Klever Burg wird fertiggestellt.

 

1051 bis 1075

 

 

Rutger II. ist Graf von Kleve.

1076 bis 1091

 

 

Dietrich I. und evtl. Dietrich II. ist Graf von Kleve.

1092 bis 1118

Aufstieg des Hauses Kleve in enger Anlehnung an die Erzbischöfe von Köln.

 

Dietrich III. ist Graf von Kleve.

um 1084 bis 6. Juni 1134

 

Lebenszeit des heiligen Norbert von Xanten: Gründer des Praemonstratenserordens und Erzbischof von Magdeburg.

12. Jh.

Die Umwandlung der niederrheinischen Landschaft durch Kultivierung, Urbarmachung und Rodung setzt sich bei ansteigender Besiedlung fort.

 

 

1117

 

Der Graf von Kleve wird Vogt des Stiftes Zyfflich.

 

ca. 1120 bis 1147

Wesel ist Mitgift der Gräfin.

 

Arnold I. ist Graf von Kleve. Er heiratet Ida von Brabant.

1120

 

Der Graf von Kleve wird Vogt des St. Viktorstifts zu Xanten.

 

1150 bis 1172

Heinrich von Veldekes Förderin und Sponsorin war die Klever Gräfin Margaretha. Der erste deutschsprachige Versepiker schrieb über sie: "Die konnte herrlich geben."

 

Dietrich IV. ist Graf von Kleve. Er heiratet Adelheid von Sulzbach, eine Verwandte des Stauferkönigs Konrad III.

1173 bis 1200

 

Dietrich V. ist Graf von Kleve. Er heiratet 1174 Margaretha, Schwester des Grafen von Holland.

1174

Heinrich von Veldeke schreibt in Kleve seinen Versroman "Eneide". Das unfertige Manuskript wird ihm gestohlen und kann erst Jahre später auf der Neuenburg in Thüringen fertiggestellt werden.

ab Mai 1189

Dietrich nimmt am 3. Kreuzzug unter Führung von Barbarossa teil.

 

 

1208 bis 1260

 

 

Dietrich VI. ist Graf von Kleve. In zweiter Ehe heiratet er Hedwig von Meißen.

13. und 14. Jh.

Umfangreiche Städtegründungen am Niederrhein: Die Stadtlandschaft war einer der dichtesten im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.

 

 

25. Apr. 1242

Kleve erhält die Stadtrechte.

 

 

1260 bis 1275

Die Heirat führt zu einem umfangreichen Besitzerwerb.

 

Dietrich VII. ist Graf von Kleve. Er heiratet Aleidis von Heinsberg.

22. Aug. 1263   Grundsteinlegung für den Xantener Victorsdom  

1275 bis 1305

Die Stadt Duisburg ist die Mitgift der Gräfin.

 

Dietrich VIII. ist Graf von Kleve. Er ist seit 1290 in zweiter Ehe mit Margarethe von Habsburg-Kiburg verheiratet.

1288

Schlacht bei Worringen - Kleve bleibt neutral.

 

 

13. Jh.

Dietrich der VIII. siedelt die in Deichbau- und Entwässerungsangelegenheiten erfahrenen holländischen "broekers" an, die "herrenloses" Land kultivieren helfen.

 

 

1305 bis 1310

 

 

Otto ist Graf von Kleve

1310 bis 1347

Konzentration auf den Raum zwischen Kleve, Kalkar und Wesel (Binnenkolonisation)

 

Dietrich IX. ist Graf von Kleve.

17. Sept. 1338     Otto der Schütz und Elisabeth von Kleve heiraten.
12. Aug. 1341   Grundsteinlegung zum Chor der späteren Stiftskirche  

1347 bis 1368

Der Ausbau des Klever Territorialstaates wird vollendet.

 

Johann ist Graf von Kleve. Er ist verheiratet mit Mechthild von Geldern.

14. Jh.

Hungersnöte, soziale Unruhen, Auftreten der Pest

Höhepunkt der Frömmigkeit

 

1368 bis 1394

Um die jüngste Tochter unter den sechzehn Kindern des Grafenpaares rangt sich die Sage, die der Dichter Gottfried Kinkel in seinem Stück „Otto der Schütz“ verewigte.

Adolf ist Graf von Kleve. Er ist der erste Graf aus dem Hause Mark. 

8. Juni 1368 Erster geschichtlich erwähnter Stadtbrand in Kleve.    
1371 bis 1379 Im geldrischen Erbfolgekrieg fällt Geldern an die durch Heirat verbundenen Herzöge von Jülich. Als die Linie Jülich - Geldern ausstirbt, wählen die Landstände unter den Erbberechtigten 1423 Grafen von Egmont aus, so dass Geldern wieder selbständig wird.    
27. Mai 1372 Der Xantener Kanoniker Dr. med. Philipp Schoen berichtet von einem Stadtbrande, der nach der Vesper ausgebrochen sei und einen großen Teil der Stadt Kleve in Asche in gelegt hat.    

12. Nov. 1381

 

In Kleve wird die erste Narrenorganisation Europas gegründet.

 

1391

Durch Erbfolge fällt die Grafschaft Mark, zu der das westfälische Gebiet von Bochum, Hagen, Altena und Hamm gehört an die Grafschaft Kleve.

 

 

Jahr

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Kultur, Sport und Religion

Persönlichkeiten

Herzogtum Kleve

Die Klever Herzöge Adolf, Johann I, Johann II., Johann III., Wilhelm V. und Johann-Wilhelm vor dem historischen Kleve.

1394 bis 1448

Von Kleve aus wird ein Gebiet verwaltet, dass von Duisburg aus nach Norden bis in die heutige Niederlande reicht.

 

Adolf II., "der Kluge und Siegreiche", ist Graf von Kleve. Er heiratet in zweiter Ehe die Schwester Philipps des Guten, Maria von Burgund.

7. Juni 1397

Schlacht bei Kleverhamm

 

 

1408

 

Todesjahr des Heinrich Egher von Kalkar, der Mitbegründer der "Devotio Moderna".

28. April 1416

Adolf wird auf dem Konzil von Konstanz in den Rang des Herzogs von Kleve erhoben.

 

 

14. bis Anfang 16. Jh.

Die Integration des Herzogtums Kleve in die burgundisch-niederländische Hochkultur bringt dem Niederrhein eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit.

 

7. Okt. 1439   Der Turm der Schwanenburg stürzt infolge eines Erdrutsches ein. Johann Wirenberg errichtet den bedeutend "höheren und gewaltigeren Schwanenturm".

1440

Die Heirat des Charles d'Orléans mit der vierzehnjährigen Maria von Kleve, der Tochter Adolf II. und Maria von Burgund beendet den Hundertjährigen Krieg zwischen den Königreichen England und Frankreich (1337-1452).

 

 

17. Febr. 1444 (und am 6. Juli 1445) Die "Clevischen Länder" werden durch zwei besondere Bullen des Papstes Eugen IV. "von aller geistlichen Gewalt des Erzbischofs (von Cöln) losgesprochen ..., wodurch das Sprichwort entstand: "der Herzog von Cleve ist Papst in seinen Ländern."  

1448 bis 1481

 

 

Johann I, "der Schöne und Kriegerische", ist Herzog von Kleve. Er ist verheiratet mit Elisabeth von Burgund, einer Tochter Johannes von Burgund, eines Vetters Philipps des Guten.

1448 bis 1449

Soester Fehde: Herzog Johann I. gilt als Schöpfer der Artillerie.

 

 

1450 bis 1457

2. Soester Fehde: Kleves Einflussbereich im Süden wird deutlich ausgedehnt. Die Stadt Xanten wird klevisch.

 

 

1461

 

Gründung der noch heute bestehenden St. Antonius-Brüderschaft, die sich der Armenfürsorge widmet.

 

1473

Auseinandersetzung mit Arnold von Geldern: Die Ämter Goch und Düffel sowie der einträgliche Zoll bei Lobith und die Vogtei von Elten werden klevisch.

 

 

1477

Schlacht bei Nancy: Der letzte Burgunderherzog, Karl der Kühne, fällt. Das Haus Kleve bewahrt die heutige Niederlande davor, von Frankreich geschluckt zu werden, indem es die Heirat der Erbtochter, Maria von Burgund, mit Maximilian von Habsburg, arrangiert.

 

 

1481 bis 1521

Ständige Kriegsführung und teurer Lebensstil führen unter der Regentschaft Johann II. zu Geldnöten.

