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NRZ
von Donnerstag, 23.10.2008
Kleefse
Schüsterkes museumsreif
HEIMATGESCHICHTE.
Frisch gegründeter Verein will seine Exponate bald in der
ehemaligen Elefanten-Schuhfabrik ausstellen.
JOHANNES
KRUCK
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EXPONATE
GESUCHT |
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Der
noch junge Verein Kleefse Schüsterkes sucht für sein
zurzeit entstehendes Museum einerseits noch Exponate,
andererseits Leute, die etwas über die Geschichte der
Klever Schuhindustrie erzählen können. Kontakt: Theo
Knips (Tel. 02821/450043). |
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KLEVE.
Der erste Schritt wurde gestern notariell besiegelt, der zweite
könnte Anfang nächsten Jahres gemacht werden: Nachdem der Verein
Kleefse Schüsterkes offiziell ins Leben gerufen wurde, machen
sich die 14 Gründungsmitglieder nun an die Arbeit, ein
Schüsterkes-Museum in der ehemaligen Elefanten-Schuhfarik
einzurichten. „Wir wollen damit die Geschichte und Entwicklung
der Klever Schuhindustrie dokumentieren und für jeden zugänglich
machen", erläutert Vorsitzender Theo Knips das
Vereinsanliegen.
„Ohne
Schüsterkes kan kleef niet leeve", heißt es auf einer alten
Kachel, die neben einem Vierfuß, mehreren Schuh-Nähmaschinen und
diversen Schuh-Raritäten einen kleinen Vorgeschmack darstellt,
mit dem der neue Verein in einem leerstehendem Ladenlokal an der
Hagschen Straße 49 auf sich aufmerksam macht.
Als
„Lottogewinn" bezeichnet es Vorstandmitglied Norbert
Leenders, dass die Kleefse Schüsterkes die Räume auf zwei Etagen
in dem ehemaligen Elefantengebäude als Museum nutzen dürfen.
Leenders ist einer der letzten echten Schuhfabrikanten der
Schwanenstadt. „Ich gehöre also auch schon bald in das
Museum", scherzte der 60-jährige gelernte Schuhfertiger, der
in jedem Jahr bis zu 1200
Karnevals-Stiefel fertigt. Er berichtet von 30 bis 35
Schuhfabriken, die es im Laufe der Zeit in Kleve gegeben habe.
Neben Elefanten und Bause nannte Leenders als bekannte
Schuhfabriken Pannier, Ott & Sohn, Rochmann, Kugelboom, van
Ackern & Derks, Böhmer, Terbyten, Lindermanns und Heiermann.
Das
entstehende Museum am EOC soll aber nicht nur Exponate der
Schuhindustrie zeige: „Wir wollen ein lebendiges Museum sein,
das auch für Schulklassen von Interesse ist", berichtet Theo
Kips. „Viele Klever Kinder wissen schon gar nicht mehr, warum am
Kermisdahl ein Schüsterken steht und spuckt", verdeutlicht
Leenders
die
Wichtigkeit der Klever Heimatgeschichte. Währenddessen sammelt er
bereits fleißig Raritäten. Rund ein Dutzend teils historische
Maschinen habe er bereits zusammen. „Ein Fußmessgerät aus den
20-er Jahren der Firma Elefanten haben wir an der Ostsee entdeckt
- es wurde uns bereits zugesagt", frohlockt Leenders.
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