Stadt Kleve

Historische Gärten

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Realisation: Karl Kisters in Zusammenarbeit mit der Stadt Kleve - Text und fachliche Begleitung: Wilhelm Diedenhofen - Graphische Gestaltung: Horst Poorten - Juli 2005

Gartendenkmal von Europäischen Rang

Amphitheater

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Ab 1647

plante Johann Moritz von Nassau-Siegen, brandenburgischer Statthalter (1647-79), unter Mitwirkung des niederländischen Architekten Jacob van Campen ein Parksystem im SO und NW von Kleve

1653

Anlage großer Alleenachsen (Nassauer Allee, Tiergartenallee). Trophäenanlage am Springenberg, Errichtung des "Eisernen Mannes"

1656-60

Ausbau der Anlage: Errichtung des "Amphitheaters"

1660 

Aufstellung der "Minerva" von Artus Quellinus. Anlage des "Großen Kanals"

1711-12

Erneuerung des Amphitheaters unter König Friedrich I.

1741

Entdeckung einer Mineralquelle am Springenberg

1742

Beginn des Kurbetriebs "Bad Cleve"  

1754

Bau des Brunnenhauses

1794

Zerstörung der Anlage im Gefolge der Französischen Revolution

Ab 1821

Landschaftliche Überformung des Parks von M.F. Weyhe

1827

Abriss der Amphitheater-Ruine

1854

Königl. Beschluss zur Errichtung der klassizistischen Bauten: Obelisk 1856, Tempel 1858 vollendet

1954-55

Veränderung der Weyhe'schen Anlage

Gartendenkmalpflege

Ab 1976

Restaurierung der Anlage des 17. Jahrhunderts nach Plänen der Gartenarchitekten Gustav und Rose Wörner (Wuppertal): Neupflanzung der Lindenalleen, Wiederherstellung des Inselbeckens, Neueinfassung der Teiche

1997 

Erneuerung des "Amphitheaters" in Form einer Hainbuchenlaube (Berceau)

2004

Errichtung des "Neuen Eisernen Mannes" von Stephan Balkenhol

Die unter Mitwirkung des niederländischen Baumeisters Jacob van Campen gestalteten Anlagen am Springenberg mit ihren Brunnen, Grotten, Wasserspielen, Skulpturen und römischen Denkmälern verraten den Einfluss italienischer Gartenkunst.

Die Errichtung einer halbrunden Galerie, des namengebenden "Amphitheatrum", die Aufstellung von Quellins "Minerva" und die Anlage des "Großen Kanals" gaben dem Terrassengarten 1660 die vollendete Gestalt.

Der am Prinzenhof (1944 zerstört) gelegene Lustgarten ist als "Prinz-Moritz-Park" erhalten geblieben.

Schon 1650-53 hatte Johann Moritz den Alten Park im Süden der Stadt angelegt. Hier, in der freien Natur von "Berg und Tal", errichtete er 1678 in antiker Tradition sein sehenswertes Grabmal. Am 20. Dezember 1679 starb der Fürst in seiner Einsiedelei zu "Berg und Tal".

FORSTGARTEN


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1752

Planung eines "Lust Büschgens" für die Kurgäste

1782- 93

Anlage der "Neuen Plantage" nach Plänen von Kammerpräsident J. E. von Buggenhagen und Bauinspektor Franke, Anlage einer Baumschule im Bereich des heutigen Blumenhofes

1822- 30

Umformung des Parks nach einem Plan von M. F. Weyhe

1854

Bau des neugotischen Brücktors von J.A. Dieterichs

1858- 59

Aufstellung des Sockels mit einer Vase auf der Insel im nördlichen Weiher

1935

Beseitigung des Weyhe'schen Wegesystems

seit 1978

Restaurierung der Anlage durch G. u. R. Wörner (Wuppertal)

Julius Ernst von Buggenhagen (1736-1806), seit 1777 Kammerpräsident der preußischen Regierung in Kleve, setzte die Tradition der nassauischen Gartenkunst fort. Neben dem "Schlossgarten" an der Schwanenburg schuf er ab 1782 die sogenannte "Neue Plantage". Der Park gehörte mit seinen regelmäßigen Wasserbecken, verschlungenen Wegen, Ruheplätzen sowie einem Labyrinth ("Doolhof") dem Übergangsstil zwischen Barock- und Landschaftsgarten an.