 

Johann II., "der Fromme" ist Herzog von Kleve. Er ist seit dem 3. Nov. 1489 mit Mathilde von Hessen verheiratet. Neben drei regulären soll er weitere 63 illegitime Kinder gehabt haben.

um 1485 - 1540/41     Lebenszeit von Joos van Cleef, einer der bedeutendsten und zugleich rätselhaftesten Gestalten der Kunstgeschichte der Renaissance.
27. Mai 1498     Der Sohn des Herzogs Karl von Orleans und der Maria von Kleve wird zum König von Frankreich (Ludwig XII.) gekrönt.

Jahr

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Kultur, Sport und Religion

Persönlichkeiten

Umbruch - Das Ende der Dynastie

5. März 1512 bis 2. Dez. 1594     Lebenszeit von Gerhardus Mercator, Mathematiker und Kartograf, der schon zu Lebzeiten als der Ptolemäus seiner Zeit angesehen wurde.
14. Febr. 1515 bis 24. Febr. 1588 Lebenszeit von Johannes Weyer, Leibarzt des Klever Herzogs Wilhelm V.. Er kämpfte, beeinflusst durch die humanitären Ideen des Erasmus von Rotterdam, entschieden gegen die Hexenverfolgung.

1527

Friedens- und Freundschaftsvertrag mit dem Herzogtum Geldern

 

 

16. Apr. 1528 Ein Stadtbrand vernichtet weite Teile der Stadt Kleve.     

1532

 

Im Auftrage Johanns entsteht die erste ökumenische Kirchenverfassung Europas.

 

1534 Reformation der Hofordnung, die Zentralverwaltungen bleiben getrennt (Kleve und Düsseldorf)  

Anna von Kleve, gemalt von Hans Holbein d. J., 1539, London, Victoria & Albert Museum
24. Juni 1535 Herzog Johann von Kleve unterstützt den Bischof von Münster mit einem beträchtlichen Heer, mit dessen Hilfe die Wiedertäufer durch die Hinrichtung ihrer Anführer geschlagen werden.
27. Jan. 1538 Vereinigungsvertrag zwischen den Herzogtümern Jülich-Kleve-Berg und Geldern  
1538 Der Vereinigungsvertrag wird umgesetzt.  
4. Okt. 1539 Der Heiratsvertrag zwischen Heinrich VIII., König von England, und Anna von Kleve, Tochter Johanns, wird unterzeichnet.    
1538 bis 1539   Wilhelm bemüht sich vergeblich um einen dritten Weg im Streit zwischen Katholiken und Protestanten. Wilhelm V. ist Herzog von Geldern.
1539 bis 1543 Wilhelm V., "der Reiche", herrscht über einen Territorienverbund in den Ausmaßen des heutigen Landes Nordrhein-Westfallen. Wilhelm V., "der Reiche", ist Herzog von Geldern und Kleve-Jülich-Berg.
1542 bis 7. Sept. 1543 Der geldrische Erbfolgekrieg gegen das Heer von Karl V. endet mit einer Niederlage. Im Vertrag von Venlo verzichtet Wilhelm auf das Herzogtum Geldern und die Grafschaft Zutphen. Alle bereits getroffenen kirchlichen Neuerungen sind ebenfalls rückgängig zu machen.  
1543 bis 1592     Wilhelm V. ist Herzog von Kleve-Jülich-Berg. Er ist in zweiter Ehe mit Maria von Österreich verheiratet, der Tochter des Königs Ferdinand (1531 römischer König, 1556 bis 1564 Kaiser).
ab 1544 bis ca. 1578   Wesel bietet den niederländischen Glaubensflüchtlingen (Calvinisten) Asyl.  
1546 Düsseldorf wird Hauptstadt    
6. Jan. 1549 Heinrich VIII. von England heiratet Prinzessin Anna von Kleve.    
9. Juli 1549 Die Ehe Heinrich VIII. von England mit Prinzessin Anna von Kleve wird wieder geschieden, weil der König "durch übertriebenes Preisen von Anna`s Schönheit getäuscht wäre."    
11. Januar 1552 Herzog Johann III., der "Friedfertige", lässt eine von Erasmus von Rotterdam durchgesehene neue Kirchenordnung publizieren und einführen.  
1559 bis 1648 Der Freiheitskampf der Niederlande spielt sich phasenweise auch auf dem Gebiet des Herzogtums Kleve-Jülich-Berg ab.    
1566 Wilhelm erleidet mehrere Schlaganfälle, die ein jahrzehntelanges Siechtum bedeuten. Entscheidungen werden daher zunehmend durch die Stände getroffen.    
9. Febr. 1575 Wilhelms begabter ältester Sohn, Karl Friedrich, stirbt knapp zwanzigjährig in Rom an den Pocken.    
16. Jh. Gravierender Strukturwandel durch die Entdeckung der großen Reichtümer jenseits der Weltmeere.    
12. März 1580 Herzog Wilhelm der Reiche lässt "einen der Apostel der Wiedertäufer, Johann Wilmsen, auf dem großen Markt zu Cleve mit Ketten an einen Pfahl angeschlossen lebendig verbrennen."    
um 1580/85 bis Juni 1641     Lebenszeit von Peter Minuit, geboren in Wesel, verheiratet mit einer Klever Bürgertochter: Er gründet im Mai 1626 die Siedlung Neu Amsterdam - heute New York.
ab Mai 1586 Die Niederländer errichten die Festung Schenkenschanz.    
1588 Die Spanier erobern die von Niederländern besetzte Stadt Wachtendonk. Erstmalig werden Kugelbomben eingesetzt.    
11. Aug. 1589     Martin Schenk von Nideggen - berühmt durch die von ihm errichtete Festung Schenkenschanz - ertrinkt bei einem Angriff auf Nimwegen in der Waal.
1592 bis 1609     Johann Wilhelm, "der Gute", ist Herzog von Kleve-Jülich-Berg. Er ist seit dem 16. Juni 1585 mit Jakobe von Baden verheiratet. Ab 1589 zeigen sich Anzeichen von Irrsinn.
1595 Die Landstände nehmen die Herzogin in Haft.    
3. Sept. 1597 Die Herzogin wird in der Haft ermordet.    
20. Juni 1599 Johann-Wilhelm wird mit Antoinette von Lothringen verheiratet; die Ehe bleibt erneut kinderlos.    
1609 bis 1621 Waffenstillstand zwischen dem Königreich Spanien und den Niederlanden.    
25. März 1609  Mit dem Tod Johann-Wilhelms stirbt eines der angesehensten Fürstenhäuser Europas aus.    

Jahr

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Kultur, Sport und Religion

Persönlichkeiten

Kurbrandenburg

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Der Große Kurfürst besucht Kleve. Gemälde aus dem ehem. Landratsamt.

4. Apr. 1609 Stephan von Hertefeld nagelt im Auftrage Brandenburgs deren Landeswappen an das Tor der Schwanenburg.    

5. Apr. 1609

Am Düsseldorfer Schloss wiederholt sich die Prozedur.

 

 

Apr. (?) 1609

Die Neuburger hängen ihr Wappen daneben. Dies ist der erklärte Beginn der Erbstreitigkeiten.

 

 

10. Juni 1609

Im Dortmunder Vergleich zwischen Brandenburg und Neuburg wird bis auf weiteres eine gemeinsame Herrschaft über das Klever Land vereinbart.

 

 

14. Juni 1609

 

"Duisburger Revers": In diesem Toleranzvertrag nach Klever Vorbild sichern sich die beiden lutherischen Fürsten von Brandenburg und Pfalz-Neuburg die freie Glaubensausübung in ihrem Herrschaftsgebiet zu.

 

1613

Streitigkeiten zwischen den beiden lutherischen Fürsten.

 

 

12. Nov. 1614

Im Vertrag von Xanten wird die Aufteilung des Herzogtums geregelt. Der Pfalzgraf erhält die Verwaltung der Herzogtümer Jülich und Berg, der Kurfürst von Brandenburg dies des Herzogtums Kleve sowie der Grafschaften Mark und Ravensberg.

 

 

25. Jan. 1615 bis 2. Febr. 1660

 

Lebenszeit von Govaert Flinck, geb. in Kleve, Rembrandt-Schüler, Historien- und Porträtmaler.

1618 bis 24. Okt. 1648

Nach dem Dreißigjährigen Krieg ist das Klever Land eines der meistverwüsteten Gegenden Deutschlands.

 

 

16. Febr. 1620 bis 9. Mai 1688

 

 

Lebenszeit des "Großen Kurfürst" von Brandenburg, Friedrich-Wilhelm

1621

Der holländisch-spanisch Krieg bricht erneut aus. 40000 spanische Soldaten sind zwischen Maas und Rhein stationiert.

