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KLEVE.
Als morgen vor 50 Jahren, am 2. Dezember 1951, der
„Beltermann" an der Herzogbrücke eingeweiht wurde,
durfte Schlossermeister Hermann Stalder das „Schüsterken"
erstmalig zum Spucken bringen. Nach den Plänen von Direktor
Alfred Lewens von den Stadtwerken Kleve hatte der heute 93-Jährige
den Spuckmechanismus des Klever Wahrzeichens installiert.
Die
Einweihung
Bei
der Einweihung meinte es Beltermann besonders gut: Mit einem
hohen Bogen spuckte das Schüsterken viele Ehrengäste und
Zuschauer nass. Hermann Stalder hatte sich den Spaß erlaubt,
den Wasserhahn ganz weit aufzudrehen. Mit humorvollen Worten in
Klever Mundart hatte zuvor Werkmeister Gerd Jansen von der Firma
Gustav Hoffmann die Enthüllung „Beltermanns"
vorgenommen. Er trug dabei ein vom Heimatdichter Karl Groenewald
verfasstes Gedicht vor: „Now ston ek an de nejje Bröck, et
Schüsterke van Kleev".
Nicht
nur die Klever Schüsterkes feierten ein Volksfest, die ganze
Bevölkerung nahm regen Anteil an der Aufstellung des Brunnens.
An der Lindenallee formierte sich bereits zuvor der Zug mit der
Hoffmann-Werkskapelle und den Schüsterkes in
„Amtstracht". Hunderte Menschen: hatten sich an der
Herzogbrücke eingefunden, als Gerd Jansen, der bei den Klever
Schwanenfunkern „Beltermann" darstellte, die Taufrede
hielt. Die Aufstellung des Brunnens sei symbolisch für den
Willen der gesamten Bevölkerung, dass Kleve wieder das werde,
was es früher gewesen sei. Nachdem Jonny Jansen und Karl
Liffers das Schüsterkenlied
von Willy Richrath vorgetragen hatten, wandte sich Bürgermeister
Kock an die Klever. Kleves Visitenkarte an der Herzogbrücke, im
Schatten der historischen Schwanenburg, habe durch den Schüsterkenbrunnen
eine eigene Prägung erhalten.
Sein
Vorbild
Der
Bürgermeister gedachte des verstorbenen Bildhauers Jupp Brüx
nach dessen Vorbild Walter Brüx den „Beltermann"
geschaffen hatte. Ein Lied des Werkschores der Firma Pannier,
die Taufe des Brunnens mit Sekt und das
Klever Lied beendeten
die Feier, gefolgt von einem Frühschoppen im Hotel „König
von Preußen" und Hotel Verweyen. „Beltermann" steht
nun schon 50 Jahre an der Herzogbrücke und „spuckt" den
Besuchern Kleves einen feucht-fröhlichen: Gruß originell
entgegen, denn: „Ohne Schüsterkes kann Kleev niet läwe!"
Beltermann
Vor
50 Jahren erklärte ein Kellener Bürger, dass der spuckende
Beltermann eine Richtung einnehme, die ihn veranlassen werde,
jetzt auf der Emmericher Straße einen Quaker mit voller
Breitseite nach Kleve aufzustellen. Sein Klever Freund
allerdings versprach sich nicht sehr viel davon, da Quaker und
Beltermann den gleichen Tropfen lieben und die Liebe immer das
Verbindende sei. Außerdem habe man ja Vorsorge getroffen, da
durch die neue Rampenbrücke die Ausgangsbasis für die Luftbrücke
Kellen - Kleve gegeben sei. Beltermann könne so jederzeit dem
Quaker und der Quaker Tag und Nacht Beltermann einen Besuch
abstatten.
stal |