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Rainer
Hoymann
Einweihung
der Luisenbrücke
im
Alten Park von Kleve
am
7. August 2005
Aufnahmen
vom 7. August 2005
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Am Sonntag, dem
07.08.2005, um 11:00 Uhr wurde die Luisenbrücke offiziell
eingeweiht. Sie verbindet den Kermisdahluferweg mit den Galleien.
Als Teil der Klever Gartenanlagen ist sie ein weiteres malerisches
Objekt, das zu einem genießerischen Spaziergang in der Natur einlädt.
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Park-
und Gartenanlage des Johann Moritz von Nassau - Siegen in
Kleve (1647 - 1679)
Entwurf:
I. Hantsche nach W. Diedenhofen (Informationsbroschüre
des Arbeitskreis "Kermisdahl - Wetering" im
Klevischen Verein für Kultur und Geschichte e.V.) |
Blick
vom "Engen Hals" über den Kermisdahl in
Richtung Schwanenburg.
Entstanden
ist diese Landzunge am 7.8.1767 durch ein Unwetter. |
An
dieser Stelle ist die neue Fußgängerbrücke entstanden.
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Das
Unwetter vom 7.8.1767 in Kleve
...
das mir die Verwüstungen anzeigte, die dem Berg
zugestoßen sind. Das große Gewitter vom 7. war so stark
über der Stadt Cleve und der Umgebung gewesen, wie man es
seit Menschengedenken nicht so schrecklich gehört hat.
Damit verbunden waren ein Orkan und eine Regenflut, die
nicht zu glauben ist. Es muss eine Wolke geradezu
geborsten sein, denn das reißende Wasser hatte mehrere
Häuser in der Stadt umflutet und riss den ganzen Weg mit
sich bis zur Pferdetränke, mit allen meinen Palisaden und
einem Teil meines Berges, wo es sich ein Loch und einen Abfluss
bis an den Fuß des Gemäuers gebahnt hat. Beim hinteren
Eingang an der Seite zum Weg zur Tränke sah man wie in
einen Abgrund, die Tiefe des Loches war ohne Ende. Der
ganze Weg von der Pforte, die Mauer entlang bis zum Garten
war hinweggeschwemmt oder zerstört und zugrunde gegangen.
Ohne
die Anstrengungen meiner Bediensteten, vom ersten bis zum
letzten, hätte mein ganzes Haus weggeschwemmt werden
können. Mitten im Gewitter und dem Wolkenbruch haben sie
gearbeitet, um die Sturzflut vom Gemäuer fernzuhalten und
sie zur Pferdetränke abzuleiten. Sie standen alle bis
über die Knie im Wasser, und bauten vor der Pforte einen
Damm aus Mist, Stroh und Erde, und auf diese Weise hat man
die Gemäuer und einen Teil des Weges zum Garten hin
erhalten können.
7.
August 1763 - „In Folge eines Wolkenbruches, der sich
besonders stark über die zwischen dem Clever-Berg und
Bellevue gelegene Umgegend ergoss", rissen die
Wassermassen „vom Abhänge eine solche Menge Erde mit
sich, dass....das Flüsschen Kermesdaal... bis auf die
Hälfte seiner früheren Breite zugedämmt und verengt
wurde, wie noch heute zu sehen ist." (von Velsen) |
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Pierre
Charles Nicolas Dufour (Abbeville 1725 - 1818) nach Jan
ten Compe (Amsterdam 1713 - 1761): Kleve vom Garten der
Konradsburg aus, 1752.
Kupferstich,
313 x 417 mm |
H.
Spilman nach Jan de Beijer: Gezicht op de Stad Kleef en de
omleggende landsdouwen, te zien van den zandberg langs het
Kermisdal, buyten de Nassausche poort (Ausschnitt), 1746.
Erschienen in Pieter Langendyk, "De Stad Kleef, Haar
Gezondheidbron, En Omleggende Landsdouwen, In Kunstprenten
Verbeeld", Haarlem 1747. |
Franz
Jacob Rousseau (1757 - 1826): Blick auf Kleve von
Bellevue, 1795. Privatbesitz, Den Haag)
Das
Gemälde entstand 28 Jahre nach dem Unwetter. Unten in der
Mitte ist die Landzunge "Enger Hals" deutlich zu
erkennen. |
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Oberhalb des "Engen Hals" lag die Konradsburg.
