Kleve
(RP) Der Klevische Verein für Kultur und
Geschichte/Freunde der Schwanenburg wendet sich in einer
Pressemitteilung gegen die geplante Spange von der B9 zur
Eichenallee. Der Verein zweifelt die Verkehrshochrechnungen an.
Der
Klevische Verein zweifelt die Hochrechnungen des Landesbetriebs
Straßen.NRW zu den Veränderungen des Verkehrsaufkommens nach
Bau der geplanten Spange zwischen B9 und Landwehr entlang der
Eichenallee an. Alwine Strohmenger-Pickmann, die Vorsitzende des
Vereins: "Der größte Teil der ortskundigen Autofahrer aus
Nimwegen, Kranenburg, Nütterden und Donsbrüggen wird weiterhin
die Tiergartenstraße benutzen, um in die Stadt zu kommen".
Das werde auch von der Klever Geschäftsleuten so gewünscht.
"Die mit 50 Prozent angenommene Entlastung des
Kraftfahrzeugsaufkommens auf der Tiergartenstraße erscheint
erheblich zu hoch gegriffen", behauptet
Strohmenger-Pickmann.
Die
Prognosen
Die
Prognosen, so Strohmenger-Pickmann, würden nicht die Vorhaben
der Provinz Gelderland berücksichtigen, bis 2016 die Autobahn
15 von Bemmel nach Zevenaar auf die A 12 zu ziehen (auch wenn
der Klevische von "A 25" und "A 21"
spricht). In dieser Frage waren die Vertreter des Landesbetriebs
Straßen.NRW schlecht vorbereitet: ob und wie der Verkehr von
den Niederlanden über Landstraße nach Deutschland fließt, ob
und wie viele "Mautpreller" tatsächlich täglich
durch Donsbrüggen und Nütterden rauschen, um die Strecke abzukürzen,
dazu gab's von Heinz-Gerd Biewald und Antonia Horstmann vom
Landesbetrieb keine Antworten.
Die
kann frühestens eine für Sommer 2010 angekündigte Verkehrszählung
ergeben. Denn gerade der Schwerlast-Verkehr aus NL macht Donsbrüggern
und Nütterdenern Sorgen. Belegt die Erhebung einen erheblichen,
unzumutbaren Schwerlastverkehr durch die Dörfer zwischen
Niederlande und A3, wie immer wieder angeführt wurde, müssen
die beteiligten Behörden eingreifen. Angeregt aus der Bürgerschaft
wurde eine Sperrung für Schwerlastzüge, was selbst für
Bundesstraßen möglich ist, so Biewald.
Zum
einen sehe der Klevische Verein also keinen Sinn in der Straße,
zum anderen würden die Gartenanlagen im Bereich der Eichenallee
(hier wird die Straße parallel durch die Felder gebaut) die
Gartenanlagen zerstören. "Die internationale Bedeutung
unserer Stadt basiert auf ihrem kulturhistorischen Erbe und den
Gartenanlagen", schreibt Pickmann. Hier führt allerdings
Kleves Technischer Beigeordneter Rauer an, dass man abwägen müsse:
Die Gartenanlagen im Bereich Amphitheater und Museum werden
entlastet, der Bereich an der Eichenallee belastet. "Man
muss jetzt entscheiden, was wichtiger ist", sagt Rauer.
Und
was sagt das Museum? Direktor Drs. de Werd will sich kundig
machen. Aber: "Ohne über die spezifische Problematik der
Spange zu urteilen, begrüße ich eine Beruhigung der
Tiergartenstraße. Das wäre ein großer Gewinn für den Park.
Aber ich bin gegen eine Stilllegung der Straße. Sie muss
weiterhin befahrbar sein, vielleicht vergleichbar mit der
Wasserburgallee".