Rainer Hoymann

Kranenburger Bruch - eine Wanderung*

Aufnahmen vom 27. Dezember 2004

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Die Fotografien entstanden beim Begehen eines Pfades, der nicht ganzjährig zugängig ist. Der ausgeschilderte Rundweg dauert ca. eine Stunde. 

 

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Text auf der Informationstafel am Parkplatz an der B9 zwischen Nütterden und Kranenburg:

"Eines der letzten größeren Niedermoorrelikte am Unteren Niederrhein ist das Naturschutzgebiet "Kranenburger Bruch". Nach der letzten Eiszeit bildete sich hier am tiefsten Punkt der Düffel aufgrund des hohen Grundwasserspiegels erst ein Niedermoor und dann eine Erlenbruchwald. Um das Jahr 1300 wurde der Erlenbruchwald im Kranenburger Bruch gerodet und die ersten Maßnahmen zur Entwässerung durchgeführt. Aber erst in den 1930ern wurde das Niedermoorgebiet vom Reichsarbeitsdienst soweit entwässert, dass hier Ackerbau möglich war. Im Zuge der Intensivierung der Landwirtschaft wurden viele Flächen wirtschaftlich unrentabel und fielen brach. Diese Entwicklung bot verschiedenen Tier- und Pflanzenarten des Niedermoores die Möglichkeit einstmals verlorenes Terrain wieder zurückzuerobern. Das Land NRW kaufte die letzten verbliebenen Ackerflächen und wandelte sie in Grünland um. 1985 erfolgte die Ausweisung des Kranenburger Bruchs zum Naturschutzgebiet als Teil des "Feuchtgebiet internationaler Bedeutung - Unterer Niederrhein". Es dient dem Erhalt und dem Schutz von Tieren, Pflanzen und der Schönheit des Niedermoores. Das Forstamt Kleve, die Bezirksregierung Düsseldorf, die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Kleve und die NABU-Naturschutzstation Kranenburg e.V. engagieren sich gemeinsam für das Kranenburger Bruch und konnten durch ihre Schutzbemühungen bereits viele Erfolge erzielen.

Heute ist durch verschiedenste extensive Nutzungsformen ein vielseitiges Mosaik von Lebensräumen entstanden. Wo noch im Sommer gemäht oder geweidet wird, haben sich Feuchtwiesen und -weiden entwickelt. Ein Teil der großen, für die Vogelwelt so bedeutsamen Schilfflächen, wird einmal im Winter gemäht. Gehölze, Hochstauden- und Röhrrichtgesellschaften haben sich dort gebildet, wo keine Bewirtschaftung mehr statt findet. Die Vielfältigkeit der Strukturen und der Reichtum an unterschiedlichen Gewässern bilden wertvolle Lebensräume für viele verschiedene und seltene Tier- und Pflanzenarten."

zuletzt bearbeit am 27.12.2004