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Bemerkungen:
Dietrich
V. (III.) vertieft die Bande zu den Grafen von Holland. Er
vermählt sich mit Margaretha
von Holland, Tochter von Floris
III. Graf von Holland
und Ada
Prinzessin von Schottland.
Der Graf von Holland seinerseits nimmt eine Schwester
Dietrichs V.
(III.) zur Frau.
Dietrich
führt mehrere Fehden gegen den geldrischen Nachbarn.
Von Mai
1189 bis 1192 steht er Kaiser
Barbarossa
während des 3.
Kreuzzuges im
Heiligen Land zur Seite. 1198 soll er bei der Gründung
des Deutschen
Ritterordens in
Akkon beteiligt gewesen sein. Während seiner Abwesenheit
regiert der jüngere Bruder Arnold (II.) die Grafschaft.
Ende des
12. Jahrhunderts erlebt der Klever Hof eine Blütezeit.
Kunst und Minnesang
werden gepflegt. Heinrich
von Veldeke ist
während der Hochzeit einer Schwester
des Grafen mit
dem Landgrafen von Thüringen Gast auf der Schwanenburg.
Die Klever Gräfin liest dort sein Manuskript der noch
unvollendeten Eneide.
"Gegen
Ende des 12. Jahrhunderts wird auch ein Lehnshof der
Klever Grafen deutlich erkennbar. Sowohl im
Rechtsrheinischen wie im Linksrheinischen gab es eine
Reihe von Vasallen und Ministerialen, die im Dienste des
Klevers standen. Auch die Hofämter
des Marschalls, Kämmerers, Schenks, Küchenmeisters und
vor allem des 1162 erstmals erwähnten Truchsessen
(Drosten) bestehen bereits vor 1200.
Die
gräfliche Burg Monterberg (bei Kalkar) gewinnt neben der
von Kleve wachsende Bedeutung.
Hinweise
auf Urbarmachung und Trockenlegung von Land gibt es schon
für das 12. Jahrhundert. Wichtiger aber mag sein, dass
die vielen Rheinlaufveränderungen neben Landverlusten
auch Neulandbildungen mit sich brachten. Dieses Neuland
nahm der Graf von Kleve regelmäßig an sich. So kommt es,
dass wir den Klever zwischen Orsoy und Arnheim fast
überall im Besitz von Rheininsel finden. Eigenkirchen und
zahlreiche Höfe des Grafen in diesem Gebiet zeigen, dass
er im Laufe des 12. Jahrhunderts seinen Allodialbesitz (d.
h. "Eigenbesitz") offenbar vermehren konnte.
1167 kaufe er von der Abtei St. Vaast (bei Arras) deren
Fernbesitz bei Ressen und Wolferen in der Oberbetuwe."
(Dieter Kastner, Kleve 1984)
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