Tag der offenen Tür

der

Euregio Rhein - Waal

in Haus Schmithausen

und im Euregio - Forum

 

in eigenen Aufnahmen vom 30. September 2006

 


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Jan de Beijer:

Huys Smitthuysen, 1744

 erschienen in

"Het verheerlykt Kleefschland",

Kleve 1979 (Nachdruck)

Am Samstag, den 30. September lud das Team der Euregio Rhein-Waal in Kleve, Emmericherstr. 24, zum Tag der offenen Tür in das denkmalgeschützte "Haus Schmithausen" und das moderne Euregio-Forum ein.

Mitarbeiter der Euregio Rhein-Waal stellten zwischen 10:00 Uhr und 16:30 Uhr die grenzüberschreitenden Tätigkeiten der Euregio Rhein-Waal vor und führten durch die Gebäude.

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Vorderfront des Hauptgebäudes, Straßenansicht (Nordseite) Eingang, Gartenseite (Südseite) Rückfront des Hauptgebäudes (Nordseite)
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Vorderfront des Hauptgebäudes, Straßenansicht (Nordseite) Mansardenfenster (Südseite) Treppenhaus, Sicht ins Erdgeschoß
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Treppenhaus, 1. Obergeschoß Gartensaal im Erdgeschoß
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Jagdzimmer im 1. Obergeschoß Weg zum Euregio - Forum
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Euregio - Forum Treppenaufgang im Euregio - Forum vom Erdgeschoß ins Obergeschoß
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Tagungsraum im Euregio - Forum (Obergeschoß) mit Blick in die niederrheinische Landschaft

Das Rokoko-Schlößchen Schmithausen

An der Bundesstrasse 220 in Richtung Emmerich liegt in Kleve-Kellen das Schlösschen Schmithausen. Es gehört dem Kreis Kleve, der das Baudenkmal restaurierte.

Seit 1993 ist Haus Schmithausen Sitz der Euregio Rhein-Waal, einem grenzüberschreitenden öffentlich rechtlichen Zweckverband zur Förderung der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit.

Das Schlösschen entstand im 18. Jahrhundert. Der wahrscheinlich niederländische Architekt ist bisher unbekannt geblieben. Sein Bauherr war Hans Christian von der Meyen, Direktor der höchsten preußischen Verwaltungsbehörde in Kleve, der „Kriegs- und Domänenkammer". Schon zwei Jahre später, offenbar noch vor Vollendung des Baues, verkaufte von der Meyen Schmithausen an den klevischen Geheimen Rat Casimir Bilgen. Bilgen war Leiter der Wasser- und Deichbaubehörde für den unteren Niederrhein. Bilgen ist es wahrscheinlich auch gewesen, der den „Gartensaal" im Erdgeschoss mit einer großen Flusslandschaft rings an den Wänden ausmalen ließ. Das in den eleganten Formen des Rokoko gestaltete Schlösschen war also ursprünglich der Landsitz hoher preußischer Beamter.

Die mittelalterliche Burg

An der Stelle des heutigen Schlösschens stand schon vor 600 Jahren eine kleine Wasserburg, deren Ansicht nur noch auf Zeichnungen (hier 1744 von Jan de Beyer) erhalten ist.

Über eine Holzbrücke gelangte man damals in einen Torturm, durch den man in den Burghof kam. Dieser Hof war von mehreren Gebäuden umschlossen.

Die Wasserburg war nacheinander im Besitz verschiedener Land-Edelleute, die sie von den Herzögen von Kleve und ihren brandenburgischen Nachfolgern zu Lehen hielten.

Die mittelalterliche Rheinzollstätte

Der Name „Schmithausen" bzw. „Smithuysen" ist erheblich älter als die mittelalterliche Wasserburg. Er bezeichnete einst einen wichtigen Handelsplatz in einer Entfernung von rund 400 Meter zum heutigen Haus Schmithausen etwa an der Stelle des heutigen Aldenhofes am Altrhein. Bis ins 13. Jahrhundert floss hier noch der Hauptstrom des Rheins, so dass Schmithausen ursprünglich am Rheinufer gelegen hat. Aus dem Jahre 1142 ist eine Urkunde erhalten, die die Rolle Schmithausens beleuchtet.

Die Urkunde war für Rees bestimmt. Sie wurde von Erzbischof Arno von Köln ausgestellt. Er bestätigte darin den Reeser Händlern das schon ältere Recht der Zollfreiheit, wenn sie zu Handelszwecken nach Wesel, Xanten, Emmerich, Schmithausen, Elten und Doetinchem kämen. Außerdem sollten die Händler dieser Orte Zollfreiheit genießen, wenn sie nach Rees zu Markte kämen.

Dieser Urkunde zufolge bestand also schon 1142 eine geschlossene Ansiedlung namens Schmithausen, die einen Markt besaß und in der Fernhändler zu Hause waren. Aus anderen Quellen ist bekannt, dass in Schmithausen mindestens seit dem 11. Jahrhundert ein Reichsbeamter saß, der von allen Schiffen, die Schmithausen passierten, einen Reichszoll erhob. Als sich aber 1237 der Rhein ein neues Bett direkt an Emmerich vorbei grub, verlor Schmithausen seine Bedeutung. Der Zoll wurde von Schmithausen abgezogen, der alte Rheinlauf verlandete.

zuletzt bearbeit am 08.10.2006