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Die
Klever Familien hatten zahlreiche Kriegstote zu beklagen, fast
ebenso viele Opfer unter der Zivilbevölkerung (541) wie unter
den Wehrmachtsangehörigen (680). Die wirkliche Zahl der Opfer
der Luftangriffe lag höher als die der registrierten Toten.
Eine Reihe von ihnen hatte man nicht mehr identifizieren können,
wie die ukrainischen Arbeiter, die im Gefängnis Krohnestraße
bis zur Unkenntlichkeit verbrannt waren. Ihre Gräber auf dem
Klever Friedhof und auf dem Soldatenfriedhof in Donsbrüggen
tragen die Aufschrift "Unbekannt".
Viele
Kinder waren verwaist, der Krieg hatte ihnen die Väter
genommen. Von den Schülern, die 1948 die Klever Hilfsschule
besuchten, hatte mehr als ein Drittel keinen Vater daheim: sie
waren im Krieg gefallen oder befanden sich noch in
Kriegsgefangenschaft, in der Unterstadtschule fehlte einem Fünftel
der Kinder der Vater. Die britische
Militärregierung drängte
darauf, die Kinder so rasch wie möglich von der Straße zu
bringen. Bereits in den Monaten Oktober und November 1945 begann
daher unter unsäglichen Schwierigkeiten der Schulunterricht
wieder. Die Erfahrungen in der Großstädten hatten den Briten
gezeigt, dass die von den Erwachsenen in ihren Existenzkampf
hineingezogenen Kinder zu verwahrlosen drohten. Und
Existenzkampf hieß damals auch in Kleve nicht nur
Schlangestehen vor den Lebensmittelgeschäften, Hamsterfahrten
über Land oder Tausch- und Schwarzmarktgeschäfte organisieren.
Eine Zeugin berichtete:
"Jeder
griff und nahm, was er brauchte; die meisten unbewohnten
Wohnungen, Zimmer und Häuser der Evakuierten boten Freistätten
und leerten sich mehr und mehr. Kinder und Halbwüchsige stahlen
und zerstörten mutwillig. Die Nähmaschine der Schule wurde ...
einfach aufgeladen und nie zurückgegeben. Vom Kindergarten
nahmen die Leute Tische, Stühlchen und jedes
Restinventar."
"Die
erheblichen Lebensmittelvorräte, die die Firma Mertens in
Grieth für die Stadt gelagert hatte, wurden geplündert: in den
Kellener Margarinewerken stahlen die Leute 40 Tonnen Fett, eine
Menge, von der der gesamte Kreis sich hätte monatelang
versorgen können."
Denn
in dieser Katastrophengesellschaft des ersten Nachkriegswinters
ging es ums Überleben. Der von den Briten eingesetzte Bürgermeister
Stapper und sein kleiner Stab, der unter der Kontrolle der
britischen Offiziere - und auch mit deren Unterstützung -
arbeitete, sah sich anfangs vor fast unlösbaren
Versorgungsproblemen: "Keine Molkerei, kein Mühlenbetrieb,
keine Bäckerei und keine Metzgerei, mit Ausnahme der der
Anstalt in Bedburg-Hau, war noch betriebsfähig. Es fehlt an dem
notwendigsten Transportraum ... die meisten landwirtschaftlichen
Flächen liegen brach, der Viehbestand zählt nur noch
Bruchteile des Vorkriegsbestandes. In den ersten zwei Monaten
organisierte die neue Verwaltung für die etwa 3.000 Menschen in
der Stadt täglich eine warme Mahlzeit, die an drei Stellen
ausgegeben wurde. Fünf Wasserpumpen versorgten sie mit Wasser,
das eimerweise nach Hause getragen werden musste. Dreimal am Tag
heulten die Sirenen auf: Ihr Signal zeigte den Klevern, von
denen viele keine funktionierende Uhr mehr besaßen, welche
Stunde geschlagen hatte. Und jeden Abend versank die ganze Stadt
im Dunkel, denn auch die Elektrizitätsnetze waren zerstört.
