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Van
Campen wurde 1614 zunächst als Maler in die Haarlemer
Lukasgilde aufgenommen. Während seiner Studienzeit in Italien
(1617 - 1623) widmete er sich insbesondere der Architektur der
italienischen Renaissance. Er besuchte Venedig, Vicenza und Rom.
1624 - wieder in Haarlem - arbeitete er u. a. für den
Statthalter Friedrich Heinrich.
Er
schuf einige Rathäuser, darunter sein Meisterwerk, das Rathaus
von Amsterdam (1648 - 1654), für das er auch das von Artus
Quellinus ausgeführte
Dekorationsprogramm entwarf. Seit 1630 bewohnte er sein Landgut
Randenbroek bei Amersfoort, wo er 1657 verstarb.
Für
Johann
Moritz hat van Campen
schon vor dessen klevischer Zeit gearbeitet: 1633 entwarf er das
Mauritshaus
in Den Haag. Nachdem es über Ausführungen der Pläne für das
Amsterdamer Rathaus zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem
Rat und dem Künstler gekommen war, beendete van Campen 1654 die
Arbeit in Amsterdam. Es ist anzunehmen, dass er in den
darauffolgenden Jahren nach Kleve ging, wo er 1656 erwähnt
wurde, um Johann Moritz zu beraten.
Vermutlich
geht der Entwurf des Klever
Amphitheaters auf ihn
zurück. Er zog italienische Vorbilder heran, insbesondere die
Gartenanlagen von Villen Andrea Pallodios und Pietro Ligorios ("Villa
Tivoli"). Bei der Ausführung der Pläne, die in die Zeit
nach van Campens Tod fiel, flossen in die Gestaltung Änderungen
ein.
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