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Text
auf der Informationstafel am Parkplatz an der B9 zwischen Nütterden
und Kranenburg:
"Eines
der letzten größeren Niedermoorrelikte am Unteren Niederrhein
ist das Naturschutzgebiet "Kranenburger Bruch". Nach
der letzten Eiszeit bildete sich hier am tiefsten Punkt der Düffel
aufgrund des hohen Grundwasserspiegels erst ein Niedermoor und
dann eine Erlenbruchwald. Um das Jahr 1300 wurde der
Erlenbruchwald im Kranenburger Bruch gerodet und die ersten Maßnahmen
zur Entwässerung durchgeführt. Aber erst in den 1930ern wurde
das Niedermoorgebiet vom Reichsarbeitsdienst soweit entwässert,
dass hier Ackerbau möglich war. Im Zuge der Intensivierung der
Landwirtschaft wurden viele Flächen wirtschaftlich unrentabel
und fielen brach. Diese Entwicklung bot verschiedenen Tier- und
Pflanzenarten des Niedermoores die Möglichkeit einstmals
verlorenes Terrain wieder zurückzuerobern. Das Land NRW kaufte
die letzten verbliebenen Ackerflächen und wandelte sie in Grünland
um. 1985 erfolgte die Ausweisung des Kranenburger Bruchs zum
Naturschutzgebiet als Teil des "Feuchtgebiet
internationaler Bedeutung - Unterer Niederrhein". Es dient
dem Erhalt und dem Schutz von Tieren, Pflanzen und der Schönheit
des Niedermoores. Das Forstamt Kleve, die Bezirksregierung Düsseldorf,
die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Kleve und die
NABU-Naturschutzstation Kranenburg e.V. engagieren sich
gemeinsam für das Kranenburger Bruch und konnten durch ihre
Schutzbemühungen bereits viele Erfolge erzielen.
Heute
ist durch verschiedenste extensive Nutzungsformen ein
vielseitiges Mosaik von Lebensräumen entstanden. Wo noch im
Sommer gemäht oder geweidet wird, haben sich Feuchtwiesen und
-weiden entwickelt. Ein Teil der großen, für die Vogelwelt so
bedeutsamen Schilfflächen, wird einmal im Winter gemäht. Gehölze,
Hochstauden- und Röhrrichtgesellschaften haben sich dort
gebildet, wo keine Bewirtschaftung mehr statt findet. Die Vielfältigkeit
der Strukturen und der Reichtum an unterschiedlichen Gewässern
bilden wertvolle Lebensräume für viele verschiedene und
seltene Tier- und Pflanzenarten." |