Der
Verwaltung gelang es rasch, vier Bäckereien in Gang zu setzen,
die Vollkornbrot für die Stadt buken. Dafür hatte sie
Benzinmotore für eine Mühle beschaffen, mit Treibstoff
versorgen und Braunkohlenbriketts aus dem Kölner Raum
herbeikarren müssen, um den fehlenden Strom zum Backen zu
ersetzen. Um Milch heranzufahren, montierten findige Handwerker
zwei "gefundene" britische Armeetanks auf deutsche
Lastwagen, die sie aus alten Fahrzeugen zusammengestückelt
hatten. Nachdem die in der Stadt lebenden Menschen registriert
worden waren, organisierte die Firma Boss soviel Papier, dass
eine Art von Lebensmittelkarten gedruckt werden konnte, um die
Verteilung der kargen Lebensmittel gerecht zu gestalten. Und
karg blieben diese Rationen noch lange.
Im
Sommer 1946 appellierte die neue Klever Stadtvertretung, da die
Fettzuweisung weiter abzusinken drohte, an die Militärregierung,
"dem Notschrei der Bevölkerung der Stadt Kleve Gehör zu
schenken und alle deutscherseits getroffenen Maßnahmen zu
unterstützen, die ein langsames Verhungern der Bevölkerung
verhindern".
Im
folgenden Winter erreichte "die
Ernährungskrise einen ihrer Höhepunkte,
verursacht durch den Ausfall an Gemüse und Milch infolge der
anhaltenden Trockenheit des letzten Sommers und Herbstes. Die
Fettration wurde verschwindend klein. Auch die Fleischration
sank vielfach bis auf 50 g je Woche. Aber auch diese kleinen
Rationen mussten teilweise noch gegen Zucker ausgetauscht
werden. Der Ernährungszustand der Bevölkerung ist dadurch sehr
zurückgegangen und damit die Anfälligkeit für Krankheiten
gestiegen. Namentlich die Tuberkulose ist im Vordringen."
Im April 1947 versuchten die notleidenden Menschen in Kleve
erneut, auf ihre Lage aufmerksam zu machen: alle Betriebe und
Verwaltungen traten in einen befristeten Warnstreik als Protest
gegen die katastrophale Ernährungslage. Aber Besserung war
nicht in Sicht: die Not blieb auch im dritten Nachkriegsjahr groß.
Im Winter 1947/48 wandten sich die Klever Gewerkschaften im
Namen der Bevölkerung an den Ministerpräsidenten des neugegründeten
Landes Nordrhein-Westfalen:
die Menschen hier seien am Ende ihrer Kraft. Sie könnten nicht
weiterarbeiten, wenn sich die Ernährung nicht bessere. Selbst
die aufbauwilligen demokratischen Kräfte in der Stadt
resignierten. Die Arbeitnehmervertreter forderten sogar die Einführung
einer "befristeten Todesstrafe" für Großschieber und
Schwarzschlächter, um die Versorgung gleichmäßiger und
gerechter zu machen. Verständlich, denn die Mangelsituation
hatte eine spezifische Hungerkriminalität ausgelöst. Viele
Lebensmittel verschwanden auf dem Schwarzmarkt,
wurden "verschoben", zu Wucherpreisen verkauft, für
Kompensationsgeschäfte und Tausch genutzt. Schmuggel,
Viehdiebstähle auf den Weiden, Raubzüge durch die Obstgärten,
aber auch Überfälle auf einzelliegende Gehöfte nahmen überhand.
Schwarzbrenner erzeugten den berüchtigten "Knolli-Brandy"
aus Zuckerrüben; ein besonders dreister Übeltäter hatte seine
Brennerei sogar - ohne Wissen der Beamten - im Keller der Klever
Zollverwaltung eingerichtet. Die Polizei und das seit April 1946
wieder arbeitende Amtsgericht hatten alle Hände voll zu tun.
