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Auf dem Reichstag zu Nimwegen 1002 wurde der Bau von Kloster und Kirche zu Zyfflich beschlossen. Etwa 1010 ist der Bau vollendet. Der Erzbischof Heribert von Köln weihte ihn dem hl. Martin. 1021 wurde der Stifter Graf Balderich von Uplade hier beigesetzt, ebenso seine Gemahlin
Adela, Tochter des
Grafen Wichman und Schwester der Luitgard, der ersten Äbtissin von Hochelten.
1117 wird das Kloster in ein
Kanonikerkapitel umgewandelt. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erfolgt die Gotisierung des östlichen Teiles. Nach der Übersiedlung des Stiftes nach Kranenburg (1436) wird der Umbau durch Errichtung des erhöhten Mittelschiffes und des Turmes abgeschlossen. 1718 wurden nach einem verheerenden Brand die Gewölbe im Chor und im östlichen Mittelschiffteil beseitigt und unterhalb niedrig eingezogener Holzdecken Rundbogenfenster in die Schiffwände und die vermauerten Arkaden gebrochen. Die Seitenschiffe verschwanden. Bei der Restaurierung 1911 - 14 wurde eine Teil des ursprünglichen Zustandes wiederhergestellt.
Die Zerstörungen, die nach der Luftlandung 1944 im Stellungskrieg folgten, waren groß. Der Wiederaufbau (1950 - 61) gab der Kirche wieder Seitenschiffe, aber nur bis zu den schweren Stützpfeilern. die den Unterbau des Turmes zusammenhalten. Am 7. und 8. Oktober 1961 wurde die Kirche neu
konsekriert.
Besonders beachtenswert sind die ottonischen Kapitelle, die Holzgruppe "Christus und die Samariterin" (ca.
1530) und der Taufstein (13. Jh.).
Wiederaufbau: Architekt: Dr. J. Bendermacher, Fenster: L. Baar, Bildhauer in Stein und Metall: A. Göhre und A. Klingen. |