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Bemerkungen:
In den
Klosterrather Annalen (Annales Rodenses) wird erwähnt,
dass aus Flandern zwei Brüder, von den dortigen Fürsten
ihrer Herrschaft beraubt und vertrieben, sich in den
Schutz des Kaisers Heinrich
II. (?) begeben haben.
Dieser
siedelt die Brüder am Niederrhein an. Der Flamenses (Flaminge),
Gerhard,
hat Wassenberg erhalten, der andere, Rutger, Kleve. Damit
wird Gerhard zum Stammvater der Grafen von Geldern und
Rutger zum Stammvater der Grafen von Kleve.
Rutger
und Gerhard füllen
ein Machtvakuum
aus, dass nach dem Tod der verfeindeten Grafen Wichmann
(+1016) und Balderich
(+1021)
entstanden ist. Sie werden wahrscheinlich mit Besitz und
Rechten in den alten Grafschaften des Hamalandes und des
Hattuariergaues (Karte)
ausgestattet.
Der Kern
von Rutgers Grafschaft bildet Kleve und die direkte
Umgebung: Kalkar, Monreberg und die Klöster zu Wissen,
Zyfflich, Bedburg und Xanten. Auch wird er mit Gütern in
der Betuwe belehnt, den Liemers und er bekommt den Rheinzoll
in Kellen und Hüssen (heute Huissen in den Niederlanden) (Quelle).
Zur
Sicherung des Reichswaldkomplexes erbaut Rutger oder einer
seiner Nachfolger noch im 11. Jahrhundert die Burg Kleve.
1092 besteht die Burg bereits, da sich in diesem Jahr ein
Graf erstmals nach ihr benennt. |