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Dinslaken
- Altstadt
Aufnahmen
vom 11. März 2007
©
Rainer Hoymann

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Im
Jahr 1273 ist Dinslaken vom Grafen Dietrich von Kleve zur
Stadt erhoben worden, in etwa zeitgleich
mit mehreren anderen klevischen Städten.
Darüber ist eine Urkunde ausgestellt worden, die leider die
Zeiten nicht überdauert hat. Vermutlich um 1460 haben die Bürger
der Stadt Dinslaken in erstarkendem Selbstbewusstsein ein
Stadtbuch angelegt, ein sogenanntes Kopiar. Bis zum Jahr
1689 wurden hierin alle wichtigen Urkunden abgeschrieben.
Dadurch ist eine Bestätigung der Stadtprivilegien vom 2.
August 1273 in einer Urkundenabschrift aus dem Jahr 1342
erhalten. |
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Der Voswinckelshof geht zurück auf einen alten Landadelssitz. Das heute zu sehende Hauptgebäude wurde 1700 vor der Stadtmauer errichtet und ist aufgebaut als Dreiflügelanlage mit engem Hof vor einem schmalen Mittelportal. Über viele Jahre wohnte hier der Drost (höchster Verwaltungs- und Gerichtsbeamter).
Die Ursprünge des Voswinckelshof lassen sich bis in das 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Untersuchungen der Fundamente des Hauses ergaben,
dass das Gebäude auf den Grundmauern von zwei aus dieser Zeit stammenden, aneinandergereihten Häusern ruht.
Die ersten schriftlichen Nachrichten über den Voswinckelshof und seine Bewohner reichen in das 15. jahrhundert zurück. Nach dem ältesten Bewohner des Hofes, einem Ritter von Stecke, wurde der Hof
zeitweise als Steckenhof bezeichnet. |

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| "Wöllepump"
In
Dinslaken hat es im 15. Jahrhundert insgesamt zwölf
Pumpen gegeben, die von den jeweiligen Nachbarschaften
gepflegt und gewartet wurden. Zur Wöllepumpnachbarschaft
gehörten 60 Häuser. Neben der Wasserversorgung diente
die Pumpe der Löschwasserbeschaffung. Die Wöllepump soll
Berichten zu Folge das beste Wasser im Stadtgebiet
geführt haben. |
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St. Vincent Kirche...
... wurde
1480 fertiggestellt und als dreischiffige Hallenkirche konzipiert. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche weitgehend zerstört. Heute ist noch der spätgotische Chor erhalten. Der Hochaltar wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts in Flandern hergestellt. Die bemalten Vorderseiten der Flügel zeigen die vier Evangelisten. Der geöffnete Altar stellt in eindrucksvollen Schnitzereien und Bildern die Passion Christi dar. Das Kruzifix in der Mitte der Kirche ist 2,50 m hoch und wurde um 1400 gefertigt. An der Außenmauer der Kirche steht eine Kreuzigungsgruppe aus dem Jahr 1501. Die Kreuze standen früher an der Duisburger Straße, wo sich heute noch eine Kopie der Kreuzigungsgruppe befindet. |

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Wortlaut der Markturkunde:
"Wir Johann, Herzog von Kleve und Graf von der Mark tun kund und bekennen für uns, unsere Erben und Nachkommen, dass wir unserer Stadt Dinslaken gegeben und verliehen haben durch diesen Brief einen Wochenmarkt, nämlich auf den Dienstag. Alle, die den Markt besuchen, sollen dann von uns und unseren Nachkommen zu und von dem Markt Freiheit und Geleite haben vom Montagmittag bis in den nächsten Mittwochnachmittag mit Ausnahme von solchen, die von unseren Gerichten friedlos gesprochen oder unsere Feinde oder aus unseren Landen verbannt sind, oder die wegen Streitigkeiten, Körperverletzungen, Totschlag oder vergleichbaren Handlungen unser Land verwirkt hätten. Und wer, Kaufmannswagen in unsere Stadt bringt, wer kaufen und verkaufen will, möge nach Dinslaken kommen auf diesen Markttag. Man soll sie da gütlich ihren Markttag halten lassen und auch, wenn das nötig ist, ihnen unverzüglich Recht widerfahren lassen, vorbehaltlich eines Zehnten...."
Gegeben in dem Jahr unseres Herrn 1478, des nächsten Donnerstag nach Simeonstag |

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Burg
Dinslaken
Die
Ursprünge der Burg reichen bis in das 12. Jahrhundert
zurück. In dieser Zeit wurde die ehemalige
"Motte" aufgemauert und zu einer Festung
ausgebaut. Reste dieser ursprünglichen Burganlage sind in
den Grundmauern erhalten.
Ein
Stadtplan des 18. Jahrhunderts zeigt eine unregelmäßige
dreiflügige Anlage mit Hauptturm und Zufahrt im Süden.
Ein Wassergraben umschloss die Burg und eine weitere
Insel, die als Ziergarten benutzt wurde und einen eigenen
Zugang hatte. Insgesamt erstreckte sich die Anlage auf
einer Fläche von 4.000 Quadratmetern. 1945 wurde die Burg
fast völlig zerstört und zwischen 1950 und 1952 unter
Erhaltung einiger älterer Gebäudeteile (Sockel des
Hauptturmes, Teile der Südostmauer mit dem Torbau,
Auffahrtsrampe und zweibogige Brücke) wieder aufgebaut.
Heute
beherbergt die Burg das Rathaus der Stadt Dinslaken. |

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Seit 1603
gibt es in Dinslaken eine reformierte Kirche. In den
Jahren 1649 - 1653 wurde das erste Kirchengebäude der
Gemeinde errichtet. Der jetzige Bau wurde 1721 nach
Plänen von Sala geschaffen. Es handelt sich hierbei um
eine einschiffige Saalkirche in Backsteinbauweise. Die
Glasfenster wurden 1980 eingesetzt und stammen von Werner
Persy. |

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