|
zurück
zur Einstiegsseite |
|

|
|
Die
Klever Straßennamen und ihre Geschichte
Dr.-Heinz-will-platz
(Straßen-)
Verbindungen:
Bleichenberg,
Hertenberg,
Reitbahn,
Schloßstraße,
Schloßberg,
Schloßtorstraße
|
|

164.21 KB
|
|
|
Aufnahme
vom Sigismund - Denkmal an der Schwanenburg
(Privatbesitz) |
|
|

|
|
Nur vier, in Größe und Baustil recht
unterschiedliche Häuser, standen rechts der Reitbahn, als diese Ansicht im
Jahre 1907 entstand.
In dem kleinen Eckhaus vor dem Eingang in die
Goldstraße das Kleinwarengeschäft der Antoinette Kreuzer. Die beiden nächstgelegenen
Häuser gehörten damals dem Stadtrentmeister Albert Soentken. Während er
selbst mit seiner Familie das kleinere Haus bewohnte, waren in dem Hause links
daneben die Allgemeine Ortskrankenkasse und die Kreiskommunalkasse
untergebracht. Hier, wo Fenster und Balkon des Hauses mit grünen Ranken schon
fast zugewachsen sind, hat der Stadtphysikus Dr. Johan - Henrik Schütte einst
gewohnt. Das vierte Haus im Bunde scheint, wie an der Vorderfront zu lesen, im
17. Jahrhundert erbaut, hier nicht bewohnt zu sein. Eigentümer des Hauses war
damals der Kaufmann Heinrich Goldschmidt aus der Klosterstraße. Rechts im
Vordergrund und schon zur Schloßstraße gehörig, das Haus des Städtischen Musikdirektors Heinrich Briefs. (1)
|
|
|

|
|
Die Reitbahn, Marktseite (um 1905)
|
|
|
Ursprünglich standen an dieser Stelle Gebäude, die zum Wirtschaftsteil der
Burg gehörten, wie z. B. der Ochsen- und Schafstall (2).
Der noch vorhandene, wenngleich eingekürzte Marstall deutet diese Nutzung
noch an. Der Marstall wurde nach dem Krieg als Stadtbücherei genutzt und
beherbergt heute eine Nebenstelle der Justizverwaltung. Erst die Zerstörungen
des Zweiten Weltkriegs bewirkten eine veränderte Nutzung als Vorplatz zum
Schloss.
Das Reiterstandbild des "Großen Kurfürsten"
dominiert den Platz. Zur Feier der 300jährigen Verbindung des Herzogtums
Kleve mit Brandenburg-Preußen (1609 - 1909) kam
sogar Kaiser Wilhelm I. in die Schwanenstadt und enthüllte das Denkmal,
das damals noch auf dem Kleinen Markt stand.
Der Platz wurde nach einem
engagierten Bürger der Stadt benannt, der u. a. 1969 das Buch
"Betrachtungen über und Anregungen zu Klever Straßennamen"
veröffentlichte. (3)
Der offizielle Text auf der Hinweistafel unterhalb des Straßenschildes
lautet: "Dr. jur. Heinz Will (1904 -
1978), Rechtsanwalt in Kleve, Gründer der Bauhütte Schwanenburg, die den
Wiederaufbau der Schwanenburg ermöglichte, und der Initiator des Klever
Tierparkes. Ehrenbürger und Träger des Ehrenringes der Stadt Kleve."
Der Zustand dieses zentralen
Punktes in der Innenstadt ist wenig erbaulich. Einerseits ist zwischen
Goldstraße und Marstall noch ein Trümmerstück, andererseits zerstört eine
Vielzahl parkende Autos das Bild. Eine Überplanung des gesamten
Burgvorplatzes ist daher dringend erforderlich!
|
|
Fußnoten:
1) Ernst Hannen: "Ich denke oft an Cleve - Erinnerungen mit alten Ansichtskarten",
Seite 88, Janßen-Druck GmbH, Kleve, 1994
2) Friedrich Gorissen:
"Historische Topographie der Stadt Kleve", Seite 107, Boss-Verlag,
Kleve, 1992
3) Sabine Noack: "Woher die
Namen kamen. Klever Straßen und ihre Geschichten.", Seite 111, Verlag für
Kultur und Technik, Kleve, 1997
|
|
Fotografien vom
Dr.-Heinz-Will-Platz (25. März 2002)
|

80.89 KB |

82.40 KB |
| Das Reiterdenkmal vom Großen Kurfürsten |
Neben
der Schwanenburg, der Stifts- und der Unterstadtkirche
ist der Marstall das einzige Gebäude in Kleve, das
noch aus dem Mittelalter stammt. Einige hundert Pferde
sollen hier einst untergebracht worden sein. Das lang
gestreckte Gebäude gegenüber der Schwanenburg wurde
1467 von Herzog Johann I. erbaut. Vor dem Zweiten
Weltkrieg diente der Marstall als Wäscherei des Jungmädchenheims,
heute beherbergt das Gebäude eine Nebenstelle der
Justizverwaltung. |
|
|