Daran
änderte auch Kanzleramtsminister Ronald Pofalla nichts, der
gleich zu Beginn der Veranstaltung klar stellte: „Die B 9 neu
wird es nicht geben." Pofalla weiter: „Wenn diese Straße
gebaut würde, würde gegen europäisches Recht verstoßen. Der
Bau der B 9 neu ist absolut unrealistisch". Kleves
Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer formulierte es so: „Der
Entwicklungsfokus für die B 9 neu geht ins Unendliche. Die
Straße kommt nie." Und Bürgermeister Theo Brauer sagte: „Bis
die B 9 kommt, sind wir alle schon drei Mal skelettiert."
CDU-Mitglied „Bobbel" Jansen dagegen nannte die B 9 neu die
(im Vergleich zur Querspange) „wichtigere Straße". Theo
Kehren sagte: „Die B 9 neu ist nicht gestorben."
Das
eigentliche Thema, die Querspange" wurde wenig kontrovers
diskutiert. Der CDU-Landtagsabgeordnete Manfred Palmen forderte:
„Die Querspange muss kommen". Sie bringe eine „Qualitätsverbesserung
für das Bodendenkmal historische Gartenanlagen". Sowohl
Jürgen Rauer, Theo Brauer als auch Wirtschaftsförderer Rudolf
Röhrl sprachen sich für die 1,5 Kilometer lange und drei
Millionen Euro teure Umgehungsstraße, deren Bau von Straßen NRW
getragen wird, aus. Brauer: „Diese Straße ist ein Geschenk, das
wir annehmen sollten. Sie kostet uns keinen Cent." Einzig
Alwine Strohmenger-Pickmann, 1. Vorsitzende des Klevischen Vereins
für Kultur und Geschichte, stellte einige kritische Fragen zur
Querspange. Sie sei skeptisch, ob die Tiergartenstraße
tatsächlich verkehrsberuhigt werden könne. Strohmenger-Pickmann:
„Die Wasserburgallee wird ja auch nicht gemieden, weil dort
Tempo 30 gilt." Außerdem sei es noch lange nicht erwiesen,
dass sich der Verkehr in Donsbrüggen teilt.