"Voltaire"

Der richtige Name lautet: François Marie Arouet l. J. (le Jeune = junior); den Nachnamen verschlüsselte er zum Anagramm (Neubildung durch Umstellung der Buchstaben) zu Voltaire.

(Paris, 21.11.1694 - 30.05.1778)

Er strebte eine Philosophen-Kolonie in Kleve an.

Voltaire (im Alter von 42 Jahren) - Archiv für Kunst und Geschichte, Berlin-Nikolassee

Diese Darstellung behandelt die Bezüge Voltaires zum Kleverland. Eine kurze Biographie des Philosophen finden Sie im Internet u. a. unter

"Wikipedia: Voltaire"

"Klassiker der Weltliteratur"

Sämtliche Angaben wurden dem Buch "Voltaire am Niederrhein" von Dr. Heinz Will, Boss Druck und Verlag, Kleve, 1974 entnommen.

Erster Besuch: 11. bis 14. September 1740 auf Schloss Moyland

Friedrich der Große beabsichtigte Voltaire inkognito in Brüssel zu treffen. Ein Viertagefieber durchkreuzte die Pläne und zwang den König auf Schloss Moyland auszuruhen. "Er (Friedrich) sandte mir einen Kurier und ich reiste ab, um ihn in der Nähe von Kleve zu treffen. Dort begegnete ich einem der liebenswürdigsten Menschen der Welt, einem Manne, der auch dann der Charme der Gesellschaft wäre und dessen Gesellschaft man auch dann überall suchen würde, wenn er nicht König wäre; einem Philosophen ohne Strenge, erfüllt von Güte, zuvorkommendem Wesen und Anmut. Er erinnerte sich nicht, König zu sein, sobald er mit seinen Freunden zusammen ist. Ja, er vergisst es so vollständig, dass auch ich es fast vergaß und dass es einer Anstrengung des Gedächtnisses bedurfte, mir zu vergegenwärtigen, dass ich am Fußende meines Bettes einen Souverän sitzen sah, der über eine Armee von 100.000 Mann gebot."

Voltaire fuhr von Moyland am 14. September nach Holland weiter, wo er sich um die Drucklegung des Erstlingswerkes Friedrichs, den Anti-Machiavel zu kümmern hatte. Hierbei hielt er sich für kurze Zeit in Kleve auf, wie ein Brief an seien Freund d`Argental vom 15. September belegt. In Kleve nahm er sich zumindest die Zeit, für ein Gespräch mit einem Bürger der Stadt, denn in seiner Korrespondenz mit Friederich dem Großen vom 12. Oktober 1740 aus Den Haag findet sich diese Textpassage: "Ein Mann aus Kleve sagte, während Euer Majestät in Moyland waren: "Ist es wahr, dass wir einen König haben, der einer der gelehrtesten und größten Genies Europas ist? Man sagt, dass er es gewagt hat, Machiavel zu widerlegen.""

Zweiter Besuch: 8. bis 16. (?) Dezember 1740 in Kleve

"Wenn ich kann, werde ich in Kleve Zuflucht suchen."

Nachdem Voltaire seinen Auftrag in Den Haag erfüllt hatte, fuhr er zum König nach Berlin. Die Rückreise nach Frankreich führte ihn dann wieder nach Kleve. "Im übrigen glaube ich, dass, wenn ich sterbe, ich im Rhein oder in der Maas sterben werde, zwischen denen ich eingeschlossen bin und die nach besten Kräften über ihre Ufer treten. Durch diese Sintflut werde ich dafür bestraft, dass ich meinen König verlassen habe. Wenn ich kann, werde ich in Kleve Zuflucht suchen."

Die "Zuflucht in Kleve" dürfte eine willkommene Reiseunterbrechung gewesen sein, um sich zu erholen, zumal da er als Staatsgast Friedrichs mit allen Annehmlichkeiten einer Unterbringung und Betreuung auf der Schwanenburg rechnen konnte.

Dritter Besuch: Ende Juni 1750 bis nach dem 14. Juli 1750 in Kleve

"Das Gelände ist bepflanzt wie die Champs Elysées und der Bois de Boulogne."

