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Aufnahme von 1970 mit Stadthalle und noch ohne Bebauung an der rechten Seite.

© Karola Koenen, Borselstege 1, Kleve

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Die Klever Straßennamen und ihre Geschichte

An der Münze

(Straßen-) Verbindungen: Alte Brücke, Bleichen, Gasthausstraße, Große Straße, Herzogstraße, Lohstätte

aus: Friedrich Gorissen - Conspectus Cliviae ... (Kleve, Boss-Druck und Verlag, 1964)
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Unterstadt von Ost, 1653: Vorn die doppelte Rheinmauer mit ihren Türmen bis zur Stadtfärberei an der Steinbrücke. Der schlanke Doppelreiter gehört zur Minoritenkirche; links davor: das Brücktor, rechts dahinter: das Kavarinertor. Links hinter Brücktor und Färberei das alte städtische Gasthaus mit seinen großen Maßwerkfenstern. Auf dem Berge die Heideberger Mühle; das Giebelhaus davor steht an der Südostseite des Großen Marktes.

Auszug aus dem Stadtprospekt nach Hendrik Feltman, Kupferstich, 4 Platten (hier: Teil 4), zusammen 408 x 2162 mm (hier: 408 x 550 mm), Städtisches Museum Haus Koekkoek.

aus: Friedrich Gorissen - Conspectus Cliviae ... (Kleve, Boss-Druck und Verlag, 1964)
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wie zuvor - Detail

aus: Friedrich Gorissen - Conspectus Cliviae ... (Kleve, Boss-Druck und Verlag, 1964)
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Burg und Steinbrücke vom Opschlag, um 1685: Hinter der Brücke, am Ende der Rheinmauer, das Haus des Dr. Weyer. Links davon: die Holzbrücke; rechts darüber: der Prinzenhof. Auf der Höhe die Nassauer Allee. Das Haus Bellevue ist noch nicht erbaut.

Jan van Call d. a., Kupferstich, 153 x 194 mm, Conspectus Berolini et Cliviae, 87

"Die schöne steinerne Brücke / davon die Brück-Pforte ihren Nahmen hat; Selbige gibt auch eine plaisante Außsicht / indem man der einen Seite die von dem Rhein ankommende mit allerhand Wahren beladene Schiffe; an der anderen Seite nebst dem Wasser die vor der Nassauischen Pforte in einer Reihe stehende schöne Garten-Häuser sampt dem Churfl. Schloß und dem gegen über gelegenen Churfürstl. Garten im Augenschein nehmen kan." - Johannes Kayser

aus: Guido de Werd - Jan de Beijer-Zeichnungen von Emmerich bis Roermond (Venlo, Drukkerij van Spijk B.V., 1980)
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Kleve aus Nordost im Jahre 1745: Diese aquarellierte Federzeichnung (162 x 406 mm) stimmt mit dem Stich von Spilman aus dem Jahre 1746 überein, der in dem Buche von Langendijk über die Stadt Kleve erschienen ist. Jan de Beijer hat hier die Stadt Kleve von Osten gezeichnet, wie sie sich um den Burgberg herum ausbreitet. Zum Wasser hin ist die Stadt von der verfallenen Stadtmauer umgeben. Man erkennt ein vieleckiges Türmchen und rechts von der Bildmitte das in Verfall geratene Bollwerk Netelenhorst an der Stelle, wo die vom Brücktor am Wasser entlang führende Mauer in Richtung Kavarinertor umbiegt. Im Vordergrund befindet sich ein überdachter Steg, auf dem die Frauen waschen können.

Links auf der Zeichnung erkennt man die Alte Brücke und das Brücktor, hinter dem man das städtische Armenhaus sieht. Rechts von der Burg erkennt man die Türme der Stiftskirche, der Reformierten Kirche und des Mitteltores. Rechts liegt die Kirche des an der Kavarinerstraße gelegenen Franziskanerklosters. 

Am äußeren Bildrand links sehen wir auf diesem Blatt noch die Bleiche und die Häuser am Opschlag in der Vorstadt.  

Wien, Graphische Sammlung Albertina (Inv. 10.680)

aus: Guido de Werd - Jan de Beijer-Zeichnungen von Emmerich bis Roermond (Venlo, Drukkerij van Spijk B.V., 1980)
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wie zuvor - Detail

aus: Gerd Rübo - Die Münze in Kleve (Kleve, Mosaik -Hrsg.-, 1992)
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Cleve aus der Vogelschau mit der "Münze" in der Bildmitte rechts.

aus: Gerd Rübo - Die Münze in Kleve (Kleve, Mosaik -Hrsg.-, 1992)
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Stadtansicht mit Hafen, im Hintergrund links die "Münze".

aus: Klaus Radermacher - Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende (Kleve, Boss-Verlag, 1985)
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Blick auf die Schwanenburg vom Stadteingang aus. Der "Clever Hof" am Brücktor wurde nach Aufgabe des Hotelbetriebes bis zum Ende des "Dritten Reiches" als Finanzamt genutzt. Von hier aus erfolgte die Deportation der jüdischen Mitbürger in die Vernichtungslager. 