Govaert Flinck - Selbstporträt, Öl auf Eiche, 65,8 x 54,4 cm, London, National Gallery

4. Juni 1621 Einweihung der kleinen evangelischen Kirche an der Böllenstege.
4. Mai 1626 Peter Minuit kauft den indianischen Ureinwohnern für Waren im Wert von 60 holländischen Gulden die später "Manhattan" genannte Insel ab, um die weit verstreuten Kolonisten an einem Ort in der Neuen Welt zusammen zu führen Damit wollen die Siedler den Grundstein für das niederländische Zentrum in Nordamerika legen: "Neu-Amsterdam". Zwei Jahre zuvor sind die ersten Kolonisten, etwa 30 Familien, mit dem Schiff "Neue Niederlande" an der Ostküste eingetroffen. 1664 erobern die Engländer die holländische Kolonie und benennen sie um: New York.
1633 bis 1635 Heftige Kämpfe um die Festung Schenkenschanz enden mit dem Sieg der Niederländer über die Spanier.    
1635 Kaiserliche Truppen des Generals Piccolomini mit kroatischen Söldnern verwüsten die Klevischen Länder.    
30. Apr. 1636 Die Feste Schenkenschanz fällt nach langer Belagerung wieder in die Gewalt der Holländer.    

1642

 

Der Hausierer Henrik Busman und seine Frau Mechel stiften ein Heiligenhäuschen auf der Kevelaerer Heide und bereiten damit die Grundlage für die Wallfahrt nach Kevelaer.

 

16. Nov. 1643

Kaiserliche Regimenter plündern und brandschatzen Kleve.

 

 

10. Jan. 1646

Kurfürst Friedrich Wilhelm - der "Große Kurfürst" - führt seine Braut Louise Henriette nach seiner Heirat nach Kleve.

 

 

10. Jan. 1646 bis 17. Aug. 1686 (mit Unter- brechungen)

Der "Große Kurfürst" von Brandenburg, Friedrich-Wilhelm, residiert auf der Schwanenburg.

 

 

21. Mai 1648 Der Kurprinz Wilhelm-Heinrich wird in Kleve geboren; er stirbt am 20. Okt. 1649 in Wesel.    
Sept. 1643 Rückkehr der brandenburgischen Regierung aus Emmerich    
Okt. 1643 Übersiedlung der Prima und Sekunda des Emmericher kurfürstlichen reformierten Gymnasiums nach Kleve  
2. - 4. Mai 1651 Ritterspiel (4.5.) anlässlich der Hochzeit des Grafen Wilhelm Friedrich von Nassau-Dietz mit der Prinzessin Albertina von Oranien (2.5.).  
14. Okt. 1655   Die Klevische Landesuniversität in Duisburg wird eröffnet.  
18. April 1666 Friedensverhandlungen zwischen den Niederlanden einerseits und dem Bischof von Münster sowie England andererseits auf der Schwanenburg: England wird hierbei u. a. von John Locke vertreten.    
9. Sept. 1666 Der Teilungsvertrag zwischen Brandenburg und Neuburg bestätigt die im Vertrag von Xanten (1614) beschlossene Aufteilung des Herzogtums.    
1672 bis 1678 Der Krieg zwischen den Niederlanden und Frankreich findet auch im Klever Land statt. Die Franzosen besetzen die niederrheinischen Städte; die Räumung der Gebiete erfolgt erst im Sommer 1679. Der "Große Kurfürst" ist phasenweise bereit, den linksrheinischen Teil des Herzogtums Kleve an Frankreich, Holland oder Schweden abzugeben, um dadurch Stettin zu retten.    
3. Juni 1672 bis Aug. 1679 Flucht der Regierung vor der Rheinarmee Ludwigs XIV. nach Dordrecht; Rückkehr am 12. Juli 1673 - erneute Flucht nach Nimwegen bzw. Wesel im Febr. 1679; Rückkehr im August 1679    
1674 bis 1734     Lebenszeit des "Schönen Käthchen von Emmerich" (Käthchen Rickers): Sie ist die Geliebte des Preußenkönigs Friedrich I..
15./16. Sept. 1677   Der Quäker William Penn macht während seiner 2. großen Reise zum europäischen Festland Station in Kleve. Er besucht am 16. Sept. die Tochter des Kammerdirektors Ludwig, Sara Hübner und spricht mit ihr über die den Quäkern entgegen gebrachten Schwierigkeiten. Er wirbt für die Ansiedlung deutscher Kolonisten in Nordamerika. Der US-Bundesstaat Pennsylvania erhält seinen Namen von William Penn, der dort als Gouverneur eingesetzt war.
März 1681 Kurprinz Friedrich Statthalter in Kleve    
22. März 1686 Kurfürstliches Privileg: Wochenpost Kleve - Wesel    
27. Juni 1687 Kurfürstliches Privileg: Wochenpost Kleve - Köln    
1688 Mit dem Tod des "Großen Kurfürsten" tritt der klevische Statthalter Friedrich als Kurfürst Friedrich III. die Nachfolge an.    

Jahr

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Kultur, Sport und Religion

Persönlichkeiten

Johann Moritz von Nassau

18. Juni 1604 bis 20. Dez. 1679

Moritz-Grabmal in "Berg und Tal" - im Jahr 2004 ist der 400ste Geburtstag des Prinzen
Lebenszeit von Prinz Johann Moritz von Nassau, geboren in Dillenburg, gestorben in Kleve.
29. Okt. 1647 bis 1679 Prinz Johann Moritz von Nassau ist Statthalter von Kleve. Er setzt sich für die Modernisierung und Erweiterung der statthalterlichen Residenz Kleve ein. Seine Aufmerksamkeit gilt zum einen der Schlossbauten, wie etwa dem Umbau der Schwanenburg, dem Bau der kleinen Residenz Freudenberg und dem Prinzenhof; darüber hinaus bezieht er die Stadt und ihre hügelige und waldreiche Umgebung in ein System von Allee, Schneisen, Sternbergen, Kanälen und Sichtachsen ein.  
1650 Baubeginn der Gartenanlagen des Statthalters am Freudenberg  
14. Oktober 1655 "Der von Herzog Wilhelm (dem Reichen) 1560 aufgefasste Plan der Stiftung einer Universität zu Duisburg wurde von dem Churfürsten verwirklicht, und dieselbe ... eingeweiht. Prinz Moritz wohnte dieser Feier bei.".  
1656 Neubau der Spoyschleuse, Baubeginn am Springenberg und der Anlage des Tiergartens  
1663 Ausweisung der Kapuziner (5.3.), Baubeginn am Schloss (bis 1666 Um- und Ergänzungsbauten)  
1664 Baubeginn am Nassauer Hof und Lustgarten des Statthalters  
1665 Abbruch der alten Stiftsschule (9.6.), Straßenbau über den Kirchhof des Stiftes, Prozess der Stiftsherren gegen Statthalter und Regierung am Reichskammergericht in Speyer  
25. Juni 1666 Kurfürstliche Genehmigung zur Erweiterung des Tiergartens nach Westen und zum Bau eines Kanals  
18. Juli 1667 Tausch des kurfürstlichen Kreuzberges gegen den am Springenberg gelegenen (und 1656 zur Anlage des Tiergartens verwendeten Teil des Stadtwaldes)  
1670 Neubau der Stiftsschule beendet  

Jahr

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Kultur, Sport und Religion

Persönlichkeiten

Preußen

18. Jan. 1701 Friedrich III. van Brandenburg krönt sich selbst im Schloss zu Königsberg als "König Friedrich I. in Preußen". Kleve liegt weit vom neuen Machtzentrum Berlin entfernt.    
1703 bis 1775/80   Lebenszeit von Jan de Beijer: Der größte niederländische Zeichner des 18. Jahrhunderts. Er fertigt eine Vielzahl niederrheinischer Stadt- und Landschaftsansichten.
Anfang des 18. Jh. Preußen führt drastische Sparmaßnahmen ein, dadurch wird die historische Bausubstanz z. B. der Schwanenburg beschädigt.  
25. März 1735 Das Städtchen Griethausen wird durch eine schnell um sich greifende Feuersbrunst fast gänzlich eingeäschert.    
11. Sept. 1740   Friedrich II., "der Große", trifft Voltaire auf Schloss Moyland.  
1741 Auswanderer aus der Pfalz werden in der Gocher Heide angesiedelt. Der Name Pfalzdorf taucht erstmals 1747 auf; die Nachkommen gründen zwei weitere pfälzische Siedlungen am Niederrhein (Louisendorf 1821 und Neulouisendorf 1832).  