Schließlich halfen sich die Betroffenen selbst. Im Kreis Kleve
richteten sie eine Bürgerwehr ein, die 1947 die Stärke von 3.000
Mann erreichte. Sie vermochte die Wirtschaftsvergehen wirksam zu
bekämpfen und große Lebensmittelmengen für die allgemeine
Versorgung zu sichern.
Ein
Lichtblick und Hoffnungszeichen bildete für viele Klever in
diesen Jahren die sogenannte "Schweizer
Spende" (Erinnerungen
Klever Bürger an die Schweizer Spende).
Diese Hilfsorganisation gab in den Notjahren 1945 bis 1948 Milch
und Nährmittel aus, später auch eine warme Mahlzeit für die
Klever Kinder. Die Schweizerinnen unterhielten auf dem Schulhof
der Unterstadt eine Nähstube, verteilten Schuhe und Kleidungsstücke
und halfen den Müttern, die Kleidung für ihre Kinder zu
flicken. Ihre Hilfe blieb in Kleve unvergessen. 1984 erhielt ein
Vertreter dieser Schweizer Hilfsorganisation die erste
Johanna-Sebus-Medaille als Anerkennung dieser Leistung. Aber in
der zerstörten Stadt fehlte es nicht nur an Lebensmitteln. Die
in den Kellern und notdürftig reparierten Wohnungen hausenden
Familien brauchten genauso dringend Schuhe, Kleidung und
Haushaltswaren. Ihre Situation beschreibt ein Bericht des Klever
Bürgermeisters, der im Dezember 1945 eine Reihe von Haushalten
erfassen ließ, wohl als Grundlage für eine gerechte Zuteilung:
"Witwe W. Fünf Kinder im Alter von 17 bis zu fünf Jahren.
Es ist vorhanden: Schlafgelegenheit: zwei Betten mit Strohsäcken,
zwei Federbetten und eine Wolldecke. Alles andere Bettzeug
fehlt. Haushaltswäsche fehlt ganz bis auf drei Handtücher,
etwas Kleidung und Leibwäsche. Die Kinder haben nur ein Hemd.
Ein schulpflichtiger Junge hat keine Schuhe und keine Strümpfe,
so dass der Schulbesuch nicht möglich ist. Zwei Kinder haben
auch keinen Mantel. Geschirr: Es sind zwei Tassen im Haushalt,
so dass mehrere Personen aus einer Tasse trinken müssen. Ebenso
fehlt bei dem übrigen Geschirr das Allernotdürftigste. Möbel:
Stühle fehlen, Kleiderschrank fehlt. Ein Tisch und eine
geliehene Bank sind vorhanden." Ein Fall von vielen aus
diesem Bericht! Und die Aussichten auf eine bessere Ausstattung
erschienen damals eher trübe. "Im Bereich der Versorgung
mit gewerblichen Waren ist ein starker Rückgang gegenüber dem
Vorjahr 1946 zu verzeichnen. Im Kalenderjahr 1946 wurden an
Textilwaren durchschnittlich noch 16 Punkte pro Kopf der Bevölkerung
ausgegeben, im Jahre 1947 aber nur noch 9 Punkte. Wenn es in
diesem Tempo weitergeht, beträgt die Wartezeit für einen
Wintermantel 300 Jahre, für einen Männeranzug 140 Jahre. Um
ein Paar Lederschuhe zu erhalten, wird man acht Jahre warten müssen.
Rechnet man Arbeits- und Berufsschuhe hinzu, ist ein Zeitraum
von sechs Jahren erforderlich, bis jeder einmal bedacht wird.
Nicht besser steht es mit Haushaltsgeräten. 60 Ofen aller Art,
68 Kohle- und Grudeherde und 135 Kohlekleinherde und Kochhexen
wurden ausgeteilt. Dieses Tempo vorausgesetzt wird in 150 Jahren
jeder Haushalt einen Ofen bekommen. Einen Kochtopf wird jeder
Haushalt im Laufe von 16 Jahren bekommen, desgleichen eine
Bratpfanne. Auf einen Löffel muss man durchschnittlich neun
Jahre warten, auf eine Gabel 27 Jahre und auf ein Tischmesser 70
Jahre. Den Rekord erreichen die Bettstellen mit 450
Jahren." Der Verfasser des Berichts hatte offenbar seinen
Humor noch nicht verloren."
