Rainer Hoymann

Zyfflich

Aufnahmen vom 28. Juni 2005

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Der Blick in die Niederung - die Düffel - vom Duivelsberg aus.

Im Alphabet ganz hinten ... . 

Die Zuschreibung des Namens Cevelum sowie römische Fundstücke weisen darauf hin, dass eine Ansiedlung zur Zeit der Römer wahrscheinlich ist. Mit der Bezeichnung Saflika wird Zyfflich im Jahre 1002 in einer Urkunde erstmals erwähnt.

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Auf dem Reichstag zu Nimwegen 1002 wurde der Bau von Kloster und Kirche zu Zyfflich beschlossen. Etwa 1010 ist der Bau vollendet. Der Erzbischof Heribert von Köln weihte ihn dem hl. Martin. 1021 wurde der Stifter Graf Balderich von Uplade hier beigesetzt, ebenso seine Gemahlin Adela, Tochter des Grafen Wichman und Schwester der Luitgard, der ersten Äbtissin von Hochelten. 

1117 wird das Kloster in ein Kanonikerkapitel umgewandelt. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erfolgt die Gotisierung des östlichen Teiles. Nach der Übersiedlung des Stiftes nach Kranenburg (1436) wird der Umbau durch Errichtung des erhöhten Mittelschiffes und des Turmes abgeschlossen. 1718 wurden nach einem verheerenden Brand die Gewölbe im Chor und im östlichen Mittelschiffteil beseitigt und unterhalb niedrig eingezogener Holzdecken Rundbogenfenster in die Schiffwände und die vermauerten Arkaden gebrochen. Die Seitenschiffe verschwanden. Bei der Restaurierung 1911 - 14 wurde eine Teil des ursprünglichen Zustandes wiederhergestellt. 

Die Zerstörungen, die nach der Luftlandung 1944 im Stellungskrieg folgten, waren groß. Der Wiederaufbau (1950 - 61) gab der Kirche wieder Seitenschiffe, aber nur bis zu den schweren Stützpfeilern. die den Unterbau des Turmes zusammenhalten. Am 7. und 8. Oktober 1961 wurde die Kirche neu konsekriert.
Besonders beachtenswert sind die ottonischen Kapitelle, die Holzgruppe "Christus und die Samariterin" (ca. 1530) und der Taufstein (13. Jh.).
Wiederaufbau: Architekt: Dr. J. Bendermacher, Fenster: L. Baar, Bildhauer in Stein und Metall: A. Göhre und A. Klingen.

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VITA SAL(US) REQUIES DATUR HIC PULSATE FIDELES

Leben, Heil, Ruhe wird hier gegeben; klopft an, ihr Gläubigen

 
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In Zyfflich fanden sie eine neue (alte) Heimat: die Störche. Das Dorf wächst: insbesondere Niederländer - z. B. aus dem benachbarten Nimwegen - haben sich seit Ende der 90er Jahre in Zyfflich ihr Traumhaus gebaut.
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Beliebtes Ziel für Radfahrer und Wanderer: die Gaststätte Polm.      

zuletzt bearbeit am 30.06.2005