Anacharsis Cloots

5. Juni 1741 Entdeckung der Klever Mineralquelle durch den Magister Johannes Blankenhorn.
1741 bis 1742 Der Klever Arzt Johann Heinrich Schütte berichtet über die Wunderkräfte der Quelle im Tiergarten, womit er es der Stadt ermöglicht, die Idee eines "Bad Cleve" zu realisieren.  
23. Aug. 1741 Die Stadt Goch ermöglicht durch Schließung eines Erbpachtvertrages Emigranten aus der Pfalz, die nach Amerika auswandern wollten, die Ansiedlung auf der Gocher Heide.    
17. Juli 1742  Beginn der ersten Brunnenkuren in Kleve.  
24. Juni 1755 bis 24. März 1794     Lebenszeit von Anacharsis Cloots, dem "Redner des Menschengeschlechtes" geb. in Kleve. Er ist ein fanatischer Akteur während der Französischen Revolution.
1756 bis 1762 "Siebenjähriger Krieg"; Franzosen und Österreicher besetzen ab 1757 das Klever Land.    
25. Aug. 1757 bis 19. Juni 1831     Lebenszeit von Karl Reichsfreiherr von und zum Stein: Er ist zu Anfang der neunziger Jahre des 18. Jahrhunderts Kammerpräsident in Kleve und wurde später preußischer Ministerpräsident und bedeutender Reformator.
1. / 2. Juni 1758 Im Siebenjährigen Krieg ging Herzog Ferdinand von Braunschweig mit seiner Armee am "Spyckschen Fähr" über den Rhein und vertrieb die französische Besatzung.    
1759 Friederich II. erwägt den Tausch von Kleve, Geldern und Moers gegen zentraler gelegene Gebiete in Mitteldeutschland.    
Mitte des 18. Jh. Der wirtschaftliche, kulturelle und politische Niedergang der Region führt zu einer Auswanderungswelle.  
Mitte 1767 Erstmals erscheint die in Kleve ansässige und weltweit gelesene Zeitschrift "Courier du Bas-Rhin".  
8. Januar 1769 Friedrich der Große schreibt in seinem Testament: "Man bestatte mich in Sanssouci auf der Höhe der Terrassen in einer Gruft, die ich mir habe herrichten lassen. Prinz Moritz von Nassau ist in gleicher Weise in einem Wäldchen bei Kleve beigesetzt worden."
28. Dez. 1781 bis 27. Sept. 1853     Lebenszeit des Klever Peter Christian Wilhelm Beuth: Er ist Begründer des technischen Hochschul- und Berufsschulwesens in Preußen und Initiator der technischen Messen in Deutschland.
6. Jan. 1784   Der Abriss des Johannesturms der Schwanenburg wird angeordnet. Dasselbe Schicksal nimmt fast um die gleiche Zeit der herrliche Pallas ,der auf Abbruch verkauft wird.  
1. Jan. 1783 Im "Courier du Bas-Rhin" wird zur Erstürmung der Pariser Bastille aufgefordert.    
Herbst 1787 Die preußischen Truppen des Königs Friedrich-Wilhelm II. überschreiten bei Wyler die Grenze zu den Niederlanden und helfen dem Statthalter Wilhelm V. bei der Niederschlagung von Aufständen der Reformbewegung.    
10. Juni 1788 Friedrich - Wilhelm II. feiert auf Bellevue den Sieg über die "aufrührerischen holländischen Patrioten".    
11. Juli 1789 "Sturm auf die Bastille" - Beginn der Französischen Revolution    
1792 Französische Revolutionstruppen dringen bis zum Rhein vor; obwohl Kleve nicht unmittelbar betroffen ist, verlassen 90 Familien - überwiegend aus der Oberschicht - die Stadt.    
Herbst 1794 Die Franzosen besetzen das gesamte westliche Rheinland - Preußen hat seine westlichen Länder wieder einmal aufgegeben.    
5. April 1795 Friedensschluss von Basel: Preußen tritt die Hoheitsrechte über die linksrheinischen preußischen Gebiete an die Republik Frankreich ab.    

Jahr

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Arrondissement Cleve

30. März 1798 Französisch wird Amtssprache in Kleve.  
9. Febr. 1801 Das linke Rheinufer kommt nach dem Frieden von Luneville definitiv nach Frankreich.    
9. März 1801 Mit dem Gesetz der Republik werden die linksrheinischen Gebiete Teil Frankreichs. Kleve gehört zum Departement der Roer und wird Sitz der Arrondissementsverwaltung (Kreisstadt). Umfangreiche Reformen werden begonnen.    
11. Okt. 1803 bis 5. Apr. 1862   Lebenszeit von Barend Cornelis Koekkoek: "Fürst der Maler" und Begründer der "Klever Romantik".
1. März 1804   Die Säkularisation erreicht Kleve und verändert die jahrhundertealte Organisation der Kirche.  
1805 Napoleon lässt sich von Preußen auch die rechtsrheinischen Teile des Herzogtums Kleve mit der Hauptstadt Wesel abtreten, um sie nach der Besetzung von Berg mit diesem Herzogtum zu dem "Großherzogtum Kleve-Berg" zusammenzufassen.    
1807 Nach dem Frieden von Tilsit wird die Grafschaft Mark dem Großherzogtum Kleve-Berg zugeschlagen.    
13. Jan. 1809     Das 17-jährige Mädchen, Johanna Sebus, kommt bei dem Versuch ihre Nachbarin und deren Kinder aus den Hochwasserfluten des Rheines zu retten, ums Leben. Goethe widmet ihr eine Ballade. (Aufnahmen vom Denkmal)
27. Jan. 1809 Das Hochwasser erreicht einen historischen Höchststand. Die Häuser der Klever Vorstadt sind bis zum Dach unter Wasser, in der Unterstadt steht das Wasser im Untergeschoss der Häuser.

Johanna Sebus, Gouache von Friedrich Bury, 1809
28. Apr. 1809 Beginn des Aufstands der Schill'schen Offiziere gegen Napoleon; die Männer werden am 16. Sept. 1809 wegen "Straßenräuberei" in Wesel standrechtlich erschossen.
Anfang des 19. Jh. Niederländische Familien lassen sich in Kleve nieder.  
26. Aug. 1811 Beginn der Renovierung des völlig verfallenen Mineralbrunnens am Tiergarten.  
1811   Renovierung der Moritz-Grabstätte.  
1812 bis 1884     Lebenszeit des Aegidius Rudolf Nikolaus Arntz, überzeugter Demokrat, Abgeordneter Kleves zur Nationalversammlung in der Paulskirche 1848, Universitätsprofessor in Brüssel.
Okt. 1813 Niederlage der Franzosen bei Leipzig (Napoleonische Kriege)    
5. Jan. 1814 Abzug der Franzosen aus Kleve    

Jahr

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Regierungsbezirk Cleve

8. Jan. 1814 1000 Kosaken marschieren in Kleve ein. Es folgt ein 800 Kopf starkes preußisches Reiterbataillons. Bis ins Frühjahr hausen die Truppen wie Besatzer.    
10. März 1814 Johann August Sack, Sohn der Stadt Kleve, übernimmt die Verwaltung der von den alliierten Truppen besetzten Gebiete am Niederrhein und beginnt mit der Neuordnung der rückeroberten Territorien. 1815 wird er Oberpräsident der Rheinprovinz.    
18. Sept. 1814 - 9. Juni 1815 Wiener Kongress: Weit mehr als die Hälfte des preußischen Oberquartiers Geldern geht an die Niederländer; auch im Norden des ehemaligen Herzogtums Kleve wird die Grenze neu geordnet.    
1. Juli 1815 bis 28. Nov. 1893   Lebenszeit von Johann Bernhard Klombeck, geb. in Kleve, Landschaftsmaler, Nachfolger Koekkoeks.
22. Apr. 1816 Der Regierungsbezirk Kleve, Teil der Provinz Kleve-Jülich-Berg mit der Hauptstadt Köln, wird gegründet. Kleve wird Landeshauptstadt und Sitz des Oberlandesgerichts.    
21. Apr. 1817   Kleve erhält (wieder) ein Gymnasium.  
1819 Das Oberlandesgericht wird verlegt; Kleve behält das Landgericht.    
26. Mai 1821 Der Regierungsbezirk Kleve wird aufgelöst; Kleve gehört nunmehr zum Regierungsbezirk Düsseldorf.    
23. Juli 1821 Durch die Verlosung von 200 Waldgrundstücken an die zugelassenen Kolonisten entsteht Louisendorf.    
24. Aug. 1821   Einweihung der neuen Synagoge an der Reitbahn. Die frühere Synagoge (1671) lag am Gerwin.  
6. Apr. 1822 König Friedrich Wilhelm befiehlt durch Kabinettsorder, "die verwahrlosten Anlagen des Tiergartens, mit Ausnahme des Amphitheaters und der Wasserkünste, wiederherzustellen.   

