Barend Cornelis Koekkoek

(Middelburg, Niederlande 11.10.1803 - 5.4.1862 Kleve)

Niederländischer Historien- und Porträtmaler

Bildnis des Malers B. C. Koekkoek, Lithographie nach Charles Baugniet, 1839 (B. C. Koekkoek-Haus, Kleve)

 Die romantische Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts fand in Kleve eines ihrer Zentren. Ein heute als "Klever Romantik" bekannter Künstlerkreis scharte sich um den niederländischen Maler Barend Cornelis Koekkoek der, aus den Niederlanden kommend, als "Fürst der Maler" in Kleve einzog. Die Gründung seiner Malerakademie im Jahre 1841 lockte vor allem aus den Niederlanden viele Künstler an.

Barend Cornelis Koekkoek, geboren 1803 in Middelburg, kam 1834 nach Kleve, das ihn wegen seiner Lage auf Hügeln über der niederrheinischen Ebene faszinierte. Hier fand er die ideale Inspirationsquelle für seine Landschaftskompositionen, für die er sich von der Natur als dem "vollendesten Gemälde" den Pinsel führen ließ. Als Spross einer Malerfamilie aus Middelburg wurde der junge Barend Cornelis mit seinen Brüdern Marinus Adrianus, Johannes und Hermanus im Geist der niederländischen Romantik erzogen. Die Geschwister wurden wie der Vater Johannes Hermanus Koekkoek im Fach der Marinemalerei ausgebildet. Der junge Barend Cornelis ging mit seiner Landschaftsmalerei eigene, von Erfolg und Ruhm begleitete Wege. Davon zeugen die vielen Auszeichnungen, die er für seine Gemälde erhielt, und seine prominenten Auftraggeber. Die Nachkommen seiner Geschwister führten die künstlerische Familientradition in den Niederlanden, England und Amerika bis in unser Jahrhundert weiter.

Barend Cornelis Koekkoek starb 1862 in Kleve. Sein repräsentatives Malerpalais im Herzen der Unterstadt ließ der Maler 1848 errichten. Das Haus nebst dem Belvedere heute ein Kleinod der Stadt, wird in der Tradition seines Erbauers als Museum für die Malerei der Klever Romantik fortgeführt und ist eines der schönsten Künstlerhäuser des Rheinlandes und der angrenzenden Niederlande.

Museum Kurhaus Kleve (Annegret Gossens): B. C. Koekkoek-Haus, errichtet 1845 - 1848, Kleve 2000 (?) Museum Kurhaus Kleve (Annegret Gossens): Koekkoeks Belvedere vom Garten aus, Kleve 1994
Koekkoeks Belvedere mit der Pallas-Statue von Ignatius Johannes Stracké. Die Aufnahme muss vor 1935 entstanden sein, da in diesem Jahr die Demontage der Statue wegen Baufälligkeit erfolgte.
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Statue der "Pallas Athene" - Gipsformung nach einem Holzoriginal

 

Auf die Laterne des Atelierturms Belvedere im Garten platzierte Koekkoek eine aus Holz gearbeitete, fast drei Meter hohe Statue der "Pallas Athene". Ausgeführt wurde diese Skulptur, die in den 1930er Jahren in sich zusammen gebrochen ist, von Ignatius Johannes Stracke aus Rees. "Pallas Athene" als Göttin der Weisheit und der Künste überragte nun nicht nur das Grundstück Koekkoeks sondern auch die Stadt Kleve.

Museum Haus Koekkoek, Kleve im Mai 2009

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Die Grabstelle des B. C. Koekkoek auf dem Alten Friedhof an der Lindenallee. Aufnahmen vom 4. Juli 2007.

Laut mündlicher Aussage von Zeitzeugen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg die Grabstelle neu eingerichtet. Die zerstörte Platte wurde durch eine andere ausgetauscht. Diese drehte man um und erneuerte die Beschriftung. Hierbei ging man nicht sehr sorgfältig vor, denn der Todesmonat war April und nicht Mai! Auch soll die Grabplatte nicht an dem Ursprungsort neu aufgelegt worden sein. Das Grab wurde zerstört, obwohl bei Aufnahme des Grabes der Sarg noch im intakten Zustand war.

Link zu seinen Werken in Museen und Kunstgalerien.

Link zu "Bildindex": Künstler / alle / Koekkoek* / koekkoek, barend cornelis

Der Simonis & Buunk Kunsthandel und das Museum B. C. Koekkoek-Haus in Kleve haben ein Koekkoek - Dokumenten - Zentrum im Internet eingerichtet, dass sich zur Aufgabe gestellt hat, eine möglichst vollständige Übersicht vom Werk - der vier kunsthistorisch bedeutendsten Generationen -  der Malerfamilie Koekkoek zu bieten.

zuletzt bearbeit am 15.05.2009

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