Die Bepflanzung mit fremdländischen Gehölzen entsprach der botanischen Sammelleidenschaft jener Zeit. Die Bäume wurden von preußischen Baumschulen (u.a. Duisburg, Berlin-Tegel), aber auch aus den Niederlanden (Arnheim, Utrecht, Den Haag), angeliefert.

Als Buggenhagen 1793 Kleve verließ, zählte die Gehölzliste 156 Nummern. Aus der Erstanlage sind mehrere Exemplare erhalten.

Während der französischen Besatzungszeit (1794-1814) hieß der Park "Jardin Anglais" (Englischer Garten). Maximilian Friedrich Weyhe, der die Anlage in den 1820er Jahren im Landschaftsstil überformte, sprach vom "Forstbotanischen Garten". Schließlich setzte sich der Name "Forstgarten" durch.

Nach längerer Vernachlässigung wurde seit 1978, nach Entwürfen der Gartenarchitekten Gustav und Rose Wörner (Wuppertal), der historische Weyhe-Park wiederhergestellt. Die ehemalige Baumschule, der heutige Blumenhof, wurde Weyhes Stil angeglichen.

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In der folgenden Liste sind dendrologisch wertvolle Bäume hervorgehoben. Sie können anhand des Rasters leicht gefunden werden.

 

   

2

 

Eschenahorn (Acer negundo) Nordamerika (M-11)

15 - 18 m hoher Baum, seit 1688 in Europa. Das gefiederte Blatt ähnelt dem der Esche, daher der Name.

3

 

Bergahorn (Acer pseudoplatanus) Europa (Q-7/R-2)

Bis 35 m hoher stattlicher Baum; bevorzugt mittlere und höhere Lagen des Berg- und Hügellandes.

4

 

Rote Rosskastanie (Aesculus x carnea) Südeuropa (M-6)

Durch Kreuzung vor 1818 entstandene Art. Mittelgroßer, bis 20 m hoher Baum, Blüte rot, Kastanien glänzend braun; die Fruchtschalen haben kaum Stacheln. Winterknospen nicht klebrig.

5

 

Gemeine Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) Griechenland (S-15/M-2)

Gelangte 1576 über Wien nach Europa. Großer, bis über 30 m hoher Baum. Festliche weiße Blüten in aufrechten Rispen im Mai. Winterknospen klebrig. Fruchtschalen stachelig.

6

 

Götterbaum (Ailanthus altissima) China (K-3/S-15)

Seit 1751 in Europa. Großer, bis 30 m hoher, raschwüchsiger Baum, seine Blüten sind sehr nektarreich.

7

 

Schwarzerle (Alnus glutinosa) Europa (F-3/P-8)

Der für Feuchtgebiete typische Baum wurde schon von J. E. von Buggenhagen zahlreich im Irrgarten der "Neuen Plantage" gepflanzt.

 

 

 

9

 

Weißbirke (Betula pendula) Europa (Q-14)

Heimischer, 20-25 m hoher Baum mit glänzend weißer Rinde.

10

 

Buchsbaum (Buxus sempervirens) Südeuropa (R-14)

Immergrüner Strauch oder kleiner Baum, im Forstgarten ein dichter Busch.

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Weihrauchzeder (Calocedrus decurrens) Kalifornien (N-3)

Seit 1853 in Europa, 30-40 m hoher Baum von säulenförmigem Wuchs.

12

 

Hainbuche (Carpinus betolus) Europa (F-5)

Das Laubengerüst im Amphitheater wurde 1997 mix hohen Hainbuchen bepflanzt.

13

 

Hickorynuss (Carya illinoinensis) Amerika (F-3)

Der aus den Neuenglandstaaten Amerikas stammende 30 bis 140 m hohe Baum gelangte schon 1629 nach England. Herbstfärbung des Laubes leuchtend qelb.

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Edelkastanie (Castanea sativa) Südeuropa (C-3)

Der in Südeuropa und Kleinasien heimische 30 - 35 m hohe Baum wird wegen der geschätzten Früchte schon von den Römern eingeführt. Die zwei alten Bäume am Nordufer des großen Weihers pflanzte 1825 M. F. Weyhe.

