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Jan de Beijer Aarau 1703 - 1775 oder 1780 in Emmerich od. Doesburg |
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![]() 75.97 KB • Cornelis Pronk, Bildnis Jan de Beijers, um 1750, Pinselzeichnung in Grau. Amsterdam, Stadtarchiv |
![]() 175.30 KB • Der Fischmarkt mit dem Mitteltor in Kleve, 1745. Aquarellierte Federzeichnung, 163 x 208 mm, Kleve, Privatbesitz |
![]() 131.54 KB • Die Klever Schwanenburg vom Kloppberg aus gesehen, 1745. Aquarellierte Federzeichnung, 203 x 242 mm. Kleve, Museum Kurhaus Kleve |
![]() 105.50 KB • Die Burg in Kleve von Süden, 1745. Federzeichnung über Bleistiftskizze, 218 x 287 mm, Kleve, Museum Kurhaus Kleve, Sammlung Angerhausen |
![]() 165.58 KB • Der untere Innenhof der Schwanenburg in Kleve im Jahre 1745. Aquarellierte Federzeichnung, 161 x 206 mm, Haarlem, Stadtarchiv |
![]() 131.76 KB • Marktplatz mit dem Rathaus in Kalkar, 1744. Aquarellierte Federzeichnung, 157 x 276 mm, Kalkar, Städtisches Museum. |
![]() 130.68 KB • Der Markt in Goch im Jahre 1737. Aquarellierte Federzeichnung, 193 x 297 mm. Kleve, Museum Kurhaus Kleve |
![]() 124.42 KB • Das Innere der St. Martinikirche in Emmerich nach Osten. Aquarellierte Federzeichnung, 158 x 110 mm. Nicht signiert, nicht bezeichnet. Privatbesitz |
![]() 89.09 KB • Der Kleine Markt und die Stiftskirche, 1746. Federzeichnung, in grau und braun laviert, 205 x 375 mm, Kleve, Museum Kurhaus Kleve |
![]() 167.62 KB • Burg und Stiftskirche in Kleve von der Mühlenstraße, 1745 oder 1746. Aquarellierte Federzeichnung, 160 x 35 mm, Kleve, Museum Kurhaus Kleve |
![]() 108.83 KB • Blick auf die Galleien von der Nordostecke der Schwanenburg, 1746. Grau lavierte Federzeichnung, 220 x 577 mm, Pulheim-Brauweiler, Rheinisches Amt für Denkmalpflege |
![]() 91.22 KB • Blick auf Kleve vom Königsgarten am Kermisdael, 1745. Grau lavierte Federzeichnung, 188 x 488 mm, Pulheim-Brauweiler, Rheinisches Amt für Denkmalpflege |
![]() 128.28 KB • Die St. Willibrordikirche in Kellen, 1745. Grau lavierte Federzeichnung, 121 x 192 mm. Kleve, Museum Kurhaus Kleve, Sammlung Angerhausen |
![]() 119.31 KB • Amphitheater - 1749, Aquarellierte Federzeichnung, 156 x 199 mm, Detroit, The Detroit Institut of Arts |
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Der größte niederländische topografische Zeichner des 18. Jahrhunderts, Jan de Beijer, verbrachte seine Jugend in Emmerich. In der Kunstgeschichte gilt das 18. Jahrhundert als ein Zeitraum des Verfalls. Trotz dieses allgemeinen Urteils gibt es eine Kunst, die in diesem Jahrhundert ihre Blütezeit erreichte: Die "gekonnte" zeichnerische Wiedergabe von Ansichten in und auf Städte, Dörfer oder Burgen. Die Nachfrage nach solchen Zeichnungen war groß, da es modern geworden war, Sammlungen anzulegen, die man "Atlas" nannte. Ein unübertroffenes Beispiel eines solchen Sammelwerkes ist "Het verheerlykt Nederland" (HVN, Herausgeber J. Tirion, 1705 -1765 in Amsterdam). Der ergänzende 10. Teil ist "Het verheerlykt Kleefschland" (HVK), der etwas später erschien und nicht von