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KREIS
KLEVE Die erste Hürde im Rennen um die drei neuen Standorte für
Fachhochschulen in NRW ist genommen: Der Kreis Kleve kann sein
Konzept in der zweiten Runde des Wettbewerbs zum Ausbau der
Fachhochschullandschaft ausführlich präsentieren. Die Vorauswahl
aus ursprünglich 22 Bewerbungen traf die vom Innovationsministerium
eingerichtete Jury mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft
unter Leitung von Staatssekretär a. D. Dr. Fritz Schaumann am
Montagabend, teilte das Landesministerium unter Minister Andreas
Pinkwart mit.
10.000
neue Plätze
Damit
will die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen 10000 neue
Studienplätze schaffen. Die Konzepte, die die so genannten
MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)
ins Zentrum der Studienangebote stellen, wurden von Fachhochschulen,
Städten und Kreisen oder Industrie- und Handelskammern erarbeitet
und - so die Vorgabe an die Jury - regional abgestimmt. Die neuen
Fachhochschulen sollen jeweils 2.500 Studienplätze anbieten.
„Ich
habe mich riesig gefreut, dass der Kreis Kleve die erste Hürde
genommen hat", meldete sich gestern Kreis Kleves Landrat
Wolfgang Spreen aus dem Urlaub. Er hofft, dass der Kreis auch die
zweite Hürde schafft. Zuversicht auch bei der
CDU-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Ulrike Ulrich: „Das
Erreichen der zweite Runde ist ausgesprochen wichtig für den Kreis
Kleve und ein Schritt in die richtige Richtung mit dem Ziel
Fachhochschule für den Kreis Kleve. Ich hoffe, dass wir bei der
endgültigen Entscheidung dabei sind." Ulrich verwies darauf,
dass gerade die Wirtschaft im Kreis Kleve gut ausgebildete
Fachkräfte brauche und die großen Berufskollegs der Region viele
potenzielle Studenten hervorbringen: „Deshalb brauchen wir
dringend die Schule." Beim Kreis rechnet man inzwischen mit
Chancen von 50:50, die Schule nach Kleve zu bekommen.
„Die
erste Runde ist überstanden, jetzt geht es darum, in einer
ausführlichen Präsentation die Jury zu überzeugen", so
gestern. FDP-Kreisvorsitzender Dietmar Gorißen, dessen
Landes-Partei das Innovations-Ministerium verantwortet. Er und vor
allem auch FDP-Kreistagsmitglied Ralf Klapdor mahnen, jetzt „die
verbleibende Zeit bis zur Präsentation zu nutzen, um unsere Chancen
zu optimieren". Als Pluspunkte schätzen die beiden die
mögliche internationale Ausrichtung durch Verbindungen zu Nimwegen
und Arnheim, die die Jury überzeugen könnten.
Ende
Oktober werden die Präsentationen der Jury vorgestellt, die dann
bis Ende November eine Empfehlung erarbeiten wird. Auf der Basis
dieser Empfehlung will die Landesregierung im Dezember eine
Kabinettentscheidung treffen, so dass noch in diesem Jahr mit der
zügigen Umsetzung der Ausbaupläne begonnen werden kann.
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