Kleve
(RPO) Das B.C.Koekkoek-Haus
ist das schönste Wohnhaus des 19. Jahrhunderts am Niederrhein.
Ein Attribut, das dem Künstlerpalais in der Klever City immer
wieder attestiert wird.
Das
soll auch so bleiben, konstatierte jetzt Ulrike Sack,
Vorsitzende des Vorstands der Koekkoek-Stiftung. Hier sieht man
die Bedeutung des Museums nämlich in Gefahr. „Wir müssen den
historischen Charakter der Koekkoek-Stege wahren”, mahnte
Ulrike Sack die Stadt eindringlich.
An
der Gaststätte Kronprinz seien bereits einige Fenster
eingeworfen und mit Brettern vernagelt unmittelbar neben
einem der wichtigsten Denkmäler der Stadt. Dabei sollte man
dieses Haus nicht abreißen, so Sack weiter, sondern das
Erdgeschoss in seinen Originalzustand zurückversetzen. Denn:
„Das Ensemble der Häuser links und rechts des
B.C.Koekkoek-Hauses bis Rexing ist eine der wenigen erhaltenen
Straßenzüge Kleves”.
Diese
zu wahren sollte ganz oben auf einer möglichen Schutz-Agenda
der Stadt Kleve stehen. „Es wäre eine Reihe mit Haus Koekkoek
als Höhepunkt und einem wunderbaren Abschluss mit Haus
Rexing”, unterstrich Sack. Auch Museumsdirektor de Werd
betonte, die Zeile sei erhaltenswert. Schließlich habe sie
schon ihr Gegenüberverloren. Einst habe sich hier die Enge der
Kavarinerstraße in die Tiergartenstraße und noch weiter in den
Park hinein geöffnet, seien dann die Sichachsen klar ausrichtet
worden, so wie Moritz von Nassau eben Stadtplanung betrieben
habe. Auch er mahnte eindringlich: „Denkmäler sind wie
Kunstwerke wehrlos”.
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