Im Jahre 1752 beauftragte der nach Kleve zurückgekehrte
Generalmajor Alexander Sweder Reichsfreiherr von Spaen
(1703 - 1768), Jan ten Compe, diesen Blick vom Garten der
im gleichen Jahr von ihm erworbenen Konradsburg (ganz
links im Bild) aus zu malen. Die ehemalige Konradsburg
(zerstört 1945) war um 1690 vom späteren preußischen
Staatsminister Johann Konrad von Strünckede auf den Höhen
über dem Kermisdahl erbaut worden. Von hier aus genoss
man einen wunderschönen Blick über die Stadt und die
Niederung, so dass der neue Besitzer das Domizil auf den
Namen „Bellevue" umtaufte. Der von ihm angelegte
Park, in dem eine Gesellschaft lustwandelt, ist im
Vordergrund der Darstellung zu sehen. Im Hintergrund
breitet sich das Panorama der Stadt, mit der Stiftskirche
links, dem Prinzenhof, der Schwanenburg und der Unterstadt
rechts, aus. In der Niederung fällt der Blick auf die
Galleien und den Eltenberg. |

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Ausschnitt
aus dem Tagebuch der damals 16-jährigen Prinzessin
...Als
das Diner beendet war, schöpften wir frische Luft unter
einer hübschen Linde, und bald danach machten wir uns mit
unseren Freunden auf den Weg zu ihrem Landhaus, das sich,
wie ich hier schon gesagt habe, <Bellevue> nennt,
aber es hat wohl noch nie ein Landhaus einen derartigen
Namen erhalten, der wahrer und der Lage gemäßer gewesen
wäre.
Die
Aussicht ist voller Schönheit. Als wir dort ankamen, war
ich überrascht von der Eleganz, mit der die Zimmer der
Frau van Spaen möbliert waren; das alles in einem ganz
neuen Geschmack und äußerst heiter. Wir blieben nur
einige Augenblicke in den Salons, um dort den Tee zu
nehmen; danach gingen wir in den Garten, wo wir Aussichten
hatten, göttliche, wahrhaft göttliche. Wir erstiegen
Berge, und schließlich gelangten wir in ein Wäldchen,
das auch jenen Herrschaften gehörte, und da gab es
herrliche frische Luft....
Luise
Prinzessin von Mecklenburg - Strelitz, spätere Königin
von Preußen: "Die Reise an den Niederrhein und nach
Holland 1791", übersetzt und mit einem Kommentar von
Guido de Werd herausgegeben von Paul Hartig |
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Sterbezimmer
der Namensgeberin für die neue Brücke: Luise Prinzessin
von Mecklenburg - Strelitz, Königin von Preußen. |
Auch
die Ortsbenennung "Louisendorf" geht auf die
sehr beliebte Königin zurück. Die Schreibweise
"Louise" war bei ihr nicht beliebt. Dies
ist bei der Benennung des Dorfes Louisendorf 1818, 10
Jahre nach ihrem Tode, ignoriert worden.
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Unten
links: rechts vom Bürgermeister Theo Brauer, die
Spenderin der Brücke Frau Karla Hartwig. Die Familie ist
seit Anfang des 17. Jahrhunderts in Kleve ansässig. |
Der
Kleverin, Karla Hartwig, ist die Brücke zu verdanken. Aus
dem Nachlass ihres Mannes Konrad hat sie die Brücke und
eine dazugehörige Sitzgruppe gestiftet. |
Frau
Alwine Strohmenger - Pickmann vom Arbeitskreis
"Kermisdahl - Wetering" im Klevischen Verein
für Kultur und Geschichte e. V. (oben)... |
strebt
zusammen mit Frau Gerlinde Semrau - Lensing eine
Steigerung der Attraktivität der Parkanlage am Kermisdahl
an. |

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Rede
von Frau Alwine Strohmenger - Pickmann (1. & 3. Teil) |
Bürgermeister
Theo Brauer |
Museumsdirektor
Guido de Werd, Kurhaus Kleve |
Leiter
des Preußen - Museums Wesel Herr Veit Veltzke |
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