Als Voltaires Lebensgefährtin, Madame du Châtelet, im September 1749 verstorben war, gelang es Friedrich dem Großen, Voltaire zu einer weiteren Reise an den Hof von Berlin zu überreden.

Am 8. Juni 1750 richtete Voltaire von Paris aus einen Brief an den Clevischen Kanzler und Präsidenten der Kammer von Raesfeld1, den er in Moyland kennengelernt hatte, indem er sein Eintreffen in Kleve für Anfang Juli in Aussicht stellte. 

Ende Juni 1750 kommt Voltaire in Kleve an. Als Staatsgast des Königs nimmt er Wohnung in der Schwanenburg, die ihm von seinen früheren Besuchen bereits vertraut war. Die Schwanenburg bot sich - auch, wenn ein Teil des Mobiliars 1740 auf Weisung des Königs vor seiner Zusammenkunft mit Voltaire nach Schloss Moyland gebracht worden war - noch in ihrer vollen Ausdehnung und Schönheit dar. "Ich habe mich also einige Tage in dem Schloss dieser Prinzessin aufgehalten, die Madame de la Fayette so berühmt gemacht hat. Doch man kennt hierorts nicht das galante Abenteuer dieser bemerkenswerten Frau und des Herzogs von Nemours. Hier ist nicht, das schwör ich Euch das Land der Romane und Amouren. Das ist schade, denn das Land scheint geschaffen zu sein für solche Prinzessinnen von Kleve."2

Voltaire`s Gesundheitszustand war durch die Strapazen der Reise angeschlagen. Auch musste er in Kleve feststellen, dass für seine Weiterreise nach Berlin noch keine Vorkehrungen getroffen waren. Er nutzte diesen Umstand: "Euer Majestät Untertan bin ich, aber auch sein Kranker. Ich mache der Brunnengöttin dieses schönen ruhigen Ortes den Hof und trinke aus ihrer Quelle in vollen Zügen."

Dr. Johann Heinrich Schütte hatte 1742 im Tiergarten damit begonnen, die von ihm gefasste eisen- und vitriolhaltige Mineralquelle als Heilmittel in Anwendung zu bringen. Voltaire, wohl auf Empfehlung durch Johann P. von Raesfeld und nach Untersuchung durch Dr. Schütte, begann mit einer Trinkkur. "Das Wasser indessen ist ebenso gut wie dasjenige von Spaa und Forges, und man kann die kleinen Eisenatome an keinem schöneren Ort herunterschlürfen."

Da seine Abreise sich weiter hinauszögerte fand Voltaire die Zeit und Muße, die Schönheiten der von Mauritz von Nassau geschaffenen Alleen und Gartenanlagen kennenzulernen. "Die natürlichen Reize dieses sehr schönen Orts, die sich aus seiner Lage ergeben, sind durch kunstvoll Anlagen noch erhöht worden. Die Fernsicht ist dem Ausblick, den man in Meudon3 hat überlegen. Das Gelände ist bepflanzt wie die Champs Elysées und der Bois de Boulogne. ... Ungeachtet der Schönheit von Kleve`s Lage, ungeachtet der Römerstraße, und trotz des Turms4, von dem man sagt, er sei von Julius Cäsar oder zum wenigsten von Germanicus errichtet worden, trotz der Inschriften einer 26ten Legion, die hier im Winterquartier war, trotz der schönen Alleen, die von Mauritz von Nassau gepflanzt sind, trotz seines großen eisernen Grabmals und schließlich trotz des ausgezeichneten Mineralwassers, das erst vor kurzer Zeit hier entdeckt worden ist, gibt es keinen Nennenswerten Besucherzustrom in Kleve." Als ortskundiger Begleiter stand Voltaire möglicherweise Dr. Schütte zur Verfügung, der auch in anderen Fällen seine Brunnengäste zu den Sehenswürdigkeiten von Kleve und seiner Umgebung geführt hat.

Vieles spricht auch dafür, dass Voltaire den verlängerten Aufenthalt in Kleve auch dazu benutzt hat Schenkenschanz und Tolhuis zu besichtigen, um örtliche Studien zu seiner Schilderung des Rheinübergangs Ludwig des Vierzehnten in dem großen Geschichtswerk "Le siècle de Louis XIV" zu machen. 