15

 

Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) Nordamerika (R-7/S-12)

Der aus den USA stammende Baum hat seinen Namen aufgrund der trompetenähnlichen Blüten, die zu Rispen vereinigt sind. Die Fruchtkapseln werden bis zu 35 cm lang. Blätter recht groß und herzförmig. Seit 1726 in Europa, seit 1785 in Kleve.

16

 

Libanonzeder (Cedrus libani) Libanon (Q-4)

Seit 1638 in Europa, schon 1785 in Kleve nachweisbar. Bis 35 m hoher langsamwüchsiger Baum. 1999 gepflanzt.

17

 

Scheinzypresse (Chamaecyparis spec.) Nordamerika (H-7/ K-3/Q-5) Im Forstgarten mehrere Arten, darunter die Oregonzeder (Ch. lawsoniana) aus Nordamerika und die Sawarazeder (Ch.pisifera) aus Japan.

18

 

Haselnuss (Corylus avellana) Europa (H-7)

Großstrauch, mitunter auch 5-7 m hoher Baum. Hier auch eine "Blutform" (Corylus avellana "Fuscorubra")

 

 

 

20

 

Sicheltanne (Cryptomeria japonica) China, Japan (K-4/R-6/ IS-10)

Gelangte 1842 von China und 1861 von Japan nach Europa. 20-30 m hoher Baum mit auffallend schlankem, geradem Stamm.

21

 

Rotbuche (Fagus sylvatica) Mitteleuropa (J-9/ L-7/P-5)

Bis 35 m hoher, breitkroniger Baum. Am Südende des Wassergrabens ein prachtvoller alter Baum mit tief herabhängenden Zweigen, einer der schönsten Bäume des Parks.

22

 

Blutbuche (Fagus sylvatica 'Purpurea') Mitteleuropa (E-6/1-3/ L-9/Q-6/R-4/R-12/R-15) Spielart der Rotbuche mit tiefrotem Laub, das Blattgrün (Chlorophyll) wird von einem roten Farbstoff überdeckt. Mehrere alte Exemplare im Park. Schon 1782 in Kleve nachweisbar.

 

 

 

24

 

Ginkgobaum (Ginkgo biloba) China, Japan (O-3/P-9)

Bis über 30 m hoher Baum mit unterschiedlichen Wuchsformen. Der Ginkgo steht entwicklungsgeschichtlich vor der Zeit der Nadelbäume und überlebte als einzige Art einer großen Pflanzenklasse, die vor 200 Millionen Jahren weltweit verbreitet war. In Ostasien wurde er häufig in Tempelbezirken als heiliger Baum gepflanzt. Seit 1758 in Europa, seit 1788 in Kleve nachweisbar; jetzt mehrere stattliche Exemplare im Forstgarten und Blumenhof. Goldgelbe Herbstfärbung. Der Ginkgo (eigentlich Ginkyo "Silberaprikose") wurde 1815 von Goethe in einem Gedicht besungen.

 

 

 

26

 

Schneeglöckchenbaum (Halesia Carolina) Nordamerika (F-5)

Seit 1897 in Europa. Strauchartiger Baum, trägt im Frühjahr reichen, dekorativen Blütenschmuck, im Herbst leuchtend gelbes Laub.

27

 

Stechpalme, Hülse (Hex aquifolium) Europa (L-10/O-6)

Aufrechter Strauch oder 10-15 m hoher heimischer Baum Sehr dekorativ, im Herbst scharlachrote Früchte (giftig), bereits ältere Exemplare im Park.

28

 

Lärche (Larix decidua) Mitteleuropa (C-2/F-5)

Bis 30 m hoher Baum mit kegelförmiger Krone. Die Europäische Lärche ist die einzige laubwerfende Art unter den heimischen Nadelbäumen. Ihre Kultur in den preußischen Staatsforsten wurde von Friedrich dem Großen gefordert. Pflanzungen von J. E. von Buggenhagen ab 1782 im Kleve.

29

 

Amberbaum (Liquidambar styraciflua) Nordamerika (B-4 Q-10/R 8) 

Seit 1681 in Europa. Bei uns bis 28 m hoher Baum von kegelförmigem Wuchs. Holz und Harz sind sehr aromatisch, der Duft erinnert an Ambra, daher der Name. Seit 1785 in Kleve nachweisbar. Prachtvolle Herbstfärbung, abgestuft von hellgrün über gelb bis purpurrot in der Spitze.

