Bildnis des Malers B. C. Koekkoek, Lithographie nach Charles Baugniet, 1839 (Ausschnitt)

Koekkoek - Platz

Aufnahmen vom 13. Mai 2006 

und 

Presseberichte (Grenzland Post & NRZ vom 13. Mai 2006) anlässlich der offiziellen Freigabe des Platzes am Freitag, den 12. Mai 2006

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Aufnahme von 1982 - Der Koekkoek - Platz am Ende der Kavarinerstraße ist eine Parkfläche für Autos.

© Karola Koenen, Borselstege 1, Kleve

 

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Blick vom Minoritenplatz auf den neuen Koekkoek - Platz: (v. l. n. r.) Rathaus, Haus van Rossum (jetzt: Turmcafe), Museum Haus Koekkoek. Der Wasserlauf symbolisiert den Wallgraben; die mittelalterliche Stadtgrenze Richtung Westen. In sanften Stufen steigt das Gelände an.
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Die Büste des Malerfürsten von Johann Nicolas van Gelder, 1844. Im Hintergrund die Sitzterrasse des Turmcafes. Museum Haus Koekkoek
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Links das Möbelgeschäft Rexing; der Platz führt ins Herz der Stadt.   Die Kavarinerstraße.
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Das Haus van Rossum; jetzt: Turmcafe. Blick in Richtung Minoritenplatz und Spoykanal. Der Bürgermeister Theo Brauer gratuliert der NRZ zum 60. Geburtstag. Der Koekkoek-Platz soll durch Veranstaltungen zusätzlich belebt werden.

Grenzland Post vom 13. Mai 2006

Rotes Tuch für den Maler

Gestern wurde der Koekkoek - Platz offiziell freigegeben, füllten sich die Wasserbecken. Zugleich wurde eine vom Freundeskreis gestiftete Büste des berühmten Malers und Namensgebers des Platzes vor dem Künstlerhaus enthüllt.

INFO Koekkoek-Platz

Die Wasseranlage besteht aus zwei Kreisläufen, die aus einem Wasserspeicher (ca. 27,5 Kubikmeter Volumen) am Ende des unteren Wasserlauf mit Tauchpumpen betrieben werden.

Als Naturstein des Platzes wurden Basalt, Granit und Hornblendegneis verwandt, so die Stadt gestern. Insgesamt liegen dort 420 Tonnen.

Bänke, Papierkörbe und Fahrradständer sind bestellt.

Koekkoek-Platz eröffnet: Theo Brauer, Ulrike Sack, Drs. Guido de Werd und Herrmann von Ameln (v. l.)

VON MATTHIAS GRASS

KLEVE Applaus brandete auf, als das Wasser kam: Die flachen Becken füllten sich, die Fontänen spritzen und „Tonstörung" sang, die Sonne lachte und schickte bestes Platz-Wetter hinunter an den Rand der Klever City, dort, wo im Mittelalter die Mauer die Stadt beendete.

Der Koekkoek-Platz war offiziell eröffnet und das Denkmal des Namengebers vom roten Tuch befreit: Ulrike Sack als Vorsitzende des Freundeskreises Museum Kurhaus/Koekkoek Haus, der Honorarkonsul der Niederlande Hermann von Ameln, Museumsdirektor Drs. Guido de Werd und nicht zuletzt Kleves Bürgermeister Theo Brauer zogen jeder an einem Gipfel und die Büste stand (mitten im Platz, ziemlich nah am Haus) frei: Zwar fehlen noch die goldenen Lettern „B.C. Koekkoek", aber die vom Freundeskreis gestiftete Büste passt famos zu Platz und Namen. Doch Brauer schaltete nicht nur die Fontänen ein: Weiße Tauben starteten zum Flug gen „Koekkoek-Platz 1". So scheint die Adresse des Künstlerhauses wohl bald zu lauten...

Der Workshop

Gerade Brauer hatte sich in seiner Rede darüber gefreut, das Wasser in die Stadt zu bekommen: „Damit muss man in Kleve wuchern!" Er blickte auch zurück auf die Geschichte des Platzes, der 2001 aus einem Workshop heraus entstand, erinnerte an die vor allem in der Stadtverwaltung entstandene Planung. Hier galt Brauers Dank Pasqual van Koeverden (damals Finke), die den Platz nach den Vorgaben des Workshops zeichnete. „Hier auf dem Platz, der auch das Entree unserer Stadt ist, kann man seine Seele baumeln lassen - wir haben hier den richtigen Schritt vollzogen", freute sich Brauer.

Museumsdirektor de Werd blickte zurück auf den Namengeber des Platzes, Barend Cornelis Koekkoek, dessen Büste jetzt zum i-Tüpfelchen des Platzes werde. Er verwies darauf, dass ein Platz zunächst aus dem Himmel über dem Pflaster und dann vor allem aus der Bebauung um den Platz herum bestehe. Hier sei Haus Koekkoek das bestimmende Gebäude, das nach der Burg und den Kirchen wichtigste Baudenkmal der Stadt, 1846 errichtet. Von dem Mann, dessen Büste jetzt den Platz ziere und auf die der Klever Bürgermeister 1843 so stolz war, dass er die Büste im Rathaus präsentierte. Schon damals hatte der Zar Agenten geschickt, um Koekkoeks-Bilder kaufen zu lassen. „Schon damals war die Stadt stolz auf Koekkoek", so de Werd. Jetzt heiße der Platz, der „ein Gewinn für die Stadt sei", nach ihm. Honorarkonsul von Ameln erinnerte daran, das Haus Koekkoek ein unvergleichliches deutsch-niederländisches Denkmal sei. Er sei überzeugt, dass es auch keine Probleme mit der Aussprache des Namens gebe - immerhin würden die Niederländer auch Goethe und nicht Chuute sagen...

Pressebericht der NRZ vom 13. Mai 2006

zuletzt bearbeit am 31.05.2007