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Govaert Flinck
stand Zeit seines Lebens in Verbindung mit seiner Vaterstadt
Kleve und insbesondere mit dem Statthalter Johann Moritz.
Flinck war zunächst
Schüler eines Glasmalers in Kleve bevor er nach Leeuwarden
umzog.1629 erhielt er dort seine Ausbildung bei dem Rembrandschüler
Lambert Jacobs. Spätestens 1632 ging er nach Amsterdam, wo er
von 1634 bis 1636 zusammen mit seinem Freund Jacob Adriaensz
Backer bei Rembrandt studierte. Ab 1636 sind von ihm Beweise
selbständiger Arbeit überliefert. Nachdem er sich endgültig
dort niedergelassen hatte, malte er zahlreiche Porträts von
Amsterdamer Persönlichkeiten, ferner einige Schützenbilder,
und gestaltete auch biblische und historische Themen. Seine Frühwerke
lehnen sich stark an Rembrandt an, wie "Jugendlicher
Krieger" (1636, Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum). Ab
1642 orientiert er sich immer stärker an den prunkvollen Stil
von Bartholomeus van der Helst.
Als
Bildnismaler hat er auch für Johann Moritz gearbeitet. Über
diesen hat Govaert Flinck wohl auch Bekanntschaft mit Friedrich
Wilhelm von Brandenburg gemacht. Für den Kurfürsten und seine
Frau Louise Henriette malte Flinck 1648 die Allegorie auf die
Geburt ihres ersten, in Kleve geborenen Sohnes, des Kurprinzen
Wilhelm Heinrich. Zu diesem Anlass soll er auch in Kleve gewesen
sein. Aus dem Jahr 1652 stammt ein Bildnis des Großen Kurfürsten
(Berlin, Schloss Charlottenburg).
Auf dem Gipfel
seines Erfolges erhielt der Maler 1656 den Auftrag zur Ausschmückung
des Amsterdamer Rathauses. Für das dortige Ratszimmer malte er
1657 das Bild "Salomo um Weisheit betend", eine
kleinere Version schenkte er seiner Vaterstadt Kleve. Den
Amsterdamer Auftrag konnte Flinck bis zu seinem Tod nicht mehr
zu Ende führen.
Sein Freund
Joost van den Vondel hat ihm den Namen "Kleefsche Apelles"
gegeben und ihn in zahlreichen Epigrammen unsterblich gemacht. Link
zu seinen Werken in Museen und Kunstgalerien. Link
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