Grenzland Post vom 22.01.2010

Hochschule: Ein großer Auftritt

Die RP stellt exklusiv das neue Hörsaal-Gebäude in Kleve vor. Das Campus-Forum wird mit 20 Metern Höhe und 40 mal 40 Metern Kantenlänge das herausragende Gebäude am Hafen. Das Audimax soll 500 Menschen fassen.

VON MATTHIAS GRASS

INFO

Fassaden und Böden

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Das „Campus-Forum" ist der größte Bau der Hochschule - diese Süd-Ansicht wendet sich der Stadt zu. Links in dem nur scheinbar quadratischen Bau hinter den Sonnenschutzelementen die zurückgesetzte Glaswand des hohen Foyers, daneben die große Freitreppe, die in Richtung Kermisdal führt. RP-Repro: Eve

Auch die Fassade des größten Hochschulgebäudes ist mit „Glattblech - Aluminiumpaneelen" verkleidet. Die sollen in drei bis vier Farbtönen beschichtet sein - von Weiß bis Dunkelgrau. Vor den Fensterelementen sind die Bleche durchbrochen, teils sollen sie eine Musterprägung erhalten. Dazu kommen die Schriftzüge der Hochschule oben am Gebäude und im Sockelgeschoss „Campus Forum".

Der Sockel soll mit Faserzementplatten oder Naturstein Basaltite verkleidet werden. (Letztere täten dem Bau bestimmt besser). Die Foyer-Böden sind ebenfalls in Basaltite - Ausführung geplant.

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© Rainer Hoymann, 22.01.2010

KLEVE Die Dimensionen des neuen Hörsaal-Gebäudes der Hochschule Rhein-Waal setzen Maßstäbe: Mit einer lichten Höhe von rund 20 Metern und einer Kantenlänge von rund 40 mal 40 Metern ist das „Campus-Forum" das herausragende Gebäude der Hochschule im Hafen. Sieben Hörsäle, darin das über 500 Personen fassende Audimax, und mehrere Seminarräume fasst der Bau. Es gibt ein repräsentatives, imposantes Foyer offen über die komplette Gebäudehöhe mit einer über vier Geschosse reichenden Glaswand. Dazu eine Cafeteria im Erdgeschoss und die Technik-Zentrale auf. dem Dach, reichlich Lagerraum und eine Energie-Zentrale im Erdgeschoss. Das Audimax, der größte Hörsaal, hat eine lichte Höhe von fast 16 Metern und einen Bühnenraum.

Der Kubus

Was sich äußerlich auf den ersten Blick wie ein schlichter Kubus präsentiert, ist tatsächlich nach den Bauantragszeichnungen ein raffiniert geschnittener, spannender Bau, der dem nur unwesentlich höheren, historischen Speicher mit der Bibliothek einen klar modernen Akzent entgegensetzt. Zusammen mit dem schlanken Speicher wird der mächtige Bau das Erscheinungsbild der Hochschule bestimmen. Vor allem wenn man städtischerseits Richtung Hochschule schaut, fällt der Blick über die Hochschul-Verwaltung und an den Bauten des Fachbereichs Gesellschaft und Ökonomie vorbei auf das „Campus Forum", unter dessen Dachkante Logo und Schriftzug der Hochschule prangen.

Während alle anderen Bauten in Reih' und Glied aufgestellt und mit gläsernen Gängen verbunden sind, schert der große Hörsaalbau aus der Formation aus. Lediglich das Sockelgeschoss nimmt die Linie der anderen Bauten und des Kermisdals auf. Der Kubus ab dem zweiten Obergeschoss steht dagegen senkrecht zu einer Linie Richtung Briener Straße. Der Sockel ist noch größer dimensioniert und bietet so eine schöne Terrasse mit Blick Richtung Opschlag und auf die Hochschule. Eine große Freitreppe führt hinauf zu dieser Terrasse, auf die auch der zweiten großen Eingang des Gebäudes mündet.

Der Haupteingang liegt im vier Meter hohen Erdgeschoss neben dieser Freitreppe und führt ins Foyer und an die Cafeteria. Über eine große Treppe gelangt man nach oben. „Die Säle werden in jedem Geschoss über ein großzügiges und entsprechend der zu erwartenden Besucherzahlen ausgelegtes Foyer erschlossen. Offene Treppen und geschlossene Treppenhäuser sowie zwei Aufzüge erreichen alle Ebenen", sagt Dierk Schafmeyer, Dipl. Ing. Architekt und beim Hamburger npstv-Büro federführend mit dem Bau befasst.

Das gläserne Foyer

Das gläserne Foyer springt schick über die gesamte Gebäudehöhe schräg zurück. So entstehen tiefe Einschnitte in der scheinbar quadratischen Fassade, die den Bau spannend machen, ihn „aufbrechen". Die vom Dach abgehängte Alufassade des Baus liegt als Sonnen- und Wetterschutz vor diesem Einschnitt, schützt vor Überhitzung. Sie hebt sich deutlich von diesem Einschnitt ab und hält die quadratische Form des gesamten Gebäudes bei.

zuletzt bearbeit am 22.01.2010