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Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera) Nordamerika (K-9/L4/M-4) 

Der Baum hat unverwechselbar geformte Blätter: Vierlappig, vorn mit wellenförmigem Einschnitt. Die Blüten, "Tulpen", erscheinen im Juni sie sind gelbgrün mit gelben und orangefarbenen, flammenartigen Flecken. Goldgelbe Herbstfärbung. In seiner Heimat Nordamerika wird der Baum bis zu 60 m hoch, bei uns bis 30 m. Seit 1650 in Europa, seit 1787 in Kleve. Hier viele stattliche Bäume, teils schon von J. E. von Buggenhagen gepflanzt. "Vor allem sehenswürdig sind die vier Tulpenbäume in der Mitte des Forstgartens, die es an Größe und Ausdehnung mit vierhundertjährigen Eichen aufnehmen" (F.M.Völker, 1826)

31

 

Sternmagnolie (Magnolia stellata) Japan (0-7)

Von den verschiedenen Magnolienarten gibt es im Park die Sternmagnolie mit weißen, duftenden Blüten.

32

 

Zierapfel (Malus floribunda) Japan (M-8)

Der reichblühende Zierbaum gelangte 1802 nach Europa. Die Blütenknospen sind rot, die entfalteten Blüten weiß.

33

 

Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) China I (M-8) 

Bis 1941 galt dieser Baum, der zu den Sumpfzypressengewachsen zählt, als ausgestorben. Man kannte ihn nur aus fossilen Resten, bis er im westlichen China (Provinzen Sichuan und Hupeh) wieder entdeckt wurde. 1948 gelangte er nach Europa. Laubabwerfend.

34

 

Fichte (Picea abies var.abies) Europa (S-14)

 

 

 

36

 

Weymouthskiefer (Pinus strobus) Nordamerika (D-2/K-6/M-6) 

Seit 1705 in Europa. Bis 32 m hoher Baum, Name nach Lord Weymouth, der ihn im 18. Jh. in England anpflanzte. Seit 1782 in Kleve, Lieblingsbaum von J. E. von Buggenhagen. Einige stattliche Bäume sind in der von ihm gepflanzten Allee erhalten geblieben.

37

 

Platane (Platanus x hispanica) Südeuropa (A-2A-2/N-3/P-3/R-3/R-5/R-15)

Kreuzung aus der Morgenländischen und Abendländischen Platane, um 1650 in Spanien / Südfrankreich entstanden. Mächtige Bäume von über 30 m Höhe zählen zu den größten im Park. Markantes Rindenmuster durch sich ablösende unregelmäßige Rindenstücke.

38

 

Silberpappel (Populus alba) Europa (J-6/Q-11) 

Bis 30 m hoher Baum mit grauweißer Borke; Blätter oberseits dunkel graugrün, unterseits weißfilzig.

39

 

Balsampappel (Populus bahamifera) Nordamerika (O-12)

Bis 30 m hoher Baum, seine Knospen sondern stark duftenden Balsam ab.

40

 

Blutpflaume (Prunus cerasifera) Südwestasien (M-11) 

Seit 1880 in Kultur.

41

 

Japanische Blütenkirsche (Prunus serrulata) Ostasien (M-9) 

Ein ursprünglich chinesischer Baum, der schon früh in Japan eingeführt wurde. Es gibt unzählige Gartenformen. 55 m hoch. Seit 1827 in Europa.

42

 

Douglasie (Pseudotsuga menziesii) Nordamerika (A-4/B-5/C-3 / D-6 / 0-6) 

Wird an der Pazifikküste bis 90 m, bei uns bis 55 m hoch. Seit 1827 in Europa.

43

 

Flügelnuss (Pterocarya fraxinifolia) Kaukasus (C-5/K-1)

Seit 1782 in Europa. 25 bis 30 m hoher, meist vielstämmiger breitkroniger Baum. Früchte mit zwei deutlichen halbkreisförmigen Flügeln an 25-40 cm langen Ständen.

 

 

 

45

 

Weideneiche (Quercus phellos) Nordamerika (Q-2)

Seit 1723 in Europa. Bis 25 m hohe Eiche mit weidenähnlichen Blättern, seit 1801 in Kleve nachweisbar.

