Joost van den Vondel

 (Köln, 17.11.1587 - 5.2.1679, Amsterdam)

der »niederländischsten aller niederländischen Dichter«.

Cornelius de Visscher (Haarlem 1629 - 1662) - Kupferstich, 256 x 210 mm

Joost van den Vondel wurde als Sohn mennonitscher Eltern, die 1582 aus Antwerpen nach Köln geflohen waren, geboren. 1597 ging die Familie nach Amsterdam. Sein Brot hat sich Vondel zunächst im Seiden- und Strumpfgeschäft seiner Eltern, später als Angestellter einer Bank erworben. 1641 entschied er sich für den Übertritt zum Katholizismus, nachdem er in seinem dichterischen Werk immer wieder die Missstände seiner Zeit und die religiösen Glaubenskämpfe angeprangert hatte. 

Der klevische Statthalter Johann Moritz und Vondel haben sich wahrscheinlich Mitte der 1650er durch den Maler Govaert (Govert) Flinck kennengelernt und führten seitdem Korrespondenz. Vondel, der in Johann Moritz den idealen Fürsten sah und politische Hoffnungen auf ihn setzte, sowohl als Ordensmeister der Johanniter als auch als Mittler zwischen den Generalstaaten und dem deutschen Kaiserreich, hat ihn von 1656 - 1665 in zahlreichen Gedichten und Epigrammen besungen. Aus Anlass der Kaiserwahl 1658 verfasste Vondel sein "Keurgedicht op de Keurstehouderschap van ... Johan Maurits", in dem auch die Klever Gärten und Bauten zur Sprache kommen. 1660 verfasste er das Gedicht "Op de marmorne Pallas" anlässlich der Schenkung von Quellins Pallas Statue durch die Stadt Amsterdam an den klevischen Statthalter. Hier pries er Moritz als Fürsten, der mit der Göttin der Weisheit auf dem Klever Musenhain eine mystische Vermählung eingeht.

weitere Informationen im Internet zu Joost van den Vondel:

Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikons

Geeraerdt Brandt: Het Leven van Joost van den Vondel (niederländisch)

zuletzt bearbeit am 13.10.2004