Die Informationen bauen auf den Artikel von Dieter Kastner, Kleve 1984, auf. Ergänzungen sind größtenteils durch die Recherche im Internet erfolgt. Dabei führt bereits die unterschiedliche Zählweise in der Reihenfolge der Grafen zu Problemen in der vorliegenden Datensammlung.

Die zum Teil wiedergegebenen Illustrationen Klever Grafen entstammen dem Stam - Buch der hochgebornen und beruhmten Grafen und durchleuchtigen Hertzogen von Cleve, Arnhem 1677, Nr. 19 (Nachdruck: Buchhandlung H. Fingerhut vorm. F. Char, Kleve 1978). Von einer realistischen Wiedergabe kann nicht ausgegangen werden. Auch ist eine eindeutige Zuordnung nicht möglich. Die Zeichnungen haben daher lediglich einen dekorativen Charakter.

Bitte teilen Sie mir Fehler und Ergänzungen per eMail an Rainer.Hoymann@heimat-kleve.de mit. Vielen Dank!

Klever Grafen

Dietrich V. (III.)

Stam - Buch der hochgebornen und beruhmten Grafen und durchleuchtigen Hertzogen von Cleve, Arnhem 1677, Nr. 19 (Nachdruck:Buchhandlung H. Fingerhut vorm. F. Char, Kleve 1978)

Vater:

Dietrich IV. (II.)

Mutter:

Adelheid von Sulzbach

geboren:

 

gestorben:

1200

Titel

Graf von Kleve

von - bis:

1173 - 1200 zeitweilig vertreten durch den Bruder Arnold (II.)

verheiratet mit:

Margaretha von Holland (* um 1164 - *3 Nov 1203)

von - bis:

1182 

Kinder:

Dietrich VI.

Quelle(n):

Dieter Kastner: "Die Grafen von Kleve und die Entstehung ihres Territoriums vom 11. bis 14. Jahrhundert" in "Land im Mittelpunkt der Mächte ....", Kleve 1984, S. 52 ff.

Weitere Quellen ergeben sich durch die eingearbeiteten (externen) Links.

Bemerkungen:

Dietrich V. (III.) vertieft die Bande zu den Grafen von Holland. Er vermählt sich mit Margaretha von Holland, Tochter von Floris III. Graf von Holland und Ada Prinzessin von Schottland. Der Graf von Holland seinerseits nimmt eine Schwester Dietrichs V. (III.) zur Frau.

Dietrich führt mehrere Fehden gegen den geldrischen Nachbarn.

Von Mai 1189 bis 1192 steht er Kaiser Barbarossa während des 3. Kreuzzuges im Heiligen Land zur Seite. 1198 soll er bei der Gründung des Deutschen Ritterordens in Akkon beteiligt gewesen sein. Während seiner Abwesenheit regiert der jüngere Bruder Arnold (II.) die Grafschaft.

Ende des 12. Jahrhunderts erlebt der Klever Hof eine Blütezeit. Kunst und Minnesang werden gepflegt. Heinrich von Veldeke ist während der Hochzeit einer Schwester des Grafen mit dem Landgrafen von Thüringen Gast auf der Schwanenburg. Die Klever Gräfin liest dort sein Manuskript der noch unvollendeten Eneide.

"Gegen Ende des 12. Jahrhunderts wird auch ein Lehnshof der Klever Grafen deutlich erkennbar. Sowohl im Rechtsrheinischen wie im Linksrheinischen gab es eine Reihe von Vasallen und Ministerialen, die im Dienste des Klevers standen. Auch die Hofämter des Marschalls, Kämmerers, Schenks, Küchenmeisters und vor allem des 1162 erstmals erwähnten Truchsessen (Drosten) bestehen bereits vor 1200.

Die gräfliche Burg Monterberg (bei Kalkar) gewinnt neben der von Kleve wachsende Bedeutung.

Hinweise auf Urbarmachung und Trockenlegung von Land gibt es schon für das 12. Jahrhundert. Wichtiger aber mag sein, dass die vielen Rheinlaufveränderungen neben Landverlusten auch Neulandbildungen mit sich brachten. Dieses Neuland nahm der Graf von Kleve regelmäßig an sich. So kommt es, dass wir den Klever zwischen Orsoy und Arnheim fast überall im Besitz von Rheininsel finden. Eigenkirchen und zahlreiche Höfe des Grafen in diesem Gebiet zeigen, dass er im Laufe des 12. Jahrhunderts seinen Allodialbesitz (d. h. "Eigenbesitz") offenbar vermehren konnte. 1167 kaufe er von der Abtei St. Vaast (bei Arras) deren Fernbesitz bei Ressen und Wolferen in der Oberbetuwe." (Dieter Kastner, Kleve 1984)

zuletzt bearbeit am 01.11.2004