Nach dem 14. Juli waren die Vorbereitungen abgeschlossen und Voltaire fühlte sich kräftig genug die Reise fortzusetzen: "Der Befehl des Königs für die Relais-Stationen ist endlich angekommen. Damit endet mein Zauber bei der Prinzessin von Kleve, und ich breche auf nach Berlin."

Schenkenschanz im Geschichtswerk "Jahrhundert Ludwigs des Vierzehnten"

Durch dieses Werk wurde Voltaire der Begründer der modernen Universalgeschichtsschreibung. 

Seine Absicht war es, mit einer realistischen Darstellung der historischen Begebenheiten eine neue Konzeption der Geschichtsschreibung zu verwirklichen.

Daher nutzte Voltaire seinen 3. Besuch in Kleve im Jahr 1750 für eine Besichtigung von Schenkenschanz. Im zehnten Kapitel des zweibändigen Werkes wird unter dem Titel "Eroberung Hollands" der Rheinübergang Ludwigs XIV bei Schenkenschanz am 12. Juni 1672 beschrieben. 

Dieser Rheinübergang war von den Zeitgenossen Ludwigs als eine Heldentat gefeiert worden. Bossuet (Kanzelredner) hatte sie "das Wunder des Jahrhunderts" genannt. Boileau (Hofpoet) verherrlichte die Tat,  indem er sie mit dem Rheinübergang von Caesar verglich.

Mit diesen Übertreibungen räumte Voltaire bewusst und in völliger Respektlosigkeit auf:

"In der Tat hatte der König die Absicht, den Strom auf einer Brücke zu überqueren, die mit Hilfe der kleinen von Martinet erfundenen Pontons gebaut werden sollte. Da machten einige Leute aus dem Lande den Prinzen von Condé darauf aufmerksam, dass die jahreszeitlich bedingte Trockenheit in der Nähe eines alten Turms in einem Rheinarm eine Furt gebildet habe; der Turm, der als Zollstelle diene und den man Tollhuis, Haus des Zolls, nenne, beherberge nur siebzehn Soldaten. Der König ließ die Furt durch den Grafen de Guiche untersuchen. Es waren in der Mitte dieses Rheinarms nach dem, was Pellisson als Augenzeuge in seinem Briefen sagt und was mir die Einwohner des Landes bestätigt haben, nur ungefähr zwanzig Schritte zu durchschwimmen. Dieser Abstand bedeutete gar nichts, weil mit einer Front von mehreren Pferden die Strömung unterbrochen wurde, die ohnehin nicht stark war.

Der Aufmarsch am Ufer bot keine Schwierigkeiten. Auf der anderen Seite des Wassers standen nur 4-500 Reiter und zwei schwache Infanterie-Regimenter ohne Geschütz, die von der französischen Artillerie in der Flanke beschossen wurden. Während das Gefolge des Königs und die beiden Reiter-Eskadronen in Stärke von etwa 15.000 Mann ohne Risiko hinüberritten, folgte ihnen seitlich der Prinz von Condé in einem kupfernen Ponton."

Mit seiner Formulierung "Die berühmte Schenkenschanz, von der Boileau spricht, ist ein ehemaliger Landedelsitz, der sich zur Zeit des Herzogs Alba verteidigen konnte", überspannte Voltaire allerdings den Bogen. So bedeutungslos war die Schenkenschanz im Jahre 1672 nicht, als dass sie den Franzosen keinen Widerstand hätte leisten können. 