Jahr

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Industrialisierung

19. Jh. Beginn der Industrialisierung - Kleves Chance liegt im Tourismus. Das Verkehrsnetz (Straßen, Kanal und Schienen) wird ausgebaut.    
6. Apr. 1822 Der König genehmigt die Pläne zur Wiederherstellung des Tiergartens.  
Mai 1825 Maria Reymer beginnt auf dem heimischen Hof mit der Käseproduktion (Gouda).    
1. Juli 1825 Gründung einer öffentlichen Leihanstalt nebst verbundener Sparkasse für die Stadt Kleve    
6. Dez. 1827 Der Regierungspräsident schreibt an den Bischof Droste von Vischering: "Der Förderung des deutschen Unterrichts an den Elementarschulen der Kreise Geldern, Cleve und Rees stellt sich ... ein bedeutendes Hindernis entgegen, dass von mehreren, besonders den älteren Geistlichen der Religionsunterricht und auch die Predigten in der in jener Gegend üblichen halbholländischen Mundart gehalten werden ... ."  
1834   Barend Cornelius Koekkoek verlegt seinen Wohnsitz nach Kleve.
3. Apr. 1835 morgens um 7 Uhr ... erfolgte auf dem Großen Markt die Hinrichtung des Raubmörders Heinrich Lohmann durch das Fallbeil.  
1841   Gründung der Malerakademie durch B. C. Koekkoek.
3. Mai 1843 "Eine fahrbare Wasserstrasse vom Rheine bis zur Stadt, mit einer neu zu erbauenden Schleuse, ist seit Juli 1844 in Angriff genommen, nachdem zuvor mittelst Kabinetsordre vom 3. Mai 1843, dieses Werk auf Staatskosten genehmigt und vorläufig dazu 143.381 Thaler angewiesen sind."    
1845   Bau des Malerpalais, heute Museum Haus Koekkoek  
Mitte des 19. Jh.  "Pauperismus": Die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten führt zu einer erneuten Auswanderungswelle überwiegend nach Amerika.    
19. Sept. 1845 Eröffnung des St. Antonius Hospitals im ehemaligen Minoritenkloster  
1846 bis 1872 Das "Friedrich-Wilhelm-Bad" und das Badhotel mit Wandelhalle entstehen an der Tiergartenstraße.  
25. Aug. 1846 Wiedereröffnung der Schifffahrt auf dem Spoykanal - Kleve wird wieder Hafenstadt.    
März 1848 "März-Revolution": Dr. Wilhelm Arntz vertritt die Stadt Kleve auf der Nationalversammlung in Frankfurt.    
April 1848 Aegidius Rudolf Nikolaus Arntz, Bruder von Dr. Wilh. Arntz, gewinnt die Klever Wahl zur Nationalversammlung.    
2. Hälfte des 19. Jh. Otto von Bismarck betreibt nach seiner Ernennung zum preußischen Ministerpräsidenten am 24.09.1862 die Herstellung der Einheit Deutschlands unter preußischer Führung "von oben".    
29. März 1860     Wilhelm Brinkhoff aus Alpen, der "Schinderhannes vom Niederrhein" wird auf der Schwanenburg zu 16 Jahren Zuchthaus verurteilt, - er kann nach sechs Monaten und einer Woche fliehen. 
Herbst 1862 Fertigstellung des Klever Bahnhofs. Der öffentliche Zug-Verkehr begann bereits am 5. März 1862.    
8. Sept. 1863 Gründung des "Turn-Vereins zu Cleve", der Keimzelle des "Sportclubs"  
2. Dez. 1864 Ein Jägerbataillon bezieht die neue Kaserne an der Brabanter Straße.    

Jahr

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Gründerjahre

Ende des 19. Jh. Das Verkehrsnetz wird weiter ausgebaut. Die Industrialisierung erreicht die Stadt Kleve und verändert ihr Gesicht.    
19. Apr. 1865 Die Eisenbahnstrecke zwischen Kleve und Elten ("Spyck - Welle - Berlin") wird eingeweiht.    
10. Mai 1872 bis 2. Febr. 1935     Lebenszeit von Gustav Hoffmann, "Schöpfer des größten hiesigen Industrieunternehmens".
29. Juni 1875 bis 13. März 1942   Lebenszeit von Wilhelm Frede, ermordet im KZ Sachsenhausen
1. Jan. 1878 Betrieb der Wasserwerke aufgenommen    
27. Aug. 1882   Einweihung des Lohengrin-Denkmals  
11. Mai 1883 bis 20. oder 21. März 1945   Lebenszeit von Dr. Johannes Maria Verweyen. Der Philosoph aus Till starb im KZ Bergen - Belsen.
5. Febr. 1887 bis 29. März 1965   Lebenszeit von Ewald Mataré, Lehrer von Joseph Beuys: Er schafft den "Krieger". Ein großer Teil seiner Werke wird heute im Museum Kurhaus ausgestellt.
1888 Simon van den Bergh gründet die "Van den Berghschen Margarinewerke" in Kleve (Gesuch an den Bürgermeister Gerpott in Kellen am 31. März 1888).   

Simon van den Bergh

1892 Renaissance des Kurbetriebs als Kneipp'sche Kuranstalt. Die Eröffnung des Kneipp-Bades im Prinzenhof durch Dr. Bergmann erfolgt am 1. März 1892.  
30. Nov. 1893 Erster Telefonanschluß in Kleve - vom Badhotel "Prinzenhof" zur Kneippschen Heilanstalt von Dr. Bergmann.  
Ende 1893   Ende der Klever Malschule
20. März 1894 Das erste Auto wird in Kleve gesehen. Es gehört der Katreiner - Kneipp - Malzkaffee - Fabrik.  
 

1894

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© Jörg Sachisthal

Der Aufnahmeort konnte bisher nicht geklärt werden. Der Fotograf ist Ballizany aus Kleve, Kirchstraße, vormals Hofphotograph Cosman.

Friedrich Franz Opel gewinnt das Langstreckenrennen Basel - Cleve. Ein internationales Radrennen über die Distanz von ca. 650 Kilometer.
Ein Marathon mit der Bedeutung einer Tour de France heute.
28. April 1897 bis 9. Febr. 1966   Lebenszeit von Hanns Lamers, geb. in Kleve, Künstler der "klassischen Moderne", Förderer von Joseph Beuys
1895 Die Einwohnerzahl der Stadt Kleve beträgt 12013 Personen und hat sich damit seit Anfang des Jahrhunderts knapp verdoppelt (1816: 6511 Personen).    
1895 Der Verein für Leibesübungen Merkur 95 e. V. Kleve wird gegründet.  
27. Mai 1896 Gründung der Kinder-Schuhfabrik "Panier & Hoffmann"    
1. Aug. 1896  Aufbau des Ortsfernsprechnetzes    
1. Okt. 1898 Durch Eingemeindung vergrößert sich die Stadt Kleve von 179 auf 644 ha.    
1900 Beginn des Baus von Abwässerkanälen    
1. Dez. 1901 bis 26. Febr. 1955     Lebenszeit von Peter Albers, Landtagsabgeordneter und Landrat, Gründer der Christlich Demokratischen Partei in Kleve: Er ist maßgeblich am Wiederaufbau beteiligt.
1903 Der "Verein für Bewegungsspiele von 1903 " (VfB Kleve) wird gegründet. Er ist der erste Fußballverein der Stadt.  
1906 1. Versuch der Erweiterung der Stadtgrenze durch die Eingemeindung Kellens    
16. Jan. 1907 Aufbau des Fernsprechnetzes. Die Reichspost- und Telegrafen-Verwaltung stellt die Fernsprechlinie von Kleve nach Emmerich fertig. Die Wartezeit auf eine Verbindung dauert mindestens eine Stunde. Anfang gibt es etwa 200 Telefonbesitzer.   
13. März 1907 Beschluss des 47. Provinziallandtages, eine achte Heil- und Pflegeanstalt in Bedburg-Hau zu errichten.  
15. Aug. 1907 bis 21. Mai 1984   Lebenszeit von Willy Maywald, geb. in Kleve, Fotograf: Er fertigt Porträts von berühmten Zeitgenossen und wird dadurch selbst populär.
1908 Gründung der Firma Gustav Hoffmann    
5. Apr. 1908   Austragung der Westdeutschen Fußballmeisterschaft auf dem Platz an der Triftstraße / Krohnestraße.  
22. Dez. 1908 Eröffnung der neuen Badeanstalt ("Hallenbad")    
9. Aug. 1909

