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KLEVE
Die alte Planung, eine Bundesstraße zwischen Tennisschläger und
Rheinbrücke durch die Düffel zu bauen, hat keine Chance. „Es
ist falsch, jetzt noch die Querspange in Konkurrenz zur B 9 durch
die Düffel zu setzen, da wird eher der Tennisschläger
zurückgebaut, als dass noch ein Spatenstich in der Düffel
getätigt wird", sagt Karl-Heinz Burmeister vom BUND. Das
werde Brüssel keinesfalls zulassen. Als Alternative habe die von
der SPD-Bundestagsabgeordneten Barbara Hendricks vorgeschlagene
Straßenführung hinter Nütterden und Donsbrüggen neben der
alten Bahntrasse um Gnadenthal herum und dann durch Rindern auf
die Landwehr zur Diskussion gestanden, so der Klever
BUND-Vorsitzende. Dafür fanden die Experten des Landesbetriebs
Straßen allerdings keinen gangbaren Weg, wie sie auf einer der
ungezählten Versammlungen zur Straßenplanung rund um die
Querspange referierten. Burmeister: „Wichtig ist, dass die
Eichenallee dabei erhalten bleibt, weil die Spange daneben
läuft." Man werde künftig - mit oder ohne Spange - diese
Allee auch besser sehen können, weil das Pappelwäldchen an der
Mündung auf die B 9 vom Forst als schlagreif angesehen wird.
Die
Querspange gebe es übrigens schon seit der Planung des Klever Rings
- damals noch zur Anbindung der Nordtangente, so der
BUND-Vorsitzende. Jetzt diene sie als Anbindung an die geplante
Osttangente (Umgehung Kellen). „Übrigens wird auch die Kalkarer
Straße (B57) eine Spange zur Osttangente bekommen müssen",
schreibt Burmeister. Denn die Stadt habe mit dem Rückbau der
Rampenbrücke, der Minoritenstraße und dem Bau der Kreisverkehre
den Verkehr dort zwar deutlich verlangsamt, doch führten die
Haupteinfallstraße B 9, B57 Und B220 immer noch mitten ins
Zentrum. Das Problem: Die Lkw werden weiter in die City, anstatt
um diese herum geleitet. „Jetzt geht es darum, das
Bundesstraßennetz der Unterstadt mit Tangenten zum Ring flüssig
zu machen und entweder für Umgehung oder für Zubringung zu
sorgen. Die Innenstadt wird davon entlastet und profitieren",
schreibt Burmeister. Zusätzlich müsse rechtzeitig vor der Stadt
auf vorhandene Wege zur Oberstadt verwiesen werden (Burmeister
verweist hier auf die parallel zur Tiergartenstraße führende
Nimweger Straße). Die Diskussion mit den Denkmalämtern sei in
Sachen Spange längst im Gange - es gehe schließlich um die
Abwägung der Umweltverträglichkeit gegenüber dem Eingriff in
den historischen Park, so Burmeister. Herr des Verfahrens und
letzter Entscheidungsträger sei im Übrigen der Landesbetrieb
Straßen.
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