Tirion, sondern von anderen Buchverkäufern verlegt wurde. Nämlich J. de Groot en G. Warnars (Amsterdam), A. und P. Blussé (Dordrecht), S. und J. Luchtmans (Leiden) sowie V. van der Plaats (Harlingen). Im HVN sind 53 % und im HVK sind alle Bilder von der Hand Jan de Beijers gezeichnet. Sein Lehrmeister und Mitarbeiter am HVN ist Cornelis Pronk (1691 - 1759). Diese beiden Künstler gehören zu den größten ihrer Zeit. De Beijer hat gearbeitet im Gebiet um Kleve, Gelderland, Utrecht und Amsterdam, weniger in den Provinzen Overijssel, Noord-Holland, Zuid-Holland, Noord-Brabant und Limburg sowie in Ost-Belgien. Jan de Beijer ist am 24. September 1703 in Aarau (Schweiz) als dritter Sohn der Eheleute Johan Jacob de Beijer (Basel 1654 - 1719 Emmerich) und Maria Barbara Huisch geboren. Er zog um nach Emmerich, wohnte danach in Vierlingsbeek (Ndl. Noord-Limbug) und später ging er nach Amsterdam. Dort wurde er Lehrling des C. Pronk. Wenn man den Handbüchern glauben darf, hat er dort eine Zeichenschule eröffnet. Es wird behauptet, dass er in Kleve oder bei Emmerich (Haus Hueth) am 15. Februar 1780 gestorben ist. Drs. H. Romers behauptet in seinem Aufsatz "Jan de Beijer und der Niederrhein" (veröffentlicht im Kalender für das Klever Land, Ausgabe 1980, Seite 34 ff), dass de Beijer in den Niederlanden, höchstwahrscheinlich in-, oder in der Nähe von Doesburg gestorben ist. Jan de Beijer blieb unverheiratet. Offensichtlich ging er freundschaftlich mit seinen Kollegen um, denn diese haben ihn mehrere Male gezeichnet. Bisher sind 11 Porträts von ihm bekannt. Das schönste ist gezeichnet worden von seinem Lehrmeister Pronk. Es zeigt einen jovialen freundlichen Mann. De Beijers früheste Zeichnungen sind 1732 datiert. Sie haben alle Bezug auf das Niederrheingebiet. Zwischen 1732 und 1745 hat er außer am Niederrhein auch in den Niederlanden und Belgien gearbeitet. Ab 1747 arbeitet er ausschließlich in den Niederlanden. Dann macht er auch sein erstes Werk, das Amsterdam zum Gegenstand hat. 1769 beendet de Beijer seine Tätigkeit als Künstler. Jan de Beijer hat ungefähr 200 Zeichnungen am Niederrhein hergestellt. Er war also für die Topografie der Region im 18. Jahrhundert ein sehr bedeutsamer Künstler. In den Dörfern, die im Umkreis von Kleve liegen, hat de Beijer in der Regel die Kirche mit der Umgebung gezeichnet, doch sind die verschiedenen Zeichnungen interessant, weil de Beijer immer das Detail deutlich wiedergibt. Man sieht deshalb die großen Unterschiede und Variationen in den Baustilen der in der Nähe der Kirchen stehenden Häuser. Auch die Kirchen sind naturgetreu wiedergegeben. Auch die Burgen rund um Kleve hatten de Beijer`s Interesse. Viele davon sind Wasserburgen. Jan de Beijer - gerade weil er in seinen Zeichnungen "kleinlich" Details wiedergibt - ermöglicht uns heute einen Einblick in das Dorf- und Stadtleben des 18. Jahrhunderts. Man kann sich darüber freuen. Aber man kann dann auch bedauern, dass seitdem soviel Schönes verschwunden ist, häufig zerstört im Namen des sogenannten Fortschrittes. |
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