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Die
finanzielle Basis seiner Herrschaft war 1368 durch die Verpfändung
des Rheinzolls zu Kaiserswerth an das pfalzgräfliche Haus arg
geschmälert worden, konnte aber durch die Errichtung eines neuen
Zolles zu Düsseldorf gegen den Widerstand seines linksrheinischen
Nachbarn Kurköln wieder abgesichert werden.
Als
Residenz bevorzugte Wilhelm immer stärker die Stadtburg von Düsseldorf
und baute sie dementsprechend aus. Auch die Stadt selber hat er kräftig
gefördert, er gilt als ihr zweiter Begründer.
Obwohl
er in den achtziger und neunziger Jahren das Herzogtum Berg durch
eine Reihe von Friedensbündnissen zu sichern suchte, wurde ihm
ein Konflikt mit seinem nordöstlichen Nachbarn Mark wegen eines
wiedererlangten Teils der Kaiserwerther Zolleinkünfte zum Verhängnis.
Graf Dietrich von der Mark (gestorben 1398), Sohn des Grafen Adolf
I. von Kleve und der Margareta von Berg, einer Schwester Wilhelms,
fand die Unterstützung seines älteren Bruders, des Grafen Adolf
II. von Kleve. Wilhelm fiel mit einem stattlichen Heer und vielen
Verbündeten, darunter Reinald von Jülich, ins Klevische ein,
wurde aber am 7.06.1397 in der Flussaue von Kleve, dem Kleverham,
besiegt und mit seinem Heere gefangengenommen. Ein klevischer
Chronist sah zunächst die menschliche Tragödie: "Was mag,
da der Kampf anhielt, die hochgeborene Fürstin Frau Margarete von
Berg, Gräfin von Kleve, empfunden haben, als sie hoch oben auf
den Zinnen der Burg von Kleve stand und ihren Bruder gegen ihre
beiden Söhne kämpfen sah?" Die von den Siegern erhobenen
kolossalen Lösegeldforderungen bedeuteten eine politische
Katastrophe für das Land und das Haus Berg.
Wilhelms
Söhne, angeführt von Adolf, rebellierten in Düsseldorf, Wilhelm
musste sie abfinden. 1403 setzte Adolf seinen Vater gefangen,
verglich sich aber am 2.7.1405 mit ihm, indem er ihm Düsseldorf
mit einigen Ämtern überließ, selbst aber faktisch die
Landesherrschaft behielt, Wilhelm starb am 25.06.1408 und wurde in
der Lamberti-Stiftskirche zu Düsseldorf bestattet.
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