Ein gutes Beispiel für seine kritische Distanz und Bewertung der Geschichte - und den dafür erforderlichen Mut - findet sich im folgenden Zitat:

"Es hätte keine Gefallenen gegeben an diesem Tag ohne die Unvernunft des jungen Herzogs von Longueville.5 Man sagt, dass er mit weinumnebelten Kopf seine Pistole auf die kniend um ihr Leben bittenden Feinde abfeuerte und ihnen zuschrie "Keine Gnade für diese Kanaille". Er tötete mit diesem Schuss einen ihrer Offiziere. Die verzweifelte holländische Infanterie griff im Augenblick zu den Waffen und feuerte eine Salve ab, die den Herzog von Longueville tödlich traf. Ein Kavalleriehauptmann, namens Ossembroek, der nicht mit den anderen geflohen war, eilte zum Prinzen von Condé, der vom Flusse kommend gerade sein Pferd besteigt, und hält ihm seine Pistole an den Kopf. Durch eine Bewegung lenkt der Prinz den Schuss ab, der ihm das Handgelenk zerschmettert." 

Voltaire`s Klevische Philosophen-Kolonie

"Ich hätte gewünscht, dass mein Bett in Kleve stünde."

Am 21. Juni 1766 schrieb Voltaire Friedrich den Großen, dass er die Absicht habe, seine Wohnsitz in Ferney aufzugeben und ins Kleverland zu ziehen, um dort eine Philosophische Akademie zu gründen. Friedrich steht diesem Gedanken positiv gegenüber: "Ihr sprecht von einer Kolonie von Philosophen, die sich in Kleve niederlassen wollen ... . Dieses Asyl steht Euch zu jeder Zeit offen. Ihr könnt von der Schweiz nach Kleve ohne Anstrengung reisen, wenn Ihr Euch in Basel einschifft. Ihr könnt diese Reise in vierzehn Tagen zurücklegen, fast ohne Euer Bett zu verlassen." 

Voltaire beabsichtigte ursprünglich Schloss Moyland zum Sitz dieser "Kolonie" zu wählen, dies musste ihm jedoch der König verweigern: "Ich sehe, dass Euch die Gründung der kleinen Kolonie am Herzen liegt, von der Ihr mir gesprochen habt. Ihr bringt mich in Verlegenheit, wenn ich auf gewisse Punkte antworten soll. Dieses Haus Moyland nahe bei Kleve, von dem Ihr sprecht, ist durch die Franzosen ruiniert, und soweit ich mich entsinne, ist es jemandem übereignet worden, der sich verpflichtet hat, es zu seiner Benutzung wieder herzustellen (gemeint ist Adrian Baron van Steengracht (1729-1773))." 

Am 24. Oktober 1766 empfiehlt Friedrich Kleve als alternativen Standort: "Das steht der Errichtung Eurer Kolonie nicht entgegen; und ich glaube, das einfachste Mittel wäre, dass diese Leute jemanden nach Kleve schickten um zu sehen, was ihnen passend erscheint und worüber ich zu ihren Gunsten disponieren kann."

Doch die Standortfrage hatte sich schnell erledigt, denn weder Diderot noch d`Alembert waren dazu bereit, der Einladung Voltaires zu folgen. Mit seinem Schreiben vom 30. Oktober 1769 gab Voltaire das Scheitern seines Vorhaben zu: "Ich danke Euer Majestät ergebenst für diesen kleine Vorwurf: ich gestehe ihr, dass ich so verärgert und beschämt war über den geringen Erfolg der Übersiedlung nach Kleve, dass ich seit dieser Zeit nicht gewagt habe, Euer Majestät irgendeine meiner Ideen zu unterbreiten. Wenn ich daran denke, dass ein Tor und Schwachkopf wie Sankt Ignatius ein Dutzend Proselyten gefunden hat, die ihm gefolgt sind, und dass ich nicht drei Philosophen habe finden können, bin ich versucht zu glauben, dass die Vernunft zu nichts gut ist. ... Im übrigen bin ich, Sire, seit einem Jahr in meinem Bett; ich hätte gewünscht, dass mein Bett in Kleve stünde."