Am
schlimmsten aber drückte die Wohnungsnot in der zerstörten
Stadt, die Überfüllung und Enge in allen irgendwie bewohnbaren
Räumen und Kellern. Die britische Besatzung ordnete schon im
Sommer 1945 die "Aktion Obdach" an. Danach sollten als
erster Schritt die leicht beschädigten Wohnungen winterfest
gemacht werden. Die Engländer verpflichteten alle arbeitsfähigen
Männer zu solchen Arbeiten. Der von ihnen gezahlte Stundenlohn
von 0,70 RM bot manchen Familien angesichts der noch zerstörten
Betriebe in der Stadt eine erste Einkommensquelle. Zu diesem
Zweck mussten die städtischen Arbeiter - Baumaterial gab es
nicht - stark beschädigte oder ganz zerstörte Häuser
"ausschlachten", Dachziegel, Fenster, Türen, alles
was verwendbar war, demontieren. Aber auch die Privatleute sahen
die Trümmerstätten "vielfach als eine Art
Gemeinschaftseigentum an". Und halfen sich selbst. Sie hätten
sogar die einzige, weitgehend unbeschädigte Schule, die
Unterstadtschule "ausgeschlachtet", wäre sie nicht
von einem ihrer Lehrer beherzt verteidigt worden. Aber, auf
krummen wie auf geraden Wegen - mit Lebenswillen, Durchhaltevermögen
und gegenseitiger Hilfe schlug man sich durch. Und die Stadt tat
das Äußerste, um für ihr bald einsetzendes
"Wohnungsnotprogramm" so viel Baumaterial wie möglich
am Schwarzmarkt vorbei in den regulären Wohnungsbau zu leiten
und in den folgenden Jahren den Wiederaufbau der Stadt in Gang
zu bringen.
Die
britische Militärregierung
Die
Politik der britische Militärregierung unterschied sich
deutlich von der belgischen
Besatzungspolitik der Jahre 1918 bis 1926.
Die drei Ziele waren: re-education, responsible goverment,
Federation of Germany.
Da
die Alliierten - entgegen der Erwartung - in Deutschland nach
der Eroberung keine funktionierende deutsche Verwaltung
vorfanden, übernahm das Militär die anfängliche
Regierungsgewalt. Der Kreiskommandant in Kleve setzte den
Steuerberater Dr. Stapper in das Amt des Bürgermeisters ein.
Zusammen mit fünf Beamten, zwei Angestellten, 500 Blatt
Schreibmaschinenpapier und einigen Bleistiften begann deren
schwierige Arbeit.
Dr.
Stapper wurde jedoch Opfer der in Kleve unglücklich verlaufenen
Entnazifizierung.
Wahrscheinlich aufgrund einer Denunuziation musste er sein Amt
als Bürgermeister im Mai 1946 niederlegen. Stapper war am 30.
Januar 1933 Mitglied des Stahlhelms geworden, der 1934 kollektiv
in die SA übergeführt wurde. Als nominelles SA-Mitglied hatte
Stapper sich aber jeder Teilnahme an irgendwelchen Aktivitäten
enthalten, so dass er 1938 wegen "fehlendem Interesse"
aus der SA ausgestoßen worden war. Stapper konnte erst 1952 das
Bürgermeisteramt wieder übernehmen. Er blieb fast drei Jahre
der oberste Repräsentant der Stadt und ersetzte Wilhelm
Reintjes aus Kellen.
Der
nationalsozialistische
Bürgermeister Alwin Görlich
hingegen wurde in der Kategorie 5 "Entlasteter"
eingeordnet. Dies war die niedrigste Stufe im
Entnazifizierungsprozess (Hauptschuldige = 1 / Mitläufer = 4).
