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Die
französische Besetzung Kleves.
Ergänzte
Chronik nach J. A. Kopstadt
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Ende
1792 -
Ende April 1793
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Französische
Revolutionstruppen besetzen Aachen und dringen bis nach Moers,
Geldern und Goch vor.
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23.
September 1794
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Erneute
Besetzung Aachens; im Oktober werden Jülich, Köln und Bonn
eingenommen.
Verlegung der preußischen Verwaltung von Kleve nach Wesel, später
nach Hamm und Minden.
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19.
Oktober 1794
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Einnahme
Kleves durch 300 französische Jäger unter dem späteren
Marschall Ney. Erste Anweisungen an die Klever Bevölkerung zur
Versorgung der Truppe. Entmachtung des Stadtmagistrats und
Einrichtung
einer republikanischen Munizipalität.
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12.
November 1794
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Einrücken
und Einquartierung der Division Macdonald unter den Generalen
van Damme und Compere in Kleve.
Errichtung eines Freiheitsbaumes auf dem Markt.
Erste Fratemisierungsfeste.
Umwandlung der Schulen und Kirchen zu Kornmagazinen und Schlächtereien;
Verwüstung des Tiergartens; Zerstörung der preußischen
Machtinsignien.
Die rechtsrheinisch gelegenen Österreicher verhängen ein
Salz-Embargo; van Damme lässt das österreichisch besetzte
Emmerich beschießen.
Beschießung Nimwegens.
Beginnende Lebensmittelknappheit in Kleve.
Zwangseinführung einer Assignaten-Währung; Erlahmung des
klevischen Handelsverkehrs.
Requisitionen der Vorräte aus den verlassenen Häusern der
Klever Ausgewanderten.
Anwachsen der republikanischen Nord-Armee auf 100.000 Mann.
Einrichtung einer Zentralverwaltung für die Territorien
zwischen Maas und Rhein mit Sitz in Aachen.
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10.
Dezember 1794
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Klever
Konferenz zwischen den beiden Volksrepräsentanten Bellegarde
und Frecine sowie den Heerführern der Nord- und der Maas- und
Sambre-
Armee, Pichegru und Moreau, über den weiteren Vorstoß nach
Holland.
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13.
Dezember 1794
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Erste
Mobilmachung
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26.
Dezember 1794
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Großer
Ball der französischen Generalität zur Feier der Eroberung
Nimwegens in Kleve.
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10.
Januar 1795
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Rheinübergang
der Franzosen bei Pannerden; Eroberung Hollands mit Unterstützung
der Bataver unter ihrem Heerführer Deendels binnen 8 Tagen.
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15.
Januar 1795
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Rückkehr
der Maas- und Sambre-Armee unter Jourdan und Lefevre nach Kleve.
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25.
Januar 1795
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Abzug
Lefevres nach Holland; Einzug der 2. Division unter General
Mariot in Kleve.
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Ende
Februar 1795
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Abzug
Marlots nach Holland, Einzug der 3. Division unter General
Montaigne in Kleve. Requisitionen von Kleidung und
Lebensmitteln;
Kontributionen von 25 Mio. Livres.
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Ende
März 1795
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Abzug
Montaigues nach Holland; nach dem Friedensschluss zwischen
Frankreich und Holland aber Rückzug und erneute Einquartierung
der Divisionen Montaigne Mariot und Lefevre in Kleve.
Wieder verstärkte Lebensmittelknappheit.
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Anfang
April 1795
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Rückkehr
der Klever Ausgewanderten über Wesel.
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15.
April 1795
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Sonderfrieden
von Basel. Beendigung der Kriegshandlungen zwischen Frankreich
und Preußen.
Kleve bleibt unter französischer Militärherrschaft.
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bis
1797
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Fortwährende
Durchzüge und Einquartierungen gallo-batavischer Reserveheere
in Kleve.
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Anfang
1797
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Konvention
zu Köln zwischen dem preußischen Geheimen Finanzrat Sack und
dem Prokonsul der linksrheinischen Lande, General Hoche, über
die Zuteilung der Landeseinkünfte an Preußen.
Restitution des preußischen Oberjustiz-Kollegiums in Kleve.
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18.
Januar 1798
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Kongress
zu Rastatt. Preußen erklärt die Abtretung der linksrheinischen
Gebiete an Frankreich.
Generalkommissar Rudler erhält in Mainz den Auftrag zur
Organisation der linksrheinischen Gebiete unter republikanischer
Verfassung.
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25.
