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Joos van Cleve
war einer der bedeutendsten und zugleich rätselhaftesten
Gestalten der Kunstgeschichte der Renaissance. Der aus dem
Klever Land stammende Künstler mit eigentlichem Namen van Beke,
gehörte von 1511 bis 1540 der Antwerpener Malergilde an, der er
dreimal (1519, 1520 und 1525) vorgestanden hat.
Umstritten ist,
ob Joos van Cleve um 1505 bei Jan Joest der in Kalkar die Flügel
des Hochaltars schuf, lernte oder in Brügge seine Ausbildung
erhalten hat. Auch Einflüsse der Kölner Malerschule und der
oberitalienischen Kunst sind in seinem Werk festzustellen. Joos
van Cleve war einer der besten Porträtisten seiner Zeit und
wurde von reichen Bürgern engagiert. Aber auch Franz I. von
Frankreich und Kaiser Maximilian I. gehörten zu seinen
Auftraggebern.
Aus seiner
ersten Ehe erwuchsen zwei Kinder, eine Tochter und ein Sohn. Der
Sohn Cornelis, geboren im Jahr 1520, wurde ebenfalls Maler. Es
ist möglich, dass Joos van Cleve zwischen 1529 und 1534 durch
Italien und Frankreich reiste, da sein Aufenthalt in Antwerpen
nicht dokumentiert ist. Am 10. November 1540 fasste er sein
Testament ab. Das genaue Todesdatum ist unbekannt, allerdings
wird seine zweite Frau am 13. April 1541 als Witwe bezeichnet.
Der obige Stich
hat das Selbstbildnis Joos van Cleve um 1540 (Windsor Castle)
als Vorlage, zu dem ein Bildnis seiner Ehefrau als Gegenstück
gehört. Es zeigt das Brustporträt des Künstlers im Mantel mit
Barett, die Hände im Redegestus erhoben. Als Zeichen seiner
Zunft ist an einen Pfeiler im Hintergrund seine Palette aufgehängt.
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zu seinen Werken in Museen und Kunstgalerien.
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