Rainer Hoymann

Tiergarten (Kleve)

Aufnahmen vom 28. Juli 2002

Aufnahmen vom Herbst 2004

Aufnahmen vom Winter 2005

"Die natürlichen Reize dieses sehr schönen Orts, die sich aus seiner Lage ergeben, sind durch kunstvolle Anlagen noch erhöht worden. Die Fernsicht ist dem Ausblick, den man in Meudon hat überlegen. Das Gelände ist bepflanzt wie die Champs Elysées und der Bois de Bologne. Eine sanft abfallende Hügelkette ist mit Alleen überzogen. Ein großes Becken nimmt die Wasser dieser Hügel auf. In der Mitte des Beckens erhebt sich eine Statue der Minerva. Das Wasser des ersten Beckens wird aufgefangen in einem zweiten und von dort in ein drittes Becken geleitet. Den Fuß des Hügels schließt eine Kaskade ab, die in einem Halbrund einer großen Grotte angebracht ist. Das Wasser der Kaskade fällt herab in einem Kanal, der eine weite Ebene bewässert und sich dann mit einem Rheinarm verbindet. Aber ich als Historiograph sage Euch nur, dass ein gewisser Prinz Mauritz von Nassau, zu seinen Lebzeiten Gouverneur dieser schönen Solitude, hier fast alle diese Wunder schuf. Er ließ sich inmitten der Waldungen bestatten in einem großen Ungetüm von eisernem Grabmal, das umgeben ist von den allerprimitivsten Reliefs aus der Zeit der Dekadenz des römischen Imperiums und von einigen gotischen Monumenten, die noch plumper sind. Aber das Ganze wäre etwas Respektables für diese tiefgründigen Geister, die beim Anblick eines schlecht behauenen Steins in Ekstase fallen, sofern er nur zweitausend Jahre alt ist. Das Wasser indessen ist ebenso gut wie dasjenige von Spaa und Forges, und man kann die kleinen Eisenatome an keinem schöneren Ort hinunterschlürfen."

Voltaire über Kleve, 1750

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• Der 1858 errichtete Obelisk auf der Höhe des Amphitheaters erinnert durch die 1874 erfolgte Anbringung einer Gedenktafel ...
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• ... an die Toten des Klever Landes während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71. Im Volksmund wird der Obelisk "Kupferner Knopf" genannt. ...
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• ... Diese Bezeichnung erinnert an den Vorgänger, einem hölzernen Obelisken mit kupferner Kugel auf der Spitze, dessen Errichtung zwischen 1756 und 1763 erfolgte.
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• Von der Anhöhe des Springenberges hat der Spaziergänger einen weiten Blick auf die Niederung. Diese Ansicht zeigt die Kirche von Rindern.
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• Der "Prinz-Moritz-Kanal" war als schiffbare Verbindung zwischen dem Amphitheater und dem ehemaligen Flussbett des in der Nähe verlaufenden Rheins gedacht, ...
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• ... wurde aber nur teilweise auf einer Länge von ca. 600 m und in einer Breite von 14 m um 1660 realisiert. Der Kanal leitet das Auge zum "Point de vue" dem Eltenerberg.
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• Das Wasser des Springenberges war die Grundlage für Kleves Zeit als Bäderstadt.
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• Der kleine Ceres - Tempel mit dem westlichen Arm der Exedra. 
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• Ende der siebziger Jahre beschloss die Stadt Kleve die Renovierung der historischen Gartenanlagen nach Plänen von Gustav und Rose Wörner in Angriff zu nehmen. 
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• Reizvolle Blicke bieten sich durch die "natürlichen Fenster" der Exedra.
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• Die Gartenanlage ist eingebunden in dem Stadtwald und liegt auf einer Hügelkette. Sie wird ergänzt um den Forstgarten ... 
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• ... der 1782 entstanden ist. Es ist die "gute Stube" der Stadt. Leider teilt die vielbefahrene Bundesstraße B9 das Amphitheater vom Forstgarten.
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• Die Minerva - Figur wurde dem Statthalter Prinz Moritz von der Stadt Amsterdam geschenkt.
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• Das Wappen der Stadt Amsterdam ziert den Sockel. Bei der Minerva im Amphitheater handelt es sich um eine Kopie. Das Original befindet sich im nebenan gelegenen Museum Kurhaus.
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• Jährlich findet in den Parkanlagen das Sommerabschlusskonzert statt.
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• Das Amphitheater in seiner ganzen Pracht.
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• Heute ein Museum, früher das Kurhaus

zuletzt bearbeit am 06.02.2004