April 1798
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Aufhebung
der Kölner Konvention; Entlassung des alten preußischen
Stadtmagistrats; Neustrukturierung der Verwaltungen; Einführung
der französischen Zeitrechnung. Die linksrheinischen Gebiete
werden in 4 Departements eingeteilt. Kleve untersteht dem
Departement de la Roer mit der Hauptstadt Aachen.
In Kleve gilt jetzt die republikanische Verfassung.
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Februar
1801
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Reichsfriede
von Luneville. Frankreich erhält die unbeschränkte
Oberherrschaft über die linksrheinischen Territorien. Die 4
rheinischen Departements gehören nunmehr zur Republik
Frankreich.
Französisch wird Amtsprache.
Das 23. Jägerregiment übernimmt die Besetzung Kleves.
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1802
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Aufhebung
der Stifte und Klöster; Neuorganisation, der Grundbesitzungen
und des Katasterwesens.
Einführung des Code Napoleon.
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1803
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Wertere
Durchzüge und Einquartierungen in Kleve aufgrund der
kriegerischen Auseinandersetzungen
Frankreichs mit England.
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1804
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Der
Klever Unterpräfekt Anton Josef Dorsch veröffentlicht eine
"Statistique du Departement de la Roer".
Herbstreise Napoleons durch den Niederrhein.
Von Keverberg wird Nachfolger Dorschs als Unterpräfekt des
Arrondissements Kleve.
Kleve feiert das Fest der Krönung Napoleons zum Kaiser und ist
nunmehr Teil des französischen Kaiserreichs.
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1805
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Organsisation
des Konskriptionswesens.
Napoleons Bruder Louis verlegt das Hauptquartier der unter
seinem Oberkommando stehenden Division Lorge nach Kleve.
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Dezember
1805
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Vertrag
von Schönbrunn. Preußen tritt die noch verbliebenen
rechtsrheinischen Gebiete des Herzogtums Kleve an Frankreich ab.
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1807
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Das
5. Chasseurregiment unter Major Dittmann übernimmt die
Besetzung Kleves.
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Januar
1808
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Die
Stadt und Festung Wesel wird in das Arrondissement Kleve
eingegliedert; die klevischen Exklaven Huissen, Malburgen und
Zevenaar werden an das Königreich Holland abgetreten.
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1809
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Schwere
Überschwemmungen des Rheins
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Ende
Oktober 1811
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Kurzer
Aufenthalt Napoleons in Kleve.
Kantonnierung des Gardelanzierregiments unter Graf Krasensky in
Kleve; danach des 1. Kürassierregiments unter La Roche.
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1812
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Rußland-Feldzug
Napoleons. Durchzug der mobilgemachten holländisch-französischen
Armee unter General Beliard.
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Ende
1812
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Das
29. Armee-Bulletin wird in Kleve verlautbart.
Frankreich räumt die Niederlage im Russland-Feldzug ein. Die
russischen Heere treiben die Franzosen im folgenden Jahr bis an
den Rhein zurück.
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24.
November 1813
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Die
Reste der Divisionen Macdonald und Charpentier nehmen
Hauptquartier in Kleve.
Versammlung anderer gesprengter Regimenter in Kleve. Die Stadt
muss wieder Geld und Nahrungsmittel kontributieren.
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5.
Januar 1814
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Abmarsch
der Franzosen aus Kleve.
Restitution der preußischen Verwaltung.
Aufhebung der politischen und wirtschaftlichen Teilung der
Niederrheinlande.
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13.
Januar 1814
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Einzug
eines Kosaken-Korps unter Woronzow in Kleve. Das Kops verlässt
14 Tage später wieder die Stadt.
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Februar
1814
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Besetzung
Kleves durch das zu Schweden gehörende Freikorps des Majors von
Reiche.
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März
1814
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Einrichtung
des "Generalgouvernements Niederrhein", später des
"Generalgouvernements Nieder- und Mittelrhein" als
provisorischer Verwaltung.
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1815
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Der
Wiener Kongress teilt Preußen das gesamte Rheinland und
Westfalen zu.
Einrichtung einer Nordprovinz "Jülich-Kleve-Berg" mit
den Regierungsbezirken Köln, Düsseldorf und Kleve (bis 1821)
und dem Hauptsitz in Düsseldorf.
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Die
Zeittafel wurde von Herrn Dr. Thomas Maier im August 2002
fertiggestellt. Die Veröffentlichung soll in seinem Buch
"Cleve um 1800. Ein literarischer Streifzug"
voraussichtlich Ende 2002 / Anfang 2003 erfolgen.
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