Anmerkungen:

1) Johann Peter von Raesfeld war seit 1716 als Geheimer Regierungsrat bei der Klevischen Regierung tätig. Er wurde 1733 zum Vizekanzler und am 12. März 1742 zum Kanzler und Präsidenten der Klevischen Regierung ernannt. Voltaire und von Raesfeld waren sich näher gekommen, als Voltaire auf der Rückreise von Moyland in Den Haag blieb, um sich im Auftrage Friedrichs um die Korrektur und die Drucklegung des Anti-Machiavel`s zu kümmern. Voltaire wurde im Palais des Königs von Preußen, in dem von Raesfeld zu jener Zeit noch als preußischer Gesandter residierte, auf Weisung Friedrichs ein Appartement eingeräumt, in dem er mehr als zwei Monate Wohnung nahm und in dem er sich auch später immer wieder einlogierte, wenn sein Weg ihn über Den Haag führte. Der Kontakt zwischen den beiden Männern hatte sich dadurch intensiviert, dass Voltaire von Raesfeld gebeten hatte, an der Beilegung eines Rechtsstreits mitzuwirken, der zwischen den Häusern des Marquis du Châtelet und von Hoensbroek anhängig war und der Ansprüche von über 200.000 Livres zum Gegenstand hatte. 

Von Raesfeld übernahm schließlich auf Wunsch beider Parteien die Aufgabe eines Schiedsrichters und schlichtete nach jahrelangen Verhandlungen, die sich bis in das Jahr 1748 hinzogen den Streit.

Da von Raesfeld zwischenzeitlich zum Kanzler und Präsidenten der Klevischen Regierung ernannt worden war, kündigte Voltaire, nachdem er Friedrich um Protektion für Madame du Châtelet gebeten hatte, in einem Schreiben an den Nachfolger von Raesfeld`s in Den Haag, dem Grafen von Podewils sogar einen Besuch der Marquise in Kleve für das Frühjahr 1745 an. Ob dieser Besuch Wirklichkeit wurde, ist nicht verbürgt. Voltaire hätte Madame du Châtelet alsdann sicherlich nach Kleve begleitet.  (zurück)

2) Der Roman "Die Prinzessin von Kleve" der Madame de la Fayette, der im Jahre 1678 erschienen war, wurde durch seine sprachliche Schlichtheit und die psychologische Darstellungskunst der Autorin zum Vorläufer des modernen psychologischen Romans. Obgleich die Begebenheit am Hofe Heinrich des Zweiten, in die das Romangeschehen eingebettet ist, streng nach der Historie gezeichnet sind, ist weder die Handlung noch die Person der Romanheldin historisch. Zwar entspricht es den Tatsachen, dass der zweite Sohn Herzog Franz des Ersten von Kleve-Nevers, der in der Romanstory als Prinz von Kleve figuriert, wie in dem Romangeschehen in der Blüte seiner Jahre verstarb. Jacques von Kleve war jedoch mit Diane de la Marck verheiratet und hatte ein Jahr vor seinem Tode die Nachfolge seines in den Religionskämpfen verunglückten Bruders Franz von Kleve im Herzogtum Nevers angetreten. 

Das war Voltaire, der sich selbst als guten Histographen bezeichnete, zweifellos bekannt, als er schrieb, er halte sich einige Tage in dem Schloss des Prinzessin von Kleve auf. Wenn er trotzdem diese poetisierende Umschreibung für die Schwanenburg wählte, so spiegelt sich darin einmal mehr das hohe Lob wider, das er in den nachfolgenden Sätzen der Landschaft und wohl auch der Schwanenburg zollte. (zurück)

3) Meudon im Südwesten von Paris gelegen, bietet von seinen bewaldeten Hügeln herrliche Fernsichten in das Seine-Tal. (zurück)

4) Voltaire spielt damit auf den Schwanenturm und die heute noch vorhandene Steintafel aus 1439 an, die davon kündigt, dass nach der mündlichen Überlieferung der Vorgänger des Schwanenturms, der sogenannte Graue Turm, von Julius Cäsar erbaut worden ist. ENDE MEN SEGHT DAT JULIUS CESAR HAD DEN TOIRN DOIN MAKEN DIE DAIR VOIR STONDT. (zurück)

5) Bei Charles de Longueville handelt es sich um den letzten männlichen Abkömmling aus dem Hause Orleans-Dunois, dessen Urgroßmutter die Herzogin von Nevers, Henriette von Kleve war, die in gerader Linie von Herzog Johann I. von Kleve abstammte. (zurück)

zuletzt bearbeitet am 21.11.2008