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Stieleiche (Quercus robur) Europa (I-7/L-8/M-2/P-13/R-11)

Bis 30 m hoher Baum mit knorrigem, stark konisch zulaufendem Stamm, der nicht bis zum Wipfel durchgeht. Hier viele schöne, alte Bäume.

47

 

Pyramideneiche (Quercus robur 'Fastigiata') Europa (K-4/R-5) 

Bis 25 m hoher, säulen- oder kegelförmig wachsender Baum. Im Park mehrere stattliche ältere Baume.

48

 

Roteiche (Quercus rubra) Nordamerika (I-9/M-9/Q-7/Q-12) Seit 1724 in Europa. Bis 32 m hoher Baum mit bis zum Wipfel gerade durchgehendem Stamm. Prächtige Rotfärbung des Herbstlaubes.

49

 

Robinie (Robinia pseudoacacia) Nordamerika (K-2)

Von J. Robin 1601 nach Frankreich eingeführt. Bis 30 m hoher sehr anpassungsfähiger Baum.

50

 

Silberweide (Salix alba var. sehcea) Europa (G-3)

Um 1840 in Deutschland entstanden. Form der Silberweide mit beiderseits dicht silbergrau behaarten Blättern.

51

 

Trauerweide (Salix alba "Tristis") Frankreich (D-3)

Um 1815 vermutlich in Frankreich entstandene Trauerform der Silberweide mit deutlich gelben, sehr dünnen und langen Jahrestrieben.

52

 

Fieberbaum (Sassafras albidum) Nordamerika (S-10)

Seit 1630 in Europa bekannt. Aromatischer Baum In der Heimat von den Indianern medizinisch genutzt. Bei uns iedoch selten in Parks.

53

 

 Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum) Kalifornien (B-3/ N-8/S-11)

Seit 1853 in Europa. Der Baum wird in seiner Heimat bis zu 100 m hoch, bei uns bis 50 m. Alter in der Heimat bis 4000 Jahre. Der Stamm (Umfang bis 20 m) weist eine dicke schwammige, rotbraune Rinde auf. Im Park zwei alte Bäume, der im südlichen Teil besonders sehenswert, einer der schönsten im Park. Ein drittes, jüngeres Exemplar in der Nähe des Musikpavillons.

54

 

Sumpfzypresse (Taxodium distichum) Nordamerika (R-3) 

Seit 1640 in Europa. Bei uns bis 35 m hoher Baum mit schmalkegelförmiger Krone. Dieser Nadelbaum ist, ähnlich wie die Lärche, sommergrün.

55

 

Eibe (Taxus baccata) Europa (B-3/C-5/N-6) 

Immergrüner Strauch oder kleiner 10-20 m hoher Baum, wird über 1000 Jahre alt. Im Park mehrere ältere Exemplare.

 

 

 

57

 

Riesenlebensbaum (Thuja plicata) Nordamerika (A-4/G-5/K-8/O-5) 

Seit 1853 in Europa. Bis 40 m hoher schlankwachsender Baum.

58

 

Sommerlinde (Tiliaplatyphyllos) Europa (G-4/K-6/R-7/R-13)

Bis 35 m hoher Baum mit breitkegelförmiger Krone. Stattliche Einzelbäume im Forstgarten.

59

 

Geschlitztblättrige Sommerlinde (Tilia platyphyllos "laciniata") Europa (I-4)

Seit 1835 in Kultur. Varietät der Sommerlinde mit geschlitzten und gekräuselten Blättern. Sie wird nur bis 15 m hoch. Mehrere Exemplare im Park.

60

 

Silberlinde (Tilia tomentosa) Südosteuropa (K-4)

Seit 1767 in Kultur. Bis 28 m hoher Baum, Blattunterseite silberfarben, daher der Name. Goldgelbes Herbstlaub.

61

 

Hemlocktanne (Tsuga canadensis) Kanada (B-5/K-3)

Seit 1736 in Europa; 20-30 m hoher, oft mehrstämmiger Baum.

62

 

Bergulme (Ulmus glabra) Europa (Q-2)

Bis 40 m hoher Baum, Blätter mit kurzem, behaarten Stiel und auffallend asymmetrischem Blattansatz.

63

 

Kaiserlinde (Tilia x vulgaris Pallida) Europa (M-1)

zuletzt bearbeit am 26.08.2007