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Kriegsgräberstätte
Kleve - Donsbrüggen
(Quelle:
www.volksbund.de)
Hier ruhen 2.381 Tote des Zweiten Weltkrieges. Es sind gefallene
oder in Klever Lazaretten verstorbene Soldaten, die aus allen
Gebieten des damaligen Deutschen Reiches stammten sowie Opfer
des furchtbaren Bombenangriffs auf Kleve am 7. Oktober 1944 (ca.
400 Tote) und Fremdarbeiter verschiedener Nationen, die bei
ihrem Einsatz am so genannten Westwall ums Leben kamen (ca. 200
Tote). Im Februar 1945 begannen am Niederrhein die schweren Kämpfe,
die die Endphase des Krieges auf deutschem Boden einleiteten. Am
8. Februar 1945 startete die 1. Kanadische Armee westlich von
Kleve einen Großangriff. Nach heftiger deutscher Gegenwehr im
Bereich des Reichswaldes gingen die Kanadier weiter nach Südosten
vor. Es gab viele Tote auf beiden Seiten. Die britischen
Gefallenen ruhen größtenteils auf dem Friedhof im Reichswald
(7.647 Tote), die deutschen Gefallenen bekamen ihr Grab in
Donsbrüggen. Als die Bevölkerung in ihre zerstörte Heimat zurückkehrte,
fanden sie die Gräber der Gefallenen an Straßenrändern,
Bahngleisen, in Wiesen, Feldern und Gärten, aber auch
zahlreiche Tote, die nicht mehr geborgen und bestattet werden
konnten. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte
bereits 1946 nach verstreuten Gräbern in dieser Region gesucht.
1948 begann der Volksbund mit dem Bau der Kriegsgräberstätte
in der Donsbrügger Heide, am Nordrand des Reichswaldes. Der
Chefarchitekt des Volksbundes, Robert Tischler, übernahm die
Leitung. In Donsbrüggen wurden Tote aus den Orten Asperden,
Donsbrüggen, Griethausen, Warbeyen, Hassum, Hommersum, Keeken,
Kleve, Kranenburg, Luisendorf, Mehr, Niel, Pfalzdorf, Rindern,
Till und Hasselt zusammengebettet. Die Toten ruhen in
Doppelreihen, durchzogen von grünen Rasenwegen und betont durch
einzelne Birken, Kiefern und Wachholderbüschen. Die
Kreuzgruppen aus grünem Anröchter Dolomit, die in ihrer roh
behauenen Form an mittelalterliche Sühnekreuze erinnern,
kennzeichnen die weite Fläche als Totenacker. Mittelpunkt ist
eine 6 m hohe Krypta, die sich über einem Kameradengrab mit 40
unbekannten Toten erhebt. Eine schmale Pforte führt in die
Krypta, schmale Kasemattenfenster oben in den Wänden geben gedämpftes
Licht. Das Mauerwerk im Innern ist aus grünem Dolomit gefügt,
der Boden mit einer braunroten Rollschicht von Hartbrandstein
gepflastert. An den Wänden stehen auf großen Solnhofener
Steinplatten die Namen der Toten, unter jedem Fenster eine
Doppeltafel, gleich einem aufgeschlagenen steinernen Buch. Das
große Halbrelief einer Kreuzigungsgruppe aus fränkischem
Muschelkalk gibt dem Raum eine eigene, feierliche Würde. Die
Kriegsgräberstätte Donsbrüggen wurde am 10. September 1950
unter großer Beteiligung der Bevölkerung und Teilnahme der
Leiter des britischen und italienischen Gräberdienstes durch
Ministerpräsident Karl Arnold eingeweiht. Er machte in seiner
Weiherede unter anderem deutlich:
„Wenn wir gegen neue Gefahren ankämpfen wollen, so muss der
millionenfach erlebte Schmerz der Mütter eine heilende Kraft
gegen Krieg und Kriegsgeist werden. Je stärker diese Kraft
wird, um so tiefer wird der Gedanke des Friedens Wurzeln
schlagen!“
Die kirchliche Weihe übernahmen Weihbischof Dr. Gleumes, Münster,
und Oberkirchenrat Schlingensiepen, Düsseldorf. Der Präsident
des Volksbundes, Wilhelm Ahlhorn, übergab, zusammen mit dem
Bezirksvorsitzenden des Volksbundes, dem Düsseldorfer
Regierungspräsidenten Kurt Baurichter, die Kriegsgräberstätte
in die Obhut von Landrat Peter Albers, MdL.
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