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(Kranenburg)

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Der Rhein hat immer das Bild der Landschaft geprägt. Noch bis in 16. / 17. Jahrhundert hinein verlegte der Fluss nach fast jedem Hochwasser seinen Lauf so dass die ganze Düffel von Wasserläufen / Altrheinarmen durchzogen war. Diese Wasserläufe bildeten sich im Lauf der Zeit zu länglichen Binnenseen zurück.

Einer dieser Binnenseen war auch das Mehrer Meer. An vielen Stellen links und rechts vom Tutweg sind die Uferböschungen noch heute sichtbar. Die Ufer des Mehrer Meeres wurden zuerst besiedelt. Am - höher gelegenen Südufer (heute Wibbeltstr.) und am Nordufer liegen in zwei Reihen die ältesten Bauernhöfe. Weil das nördliche Ufer tiefer gelegen ist, liegen dort alle Bauernhöfe zum Schutz gegen Hochwasser auf einem Poll.

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Die urkundlich fassbare Geschichte des Dorfes beginnt mit dem Jahr 720. Damals vermachte Graf Ebroin Teile seiner Güter an die Basilika des hl. Petrus in Rindern, die u. a. „in meri" lagen.

Etwa 1270 / 1280 kamen holländische Brukers ins Land. Das waren Wasserbau - Fachleute, die das Kranenburger Bruch und auch das Mehrer Meer entwässerten und trockenlegten. Dazu gruben sie einen Graben längs mitten durch das Mehrer Meer: heute die Rönn. Den Aushub schichteten sie auf einer Seite auf und legten darauf einen Weg an: heute der Tutweg. Natürlich war der See nicht sofort ganz trocken. Die tiefsten Stellen, z. B. de Hell oder de Küll bei Bienen-Scholt, waren auch nach dem 2. Weltkrieg noch mit Binsen und Schilf bewachsen; und im, Winter, wenn es bei hohem Grundwasserstand gefroren hatte, konnte man dort auch noch Schlittschuhlaufen.

Das im 13. Jahrhundert neu gewonnene Land war noch kein hochwertiger Boden. Daher diente es noch bis nach 1800 als Gemeindeweide, die jeder nutzen durfte. Dafür musste auch jeder seinen Beitrag zur Instandhaltung des Weges leisten. In der Deichschaukarte von 1701 ist das trockengelegte Mehrer Mehr als „Mehrse Gemeint und Straat" eingetragen. Der Name Tutweg stammt wahrscheinlich aus der französischen Besatzungszeit um 1800, entstanden aus servir a toutes (= dient allen).

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Bauernhof an der Wibbeltstraße. Der Hof liegt auf einer Anhöhe, Ward oder Poll genannt

Renovierter Hof, ebenfalls an der Wibbeltstraße

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Die Martinus-Pfarrkirche wurde schon im Jahr 1290 urkundlich erwähnt. Die Bausubstanz stammt größtenteils aus dem 15. Jahrhundert. Der Turm ist älter.

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Ehrenmal für die im 2. Weltkrieg gefallenen und vermissten Soldaten aus Mehr

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Der Toreingang erinnert an den Pfarrer Wibbelt.

Grabstätte der Familie Lamers

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Informationen zu

Haus Zelhem

 

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zuletzt bearbeit am 22.03.2008