300 Jahre Zugehörigkeit Kleves zu Brandenburg-Preußen: Das Reiterstandbild des "Großen Kurfürsten" am Tag der Einweihung.
Das Kaiserehepaar besucht Kleve und weiht das Hohenzollerndenkmal am Kleinen Markt ein.  
16. Okt. 1910 Fußball - Länderspiel Deutschland - Holland auf dem V.f.B. - Platz an der Triftstr. / Krohnestr. - vor 6.000 Zuschauern gewann Holland mit 2:1.  
Nov. 1910 In Kleve eröffnet das erste Kino.  
21. Juni 1911 bis 16. Nov. 1998   Lebenszeit von Fritz Getlinger, gest. in Kleve, Fotograf: Er verhilft Joseph Beuys zur Professur.
1911 Beginn der Elektrifizierung der Stadt Kleve    
14. Mai 1912 Eröffnung des "Lohengrin - Theaters" (Lichtspieltheater, Kino) an der Wasserstraße  
30. Juli 1912  Eröffnung der Straßenbahnlinie Kleve - Nimwegen    
27. Aug. 1912   Ein Sturm reißt Dach und Flügel der Mühle auf dem Klever Berg weg: damit ist auch die letzte der Klever Windmühlen zerstört.  
1. Aug. 1914 bis 11. Nov. 1918 Erster Weltkrieg    
6. Aug. 1914 Das in Kleve liegende III. Bataillon des IR 56 zieht in den Krieg.    
28. Febr. 1915 bis 12. Aug. 1945   Lebenszeit von Karl Leisner, heimliche Priesterweihe im KZ; Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II.
27. Jan. 1916   Das Denkmal "Eiserner Mann" wird eingeweiht.  

Dez. 1918

Belgische Truppen besetzen Kleve.

 

 

Jahr

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Zwischen den Kriegen

9. Nov. 1918 Ankunft einiger Mitglieder des Soldatenrats in Kleve

Das Denkmal in Kleve-Kellen, vermutlich ein Frühwerk Arno Brekers, Aufstellung in 1928, erinnert an die belgische Besatzung.
Ende 1918 Phasenweise sehen die Waffenstillstandsbedingungen die Abtretung der linken Rheinseite an die Siegermächte vor.
15. Nov. 1918 bis 25. Aug. 1925 (offiziell 31. Jan. 1926) Belgische Besatzung
Dez. 1919 Belgische Soldaten erschießen den Bauer Hermann Vingerhut in Kellen.    
12. Mai 1921 bis 23. Jan. 1986   Lebenszeit von Joseph Beuys, der ebenso bewundert wie umstrittene Zeichner, Bildhauer und Aktionskünstler. Beuys ist der Propagandist eines neuen Kunstverständnisses.
Herbst 1923 Die Hyperinflation erreicht den Höhepunkt.    
Sommer 1929 Die Margarinewerke Jurgens & Prinzen in Goch und Van den Bergh in Kleve schließen sich zur Union Deutsche Lebensmittelwerke zusammen.    
1929 / 1930 Beginn der Weltwirtschaftskrise    
1930 2. Versuch der Erweiterung der Stadtgrenze durch die Eingemeindung Kellens.    

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Nationalsozialismus

1933 Terrormaßnahmen gegen politische Gegner begleiten die Machtergreifung der NSDAP in Kleve.    
1933 bis 1943 Kleve verliert seine 200 Menschen umfassende jüdische Gemeinde.  
28. Juni 1933 Adolf Hitler wird durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung Klever Ehrenbürger.    
Dez. 1933 Der nationalsozialistische Bürgermeister Görlich wird wegen der Erpressung von Spenden ausgetauscht.    
22. Okt. 1934 Einweihung des Ehrenmals mit dem "Krieger"-Denkmal löst einen Eklat aus.  
23. Aug. 1935   Die amtliche Schreibweise lautet nunmehr "Kleve" (statt "Cleve").  
April 1936 Der nationalsozialistische Bürgermeister Puff tritt - auf Druck - zurück. Sein Amtsnachfolger wird Kurt Ebel.    
27. Okt. 1937   Eröffnung des Burgtheaters in Kleve  
9. Nov. 1938 SS-Männer brennen die Synagoge in Kleve nieder.    
1. Sep. 1939 bis 7. Mai 1945 Zweiter Weltkrieg

Die zerstörte Schwanenburg

10. Mai 1940 Angriff auf Holland
17. Sept. 1944 Die Alliierten landen bei Wyler und Zyfflich ("Operation Market Garden").
23., 24. u. 26. Sept. 1944 Die ersten Luftangriffe auf Kleve
7. Okt. 1944 Heftige Luftangriffe auf Kleve
7. Febr. 1945 Heftige Luftangriffe auf Kleve: Die Stadt ist zu über 80 % zerstört.
8. bis 11. Febr. 1945 Bodenkämpfe in und um Kleve    
März 1945 Der Zweite Weltkrieg ist für die Menschen am Niederrhein zu Ende.    

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Nachkriegszeit

5. Apr. bis Mai 1945 Die Bewohner des Kreises werden von den Militärmachthabern in der Bedburg-Hauer Anstalt interniert.    
1945 bis 1949 Entnazifizierung    
28. Apr. 1945 Die Militärverwaltung veranlasst die vorläufige Eingemeindung Kellens.    
Mai 1945 Kleve zählt 2793 Einwohner.    
Mitte 1946 Kleve zählt 13000 Einwohner.    
Sept. 1946 Erste Kommunalwahl    
Winter 1946 / 1947 Die Ernährungskrise erreicht ihren Höhepunkt.    
20. Juni 1946 Währungsreform    

Jahr

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Wirtschaftswunder

28. März 1949 Die Niederlande erhält die Ortschaft Elten (Rückgliederung 1963), Teile des Selfkants sowie von Zyfflich, Wyler und Hommersum. Damit kommen deutlich höhere niederländische Forderungen nicht zustande.    
Anfang der 50er Jahre Produktionsbeginn u. a. bei Elefanten und der Union Deutsche Lebensmittelwerke    
1. Okt. 1950   Der Schwanenturm ist wiederhergestellt.  
15. Mai 1951 Die Siedlungsabschnitte erhalten ihren Namen: A - Nierswalde; B - Rodenwalde, C - Reichswalde.    
2. Dez. 1951   Einweihung des Beltermann-Denkmals  
15. Okt. 1952 Einweihung des Kreishauses.    
31. März 1953 Der Regierungspräsident hebt die bestehende Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Kellen auf.

Die Baulücken im Umfeld der Schwanenburg wurden erst in den neunziger Jahren geschlossen. Der Stiftskirche fehlen noch die beiden Türme.

1955 Die Stadt registriert 18349 Übernachtungen.
26. Okt. 1956 Einweihung des neuen St. - Antonius - Hospitals
1957 491 Arbeitslose bzw. 1,4 %
20. Nov. 1957 Weihe der Stiftskirche nach der Wiederherstellung
10. Mai 1960 Im Wohnhaus des Landschaftsmaler Barend Cornelis Koekkoek an der Kavarinerstraße wird das neue Museum der Stadt Kleve eröffnet.
1. Apr. 1962 Die letzte Straßenbahn stellt den Betrieb auf den Strecken Kleve - Bedburg und Kleve - Materborn ein.
2. Sept. 1965 Einweihung der Klever Stadthalle
3. Sept. 1965  Eröffnung der Emmericher Rheinbrücke    
1965 Fertigstellung der Klever Rampenbrücke    
Anfang 1966 Das Wirtschaftswunder verliert an Dynamik - Beginn des Strukturwandels.    
1. Juli 1969 Durch die Kommunalreform erreicht das Stadtgebiet Kleves den heutigen Umfang.    
1970 Kleve zählt 43447 Einwohner.    
1970 bis 1990  Es entstehen 6000 und verschwinden 5000 Arbeitsplätze.    
1973 Erdölkrise - Ende des Wirtschaftswunders!    
24. Apr. 1973 Erster Spatenstich zum Kernkraftwerk "Schneller Brüter" in Kalkar - Hönnepel    
20. Mai 1973 Einweihung des SOS - Kinderdorfes "Niederrhein" in Kleve - Materborn    
31. Jan. 1974   Der "Große Kurfürst" - das Reiterdenkmal, das im Krieg zerstört wurde, - wird auf dem Platz vor dem Marstall wieder aufgerichtet.  

