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Joost van
den Vondel wurde als Sohn mennonitscher Eltern, die 1582
aus Antwerpen nach Köln geflohen waren, geboren. 1597
ging die Familie nach Amsterdam. Sein Brot hat sich Vondel
zunächst im Seiden- und Strumpfgeschäft seiner Eltern,
später als Angestellter einer Bank erworben. 1641
entschied er sich für den Übertritt zum Katholizismus,
nachdem er in seinem dichterischen Werk immer wieder die
Missstände seiner Zeit und die religiösen Glaubenskämpfe
angeprangert hatte.
Der
klevische Statthalter Johann Moritz und Vondel haben sich
wahrscheinlich Mitte der 1650er durch den Maler Govaert
(Govert) Flinck
kennengelernt und führten seitdem Korrespondenz. Vondel,
der in Johann Moritz den idealen Fürsten sah und
politische Hoffnungen auf ihn setzte, sowohl als
Ordensmeister der Johanniter als auch als Mittler zwischen
den Generalstaaten und dem deutschen Kaiserreich, hat ihn
von 1656 - 1665 in zahlreichen Gedichten und Epigrammen
besungen. Aus Anlass der Kaiserwahl 1658 verfasste Vondel
sein "Keurgedicht op de Keurstehouderschap van ...
Johan Maurits", in dem auch die Klever Gärten und
Bauten zur Sprache kommen. 1660 verfasste er das Gedicht
"Op de marmorne Pallas" anlässlich der
Schenkung von Quellins Pallas Statue durch die Stadt
Amsterdam an den klevischen Statthalter. Hier pries er
Moritz als Fürsten, der mit der Göttin der Weisheit auf
dem Klever Musenhain eine mystische Vermählung eingeht.
weitere
Informationen im Internet zu Joost van den Vondel:
Biographisch-Bibliographischen
Kirchenlexikons
Geeraerdt
Brandt: Het Leven van Joost van den Vondel
(niederländisch)
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