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Die
romantische Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts fand in
Kleve eines ihrer Zentren. Ein heute als "Klever
Romantik" bekannter Künstlerkreis scharte sich um den
niederländischen Maler Barend Cornelis Koekkoek der, aus den
Niederlanden kommend, als "Fürst der Maler" in Kleve
einzog. Die Gründung seiner Malerakademie im Jahre 1841 lockte
vor allem aus den Niederlanden viele Künstler an.
Barend Cornelis
Koekkoek, geboren 1803 in Middelburg, kam 1834 nach Kleve, das
ihn wegen seiner Lage auf Hügeln über der niederrheinischen
Ebene faszinierte. Hier fand er die ideale Inspirationsquelle für
seine Landschaftskompositionen, für die er sich von der Natur
als dem "vollendesten Gemälde" den Pinsel führen ließ.
Als Spross einer Malerfamilie aus Middelburg wurde der junge
Barend Cornelis mit seinen Brüdern Marinus Adrianus, Johannes
und Hermanus im Geist der niederländischen Romantik erzogen.
Die Geschwister wurden wie der Vater Johannes Hermanus Koekkoek
im Fach der Marinemalerei ausgebildet. Der junge Barend Cornelis
ging mit seiner Landschaftsmalerei eigene, von Erfolg und Ruhm
begleitete Wege. Davon zeugen die vielen Auszeichnungen, die er
für seine Gemälde erhielt, und seine prominenten Auftraggeber.
Die Nachkommen seiner Geschwister führten die künstlerische
Familientradition in den Niederlanden, England und Amerika bis
in unser Jahrhundert weiter.
Barend
Cornelis Koekkoek starb 1862 in Kleve. Sein repräsentatives
Malerpalais im Herzen der Unterstadt ließ der Maler
1848 errichten. Das Haus nebst dem Belvedere heute ein
Kleinod der Stadt, wird in der Tradition seines Erbauers
als Museum für die Malerei der Klever Romantik fortgeführt
und ist eines der schönsten Künstlerhäuser des
Rheinlandes und der angrenzenden Niederlande. |
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Statue
der "Pallas Athene" - Gipsformung
nach einem Holzoriginal
Auf
die Laterne des Atelierturms Belvedere im Garten
platzierte Koekkoek eine aus Holz gearbeitete, fast drei
Meter hohe Statue der "Pallas Athene".
Ausgeführt wurde diese Skulptur, die in den 1930er
Jahren in sich zusammen gebrochen ist, von Ignatius
Johannes Stracke aus Rees. "Pallas Athene" als
Göttin der Weisheit und der Künste überragte nun
nicht nur das Grundstück Koekkoeks sondern auch die
Stadt Kleve.
Museum
Haus Koekkoek, Kleve im Mai 2009 |
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