Jacob van Campen

(Haarlem, NL 2.2.1595 - 13.12.1657 Amersfoort, NL)

Niederländischer Architekt und Maler

Van Campen wurde 1614 zunächst als Maler in die Haarlemer Lukasgilde aufgenommen. Während seiner Studienzeit in Italien (1617 - 1623) widmete er sich insbesondere der Architektur der italienischen Renaissance. Er besuchte Venedig, Vicenza und Rom. 1624 - wieder in Haarlem - arbeitete er u. a. für den Statthalter Friedrich Heinrich.

Er schuf einige Rathäuser, darunter sein Meisterwerk, das Rathaus von Amsterdam (1648 - 1654), für das er auch das von Artus Quellinus ausgeführte Dekorationsprogramm entwarf. Seit 1630 bewohnte er sein Landgut Randenbroek bei Amersfoort, wo er 1657 verstarb.

Für Johann Moritz hat van Campen schon vor dessen klevischer Zeit gearbeitet: 1633 entwarf er das Mauritshaus in Den Haag. Nachdem es über Ausführungen der Pläne für das Amsterdamer Rathaus zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Rat und dem Künstler gekommen war, beendete van Campen 1654 die Arbeit in Amsterdam. Es ist anzunehmen, dass er in den darauffolgenden Jahren nach Kleve ging, wo er 1656 erwähnt wurde, um Johann Moritz zu beraten.

Vermutlich geht der Entwurf des Klever Amphitheaters auf ihn zurück. Er zog italienische Vorbilder heran, insbesondere die Gartenanlagen von Villen Andrea Pallodios und Pietro Ligorios ("Villa Tivoli"). Bei der Ausführung der Pläne, die in die Zeit nach van Campens Tod fiel, flossen in die Gestaltung Änderungen ein.

zuletzt bearbeit am 08.10.2004