Jahr

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Kleve und Europa

1. Jan. 1975 Deutlicher Zuwachs der Bedeutung des Kreises Kleve durch die kommunale Neugliederung.

Die Einmündung der Gruftstraße in die Tiergartenstraße in 1972: Das Gebäude in der Mitte wurde dem Klever Ring "geopfert".
1975 bis 1977 Bau des Klever Rings: Dadurch wird die Erschließung des neuen Industriegebietes in Rindern möglich.
24. Sept. 1977 Polizisten mit entsicherten Maschinenpistolen, AKW-Gegner mit Wut im Bauch. Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzungen zwischen Staatsmacht und Atomkraftwerksgegnern stand auch Kalkar im Blickpunkt einer aufgeladenen Öffentlichkeit. Der 24. September 1977 bescherte der kleinen Stadt eine Demonstration gegen den dort im Bau befindlichen Schnellen Brüter. Das größte Polizeiaufgebot in der Geschichte der BRD stand 40.000 AKW-Gegnern gegenüber, das Gelände des Brutreaktors war mit Wassergraben und Stacheldraht gesichert. Kalkar wurde so abgeriegelt, dass Tausende nicht an der Demo teilnehmen konnten. Penibelste Kontrollen und Behinderungen der AKW-Gegner rüttelten am grundgesetzlich garantierten Demonstrationsrecht (NRZ, 1.09.2007).
22. Oktober 1986 Königin Beatrix und Bundespräsident Richard von Weizäcker eröffnen die grenzüberschreitende Autobahn A 57.
12. Jan. 1987 Der Kellener Heimat- und Kulturverein "Cellina" wird gegründet.  
21. März 1991 Das Kernkraftwerk Kalkar wird - ohne jemals am Netz gewesen zu sein - stillgelegt.    
1. Juni 1991 Die Eisenbahnverbindung Krefeld - Kleve - Nimwegen wird eingestellt.    
27. Oktober 1991 Die Bahnstrecke "Kleve - Nimwegen" wird endgültig stillgelegt.    
25. Apr. 1992   Die Stadt Kleve feiert ihr 750-jähriges Bestehen.  
29. Aug. 1992   Der Lokalradiosender "Antenne Niederrhein" geht von Kleve aus auf Sendung.  
24. Mai 1993   Der Turm der Gocher Pfarrkirche St. Maria Magdalena bricht in sich zusammen.  
1. Juli 1993 Die Touristik-Agentur NiederRhein GmbH wird gegründet.    
Febr. 1995 Die Niederlande beschließt die Realisierung von "Het KAN".    
26. März 1995 Das Schengener Abkommen tritt in Kraft. Damit enden die Grenzkontrollen u. a. zwischen der Niederlande und Deutschland.    
1995 Der Niederländer Hennie van der Most erwirbt den Schnellen Brüter und macht daraus das Kernwasser Wunderland.    
23. Juni 1996   Karl Leisner wird von Papst Johannes Paul II. im Berliner Olympiastadion selig gesprochen.
18. Apr. 1997   Das Museum Kurhaus wird eröffnet.  
24. Mai 1997   Das Museum Schloss Moyland wird eröffnet.  
Ende 1999 Beginn der Planungen zu Kleves "Neuen Mitte"    
30. Nov. 1999 Der englische Militärflughafen Laarbruch geht in deutsche Hände über.    

2000

 

Die Sportvereine "Sportclub" und "VfB 03 Kleve" fusionieren zum 1. FC Kleve.

 

21. Jan. 2001   Einweihung des neuen Kolpinghauses, gestiftet von dem Ehepaar Karl und Maria Kisters.  

Febr. 2001

Bernd Zevens kauft das Firmengelände der elefanten-Schuh GmbH.

 

 

1. Sept. 2001

Die Stadt Kleve beschließt das Industriegebiet in Rindern durch den Bau einer Straße besser an das Autobahnnetz anzuschließen. Die ersten Planungen zur B9neu stammen aus dem Jahr 1962!

 

 

Herbst 2001

Beginn der Baumaßnahmen zur neuen Verkehrserschließung der Unterstadt.

 

 

10. Nov. 2001 Einweihung des "Narrenbrunnens" auf dem Kleinen Markt. Er erinnert an  die "Geselschap van den ghecken", die erste Narrenorganisation des christlichen Abendlandes.  

1. Jan. 2002

Bernd Zevens kauft das Klever Werk der Unilever Bestfoods Deutschland GmbH ("Union"). Das Unternehmen erhält den Namen "Clever Stolz".

 

 

1. Jan. 2002

Einführung des Euro-Bargelds

 

 

13. Febr. 2002

Beginn der Bauarbeiten an Kleves "Neuen Mitte"

 

 

März 2002 Beginn der Planung für das spätere Elefanten-Oberstadt-Center ("EOC") auf dem ehemaligen Werksgelände der Schuhfabrik Hoffmann.    
8. Nov. 2002   Einweihung des neuen Synagogenplatzes an der Ecke Prinzenhof, Goldstraße.  
2003 Verkehrliche Baumaßnahmen im Unterstadtbereich (Abbruch der Rampenbrücke, Abbruch der Fußgängerbrücke am Bahnhof, Neubau der Wiesenstraße, der Bahnhofstraße und der beiden Kreisverkehrplätze)     
2003   300ste Geburtstag von Jan de Beijer; im Museum Koekkoek ehrt den Künstler durch eine umfangreiche Ausstellung.
Frühjahr bis Herbst 2003   Das Museum Koekkoek wird für 116.000 EUR renoviert.
Mai 2003 Das Besucherzentrum "Gelderse Poort" im ehemaligen Kranenburger Bahnhof wird eröffnet.     
Mai 2003 Mit dem Start einer Passagiermaschine der Fluggesellschaft Ryanair beginnt die zivile Luftfahrt auf dem Airport Niederrhein in Laarbruch.    
25. Mai 2003   Der 1. FC Kleve schafft den Aufstieg in die Fußball-Oberliga.  
Juni 2003   Franz Joseph van der Grinten, Kunstsammler und Förderer von Joseph Beuys, scheidet an seinem 70. Geburtstag als erster Direktor des Schloss-Museums Moyland aus.
Juni 2003 Das "EOC" (Elefanten-Oberstadt-Center) ist fertiggestellt. Der Investor Bernd Zevens kann sich über eine sehr hohe Resonanz freuen. Das "EOC" entwickelt sich zum Publikumsmagneten.  
5. Okt. 2003   Pater Arnold Janssen aus Goch wird von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen.
11. Okt. 2003   200ste Geburtstag von B. C. Koekkoek; die Stadt feiert ihren berühmten Bürger im März 2004.
26. Okt. 2003 Kleves "Neue Mitte" ist eröffnet und dies führt zu einer spürbaren Belebung der Innenstadt. Auffallend viele Niederländer finden den Weg nach Kleve.    
Dez. 2003 Der Kreis Kleve beschließt die Touristik-Agentur-Niederrhein als "kleine Lösung" zukünftig auf Kreisebene zu führen.    
Febr. 2004 Der Modekonzern Hennes & Mauritz (H&M) eröffnet an der Stelle des abgerissenen Burgtheaters eine neue Filiale.  
18. Juni 2004   Die Bürger der Stadt Kleve weihen anlässlich des 400sten Geburtstages von Johann Moritz das Denkmal "Neuer Eiserner Mann" am Tiergarten ein.
13. Juli 2004 Der "Elefant stirbt": der Eigentümer der Elefanten Schuh GmbH, C. & K. Clark Ltd., teilt der Belegschaft mit, dass die Schließung des Werks zum Jahresende geplant ist. Damit gehen in Kleve 250 Arbeitsplätze verloren. Die Firma wurde 1896 von Fritz Pannier und Gustav Hoffmann gegründet.
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Aufnahme von August 2004. 