Ganz links im Bild erkennt man die alte "Münze", das städtische Armen- und Waisenhaus. Von unserem Standort am Opschlag können wir noch bis in die Klosterstraße blicken, rechts das Gebäude der Reichsbank. Heute erstreckt sich hier über die ganz Länge des Kanals von der neuen bis zur alten Brücke das "Spoycenter".

aus: Gerd Rübo - Die Münze in Kleve (Kleve, Mosaik -Hrsg.-, 1992)
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Auf dieser Aufnahme aus dem Jahre 1906 oder 1909 ist zunächst die "Alte Brücke", sowie rechts der "Clever Hof" zu sehen. Gegenüber ist ein großer Teil der in Hufeisenform gebauten "Klever Münze", wie sie bis 1944 war, zu erkennen.

aus: Ernst Hannen, Ich denke oft an Cleve-Erinnerungen mit alten Ansichtskarten (Kleve, Janßen-Druck GmbH, 1994)
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Der hier am  Anfang der Klosterstraße günstig gelegene von Johann Janßen erbaute und später an Valentin Rader verpachtete "Clever Hof" war im Jahre 1900 fertig geworden. Vier Jahre später entstand diese Aufnahme.

Während der großen Überschwemmungskatastrophe im Januar 1809, bei der in der Niederung, neben der 17jährigen Johanna Sebus noch weitere 21 Menschen ertranken, stand das Hochwasser hier 1,20 Meter oberhalb der Brücke. Die über zwei Meter hohe Stadtmauer, die hier im Hintergrund noch zu erkennen ist, diente schon von jeher auch dem Schutze gegen das Hochwasser. Im Jahre 1809 aber stieg das Hochwasser auf eine vorher nie gekannte Höhe, drang durch das Wassertor und auch durch das damals hier vorhandene Brücktor ein und überflutete die Unterstadt. 

aus: Gerd Rübo - Die Münze in Kleve (Kleve, Mosaik -Hrsg.-, 1992)
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Die "Alte Brücke" nach dem Bombenangriff am 7.10.1944.

aus: Gerd Rübo - Die Münze in Kleve (Kleve, Mosaik -Hrsg.-, 1992)
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Diese Aufnahme von 1945, ist in etwa vom Haupteingang der Münze aus gemacht worden. Im Vordergrund links, war die Bäckerei Timmermann, die damals noch in der Gasthausstraße angesiedelt war (zuletzt: Kavarinerstraße).

Die Zerstörungen im Zweiten Weltkriegs haben dieses Stadtgebiet unwiederbringlich verändert. Der Auszug auf dem Stadtplan links zeigt die Straßenzüge um das Jahr 1925. Der Platz wird dominiert von dem Gebäude "Münze". Es grenzt rechts unmittelbar an den Kermisdahl. Die Straßenbezeichnung "An der Münze" existierte noch nicht; hier ging die Klosterstraße nahtlos in die Straße "Am Brücktor" über.

Heute findet sich an Stelle des Gebäudes vor der Stadthalle (dunkelgraues Feld) ein großer Parkplatz. Neu hinzugekommen ist die Straße "Bleichen", die am Kermisdahl entlang führt.

Auch dieser Hinterhof von Woolworth und Stadthalle benötigt mittelfristig eine Aufwertung. Es sind die Autos die - wie so oft - stören. Ein Gartengelände, das bis an das Wasser des Kermisdahls reicht und eine innerstädtische Ruhezone darstellt, wäre mit wenig Aufwand an dieser Stelle möglich. Ein Denkmal, das an die Menschen, die in der "Münze" lebten, erinnert, sollte ebenso nicht fehlen!

1925

2002

 Fotografien von der Straße "An der Münze" (09. Oktober 2002)

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Auf dem Gelände des ehemaligen Gebäudes "Münze" ... ein Parkplatz ... mit Blick auf den ... Hinterhof von Woolworth.
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Nur ein Gedenkstein erinnert an das Stadttor. Blick in Richtung Klosterplatz Blick in Richtung Stadthalle Parkplatz von Woolworth

 

 

zuletzt bearbeit am 31.05.2007