NRZ, 18.09.2010

Ein strittiges Thema"

Business-Frühstück: Unternehmer diskutierten Querspange. Stadt plant Lärmschutz für Rindern und Donsbrüggen.

Claudia Gronewald

In Höhe der Eichenallee soll die neue Trasse verlaufen. 

Foto: Holzbach

Kleve. Der Bau einer Trasse im Bereich nördlich der Tiergartenstraße zwischen Rindern und Donsbrüggen (Stichwort Querspange) war Thema beim Business-Frühstück, zu dem die Wirtschaftsförderungsgesellschaft ins TZK eingeladen hatte. Die Vorteile, Verbesserungen und Probleme sowie die Belastungen für die Anwohner standen gestern im Mittelpunkt der mit 154 Teilnehmern überaus gut besuchten Veranstaltung.

„Die Straße ist ein strittiges Thema", befand Jürgen Rauer, technischer Beigeordneter der Stadt Kleve, gleich zu Beginn. In der Vergangenheit hatten sich sowohl Rinderner als auch Donsbrügger dagegen ausgesprochen.

Zum Hintergrund: die von der Stadt geplante Querspange soll zur Entlastung des Bereichs Tiergartenstraße (B 9) / Gruftstraße beitragen. Verlaufen wird die Trasse parallel zur B 9 von der Eichenallee Höhe Schloss Gnadenthal in Richtung K 3 / Landwehr. Derzeit, so Rauer passierten cirka 12000 Fahrzeuge diese Kreuzung. Für 2020 geht man von mehr als 13000 aus. Die B 9, so Rauer, sei ein wichtiger Zubringer in die Stadt. Durch die Verteilung des Verkehrs auf die Trasse hofft die Stadt auf eine Halbierung des Fahrzeugaufkommens am Knotenpunkt Gruftstraße. „Die Trasse", ist Rauer überzeugt, „bringt mit ihrer zielgerichteten Verteilung am Hotel Cleve einen infrastrukturellen Vorteil." Zur Entlastung der Anwohner im Bereich Havik in Rindern sind Lärmschutzmaßnahmen geplant. Auch für Donsbrüggen kündigte Rauer Entsprechendes an, ohne allerdings konkret zu werden. Für das kommende Frühjahr will er die Pläne dem Rat vorlegen, fertiggestellt werden könnte die Straße dann 2012. In der anschließenden, sachlichen Diskussion gab es viel Zuspruch für die Querspange, aber auch skeptische Stimmen. So wurde befürchtet, dass nach dem Bau der Trasse „weiter nichts passiert". Gemeint war die seit Jahrzehnten diskutierte B 9 neu, vorbei an Donsbrüggen und Nütterden. Die Tangente bränge nicht das, was eine B 9 neu bringen würde. „Die B 9 neu wäre wünschenswert, aber nicht realistisch", befand Bürgermeister Theo Brauer. Gespräche mit Kranenburg zu einer Entlastung der beiden Dörfer durch eine Verkehrsführung über die Römerstraße in die Oberstadt regte Karl-Heinz Burmeister an.

zuletzt bearbeit am 18.09.2010