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Keltische
und germanische Siedler
Im
Verlauf des letzten Jahrtausends vor der Zeitrechung ließen sich
zunehmend, vom Süden kommend, keltische
Gruppen am Niederrhein nieder.
Sie
nutzten im 5. Jahrhundert v. Chr., namentlich in der Niersebene,
an der Lippe und im Emschergebiet, die Raseneisenerzfelder und
verhütteten das Erz auch in kleinen Eisenschmelzen.
Ebenso
drangen in der Zeit nach 700 v. Chr. germanische Stämme aus dem
Osten zum Niederrhein vor, wo sie mit den keltischen Jägern,
Viehzüchtern und Ackerbauern zusammenprallten.
Obwohl
viele der germanischen Gruppen von hier aus in die heutigen
Niederlande und nach Flandern weiterzogen, wurde das Gebiet
zwischen Issel und Maas zunehmend dichter besiedelt.
Etwa
seit 400 v. Chr. ermöglichten es die höher beanspruchbaren
landwirtschaftlichen Geräte aus Eisen, auch schwerere Böden zu
bebauen. Die dadurch erzielte Ertragssteigerung erweiterte den
Nahrungsspielraum der Bevölkerung. Einen Hinweis auf deren
Anwachsen gibt das große germanische Gräberfeld bei Duisburg -
Wedau, das 5.000 bis 6.000 Grabhügel umfasste.
In
der Siedlungsform begannen sich in den letzten fünf Jahrhunderten
v. Chr. die Funktionen der Häuser zu differenzieren: neben
Wohnbauten, Speichern und Ställen bildeten sich, wie eine Grabung
in Weeze - Baal im Kreis Kleve belegt, Bauformen für bestimmte
Arbeiten mit einem von Wohnteil der Siedlung abgetrennten
Wirtschaftsteil heraus.
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