Der Mars Camulus-Stein aus Rindern


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Der Mars-Camulus-Stein (1. Jh. n. Chr.) als Altar in der Pfarrkirche zu Rindern (Vorderseite). (Rückseite mit dem Eichenkranz und der Reliquiennische)

 

Der Bürger Jan Bless ("Johannes Blesius") dürfte 1545 den Stein als erster wiedergefunden haben. Der Mars Camulus-Stein soll am Rinderschen Weg gelegen haben. Wahrscheinlich, laut Dr. Gorissen, wurde er damals für die Wassermühle, die bei Nellewardgen gestanden hat, gebraucht. 

Der Stein wurde für den belgisch - keltischen Gott Camulus errichtet, dann aber zweckentfremdet weiterverwendet. Die römischen Kultstätten, wo auch Rindern zu gehörte, sind nach der römischen Herrschaft als billiger Steinbruch genutzt worden. Die erste Kirche in Rindern dürfte mit diesen Steinen erbaut sein. Auch musste der Mars Camulus-Stein etliche Änderungen über sich ergehen lassen. Im 17. Jahrhundert nach Restauration ist die Inschrift nochmals ergänzt worden. 

Im Jahre 1793 ist der Mars Camulus-Stein von Rindern auf die Schwanenburg in Kleve geschafft worden. Der damalige Pfarrer Müller ließ über den Stein eine Eigentumsbescheinigung ausstellen, mit der Behauptung, dass der Stein schon vor älteren Zeiten auf dem Kirchhofe gelegen habe. Dieser Schein war die Grundlage dafür, dass im Dezember 1967 der Stein wieder nach Rindern zurückkehren konnte. 175 Jahre hat der Stein sein Dasein an verschiedenen Stellen am Schwanenturm gefristet. Davon befand er sich zwischen 1793 und 1820 im Antiquitätensaal (Antikensaal). 1820 hat Staatskanzler Fürst von Hardenberg angeordnet, alle römischen Funde dieser Region in das von ihm geschaffene Museum für rheinisch - westfälische Altertümer Bonn zu bringen. Nur der Mars Camulus-Stein durfte auf der Klevischen Schwanenburg bleiben.

Eine Reihe berufener Gelehrter hatte sich im Laufe der Jahrhunderte über die eingemeißelten Schriftzeichen und Embleme geäußert. Dr. Gorissen war in der Lage, alle über Jahrhunderte angefallenen Lesarten miteinander zu vergleichen und so auszuwerten, dass Zweifel im Sinne beweisbarer Geschichte, großenteils auszuschließen sind.


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Der Mars-Camulus-Stein im Antiquitätensaal auf der Schwanenburg in Kleve, ... im Arkadenhof der Schwanenburg, ... als Altar im Chor der St. Willibrord - Pfarrkirche zu Rindern.

 

zuletzt bearbeit am 12.08.2005