Alwin Görlich hat u. a. die NSDAP und SA im Kreis aufgebaut,
die Machtergreifung der Nazis in der Stadt rücksichtslos
durchgesetzt und die Verfolgung von KPD und SPD mitgetragen.
In
Gerichtsprozessen wurden die Untaten der Nazizeit aufgearbeitet:
-
Der Synagogenbrand 1938 konnte dem SS-Mann Nitzold zugeschrieben
werden. Die Mittäter mussten jedoch mangels Beweise
freigesprochen werden.
-
Die Folterung politischer Häftlinge im Klever Gefängnis fand
1948 ihre Sühne. Allerdings der Hauptschuldige, der
Polizeimeister Franz Peters saß nicht mit auf der Anklagebank.
Der gleiche Richter, der einen Teil der politischen Haftbefehle
unterzeichnet hatte, hatte ihn 1946 wegen gesundheitlicher Schwäche
aus der Untersuchungshaft entlassen. Nachdem er mehrere Jahre -
offenbar wieder genesen - im Bundesgrenzschutz Dienst getan
hatte, wurde er dort durch Zufall entdeckt und schließlich 1959
doch noch zur Rechenschaft gezogen und zu einer Zuchthausstrafe
verurteilt.
-
Auch der "Fall Klüttgen", der in der Bevölkerung
heftige Empörung hervorgerufen hatte, kam vor Gericht. Bei dem
britisch-amerikanischen Luftlandeunternehmen vom 17. September
1944 waren zwei amerikanische Fallschirmspringer gefangen,
entwaffnet und nach Kranenburg gebracht worden. Dort hatte sie
der SA-Sturmbannführer Klüttgen ohne Grund und Anlass kaltblütig
erschossen. Er
wurde zum Tode verurteilt und am 29.09.1948 in Dachau gehenkt.
Ein
weiteres wichtiges Ziel der britischen Militärregierung war die
Bildung von verantwortlichen Parlamenten in Kommunen und Ländern.
Unmittelbar
nach der Potsdamer
Konferenz im August
1945 wurden in der Britischen Zone auch Parteiorganisationen
neugegründet. SPD und KPD konnten in Kleve schnell wieder
erstehen. Die ehemalige Partei "Zentrum" hingegen
musste der "Christlich-Demokratischen Partei" weichen.
Den Antrag auf Gründung dieser Partei in Kleve stellte Albers
am 17. August 1945. Danach wurde der Kontakt zu kölner
Parteifreunden gesucht. Adenauer,
der spätere Bundeskanzler, war in diesem Zusammenhang auch bei
Albers in Kleve. Die CDP einigte sich im Dezember 1945
mit der CDU auf einen gemeinsamen Parteinamen: der Christlich
Demokratischen Union. Diese Partei rekrutierte sich aus "bürgerlichen
Kreisen": Beamte, Bauern, Freiberufler und Angestellte und
übernahm die dominierende Vorkriegsrolle des Zentrums.
Bereits
am 14. November 1945 berief die Militärregierung in Kleve einen
16köpfigen Ratsausschuss. Zwölf Monate später erhielt die
Stadt eine erste Vertretung mit beschließender Stimme. Im Juli
1946 begannen die Vorbereitungen für die erste Kommunalwahl,
die auf September 1946 festgesetzt wurde. Zuvor - am 1. April
1946 - revidierten die Briten die Gemeindeordnung. Nunmehr hatte
der Bürgermeister überwiegend repräsentative Funktionen.
Neben ihm amtierte ein unpolitischer Beamter: der Stadtdirektor.
Der erste Stadtdirektor Kleves wurde der 1933 aus seinem Amt als
Erster Beigeordneter entlassene Bernhard Baak.
Die
Währungsreform
Die
triste und hoffnungslose Nachkriegszeit endete mit der Währungsreform
1948. Mit der neuen Währung
setzte eine Epoche ein, die als "Wirtschaftwunder"
bezeichnet wird. |