© Karola Koenen, Borselstege 1, Kleve

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04.Okt.2004 Die neue Verkehrsführung in der Unterstadt wird mit der Neueröffnung der Hafenstraße - vorläufig - abgeschlossen. Zu einem späteren Zeitpunkt folgen die Grünzone (noch 2004), der Museumsvorplatz (ab 2005) und der Opschlag.     
08.Okt.2004, 4:30 Uhr Die Fluggesellschaft V-Bird meldet Insolvenz an. Der Flughafen Niederrhein verliert damit 50 % des Angebots.    
2. Juni 2005 Clever Stolz meldet Insolvenz an. Bis zu 190 Arbeitsplätze stehen in Kleve auf dem Spiel.    
24. Juni 2005   250ste Geburtstag von Anarchasis Cloots
30. Juni 2005 Der Strukturwandel hält an: die Käserei Niedermörmter wird geschlossen. 43 Menschen verlieren den Arbeitsplatz. Damit verschwindet die letzte Molkerei im Kreis Kleve.    
19. Sept. 2005 Clever Stolz: Der Insolvenzverwalter muss den ca. 200 verbliebenen Mitarbeitern die Kündigung aussprechen. Die Firma soll zum 1.01.2006 geschlossen werden. Das Unternehmen hat insgesamt 117 Jahre bestanden.    
23. Sept. 2005 Die "Münze" bezieht einen Neubau an der Peiterstraße in Kleve - Kellen. Das alte Gebäude im Tiergarten wird noch bis Ende 2006 parallel benutzt.    
12. Mai 2006 Offizielle Freigabe des neuen Koekkoek - Platzes.    
6. Sept. 2006 Die Rheinische Post berichtet über die Schließung des Forstamt Kleves in 2007.    
Herbst 2006 "Wird Kleve zum Spectro - Valley?", fragt die NRZ vom 12.09.2006.    
21. Sept. 2006 Ein neuer Wochenmarkt findet erstmals auf dem Fischmarkt in unmittelbarer Nähe zu Kleves "Neuer Mitte" statt.  
25. Sept. 2006 Der erste Spatenstich für die neue Industriestraße vom Oraniendeich bei Griethausen bis zum Industriegebiet Tweestrom ist getätigt.    
30. Sept. 2006 In Kalkar wird ein niederländisches Unternehmen die alte Käserei Niedermörmter in eine Fabrik zur Milchsäureproduktion für sog. "Bio-Plastik" umwandeln.    
9. Nov. 2006 Am Denkmal auf dem Synagogenplatz erinnern neu angebrachte Namensschilder an die von den Nazis verfolgten Juden.  
18. Jan. 2007 Das Sturmtief "Kyrill" hat ein Bild der Verwüstung hinterlassen. 250.000 bis 480.000 Bäume sind im Klever Reichswald umgefallen - gut zwei Prozent des gesamten Waldes. Viele Platanen in der Wasserburger Allee sind ebenfalls durch den Orkan entwurzelt worden. 

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Eine Windhose könnte die Platanen der Wasserburgallee aus der Erde gedreht haben, vermutet der USK-Fachmann. 

(Foto: Astrid Hoyer-Hoderberg, NRZ vom 27.01.2007)

24. Jan. 2007 Der Plan von Egon Boesten und Barbara Manke-Boesten eine Leibniz - Privatschule in Kleve zu gründen, stößt auf breites Interesse. Es gibt bereits 100 Anmeldungen.  
6. Febr. 2007 Die Low Cost Airline Ryanair hat den Airport Weeze zur dritten deutschen Basis und zugleich zum 19. Europa – Hub der Fluggesellschaft ernannt. Mit dem Durchbruch für die Entwicklung des Flughafens wird auch die Zahl der Arbeitsplätze am Flughafen rapide zunehmen.    
30. März 2007 Die Engel haben eine Bruchlandung hingelegt - das Zahnarztehepaar de Gier hat Insolvenz angelegt. Die Arbeiten am Bau der Zahnarztklinik an der Schloss-Straße Kleve sind gestoppt. Zahnarztehefrau Petronella de Gier hatte kurz vorher Handwerkern, die auf ihre Bezahlung warteten, versichert: Das Geld werde kommen. Das hätten ihr Engel berichtet ... . (NRZ v. 31.12.2007)
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20. April 2007 Die Bürger der Stadt Emmerich eröffnen die neu gestaltete Rheinpromenade mit einem dreitägigen Stadtfest, Schiffskonvoi und großem Höhenfeuerwerk (Passwortgeschützter Bereich).    
Mitte Mai 2007   Baubeginn auf Schloss Moyland. Das Schloss erhält einen neuen Zwirner - Helm auf dem Nordturm. Der Helm wurde im Februar 1945 zerstört.  
12. Juni 2007 Der erste Teilabschnitt der Umgehungsstraße ("Industriestraße") zwischen Postdeich und Briener Straße wird für den Verkehr freigegeben. Damit rückt das Industriegebiet Tweestrom näher an die Autobahn A 3 heran.    
16. Juni 2007 Die Eisenbahnverbindung zwischen Rotterdam und dem Ruhrgebiet, die sog. "Betuweroute" od. "Betuwelijn" wird auf niederländischer Seite für den Verkehr freigegeben.    
22. Juni 2007 Die Firma KHS - Kisters Kleve feiert 50-jähriges Firmenjubiläum.  
15. August 2007   100ste Geburtstag von Wilhelm ("Willy") Maywald.
26. Oktober 2007
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250ster Geburtstag von Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein (1757 - 1831)

Er ist preußischer Jurist und Reformer, 1788 - 1793 Direktor, danach Präsident der Kriegs- und Domänenkammer von Kleve und Mark bis 1795 und wohnt auf der Schwanenburg 1793 / 94. Am 26. Oktober 2007 widmet der Rotary Club Kleve & der Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e. V..  dem Reformer eine Bronzebüste, die 2007 von Paul de Swaaf geschaffen wurde. Die Büste findet im Innenhof der Schwanenburg eine dauerhafte Bleibe. 

28. Oktober 2007 Eröffnung des Wanderwegs von der Schwanenburg zum Schloss Moyland: Prinz-Moritz-Weg & Voltaire-Weg.   
20. November 2007 Fuji baut in Kleve 60 Stellen ab.     
23. November 2007 Das Klever Callcenter "telinform" schafft 130 neue Jobs.    
11. Januar 2008 An der Einmündung Bleichen/Wasserstraße in Kleve wird der Worcester-Platz eingeweiht. Darauf verkündet eine steinerne Stele von der Geschichte der beiden Städte und ihrer inzwischen 20jährigen Partnerschaft.

Rechts: Aufnahmen vom 27.01.2008.

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27. April 2008 Auf dem Teilstück "Groesbeek - Kleve" der ehemaligen Bahntrasse "Nimwegen - Kleve" wird eine Draisinen-Strecke eröffnet. Kurzfristig wird eine Belebung des Tourismus erhofft. Mittel- bis langfristig kann hiermit die Option einer Reaktivierung der Bahnstrecke aufrecht gehalten werden.    
18. Mai 2008   Der 1. FC Kleve steigt in die Fußball - Regionalliga auf.  
28. August 2008

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Die beiden historische Ritterfiguren und Anführer der Kreuzzüge des 11. und 12. Jahrhunderts Gottfried von Bouillon (links) und Richard Löwenherz (rechts) sind wieder Bestandteile der Fassade des Museums Schloss Moyland.

Beide Figuren wurden Mitte des 19. Jahrhunderts im Zuge der umfassenden Umbauten des Moyländer Schlosses unter dem Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner an der Schlossfassade angebracht. Dort standen sie vermutlich bis in die 1960er Jahre hinein, dann wurden sie jedoch Opfer mutwilliger Zerstörung. Nach jüngst wiederentdeckten Modellen sowie ähnlichen Versionen der Ritter am Schloss Arenfels bei Hönningen konnten die Figuren nun durch den Bildhauer Johannes Hillebrand wieder hergestellt werden.
28. November 2008 Kleve wird Sitz einer Fachhochschule.    
2009 2000 Jahre Varusschlacht  - Von Xanten aus zogen die Römer in eine Schlacht, deren Ausgang die Expansion des Römischen Weltreiches stoppte. Der Sieg der Germanen wurde identitätsstiftend für den deutschen Nationalismus. „Das ist der Teutoburger Wald, / Den Tacitus beschrieben, / Das ist der klassische Morast, / Wo Varus steckengeblieben. / Hier schlug ihn der Cheruskerfürst, / Der Hermann, der edle Recke; / Die deutsche Nationalität, / Die siegte in diesem Drecke. … “ Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen, cap. 11.  
2009   Die Städtische Singgemeinde Kleve (pdf-Datei, 33 kb) feiert das 200 jährige Jubiläum.  
 13. Jan. 2009     200. Todestag von Johanna Sebus
4. Apr. 2009 400 Jahre Brandenburg - Preußen im Rheinland: Stephan von Hertefeld nagelt im Auftrage Brandenburgs deren Landeswappen an das Tor der Schwanenburg.    

zuletzt bearbeitet am 14.03.2010