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Aufnahme von 1973 vom Fischmarkt in die Große Straße

© Karola Koenen, Borselstege 1, Kleve

 

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Die Klever Straßennamen und ihre Geschichte

Grosse Strasse

(Straßen-) Verbindungen: An der Münze, Fischmarkt, Gerwin, Hasenberg, Herzogstraße, Kavarinerstraße, Kirchstraße, Kloppberg, Marktstraße, Schloßstraße, Stechbahn, Stickestraße, Wasserstraße

RP-Online vom 26.07.2010 (pdf-Datei, 48 kb)

aus: Klaus Radermacher - Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende (Kleve, Boss-Verlag, 1985)
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Aufnahme aus dem Jahr 1919:

"Ein frühmorgendlicher Blick auf Kleves "City", aufgenommen von der Herzogstraße aus. Auf der rechten Straßenseite die Häuser Eduard Keup, Heinrich Janssen, Carl Hemsen`s Zigarrengeschäft und das "koschere" Hotel Benedict (siehe nächste Fotografie). Gegenüber das beliebte "Schwänchen", die Tapetenhandlung Janssen und Moden Dinnendahl, anschließend Mathieu Trienes` Delikatessenladen und die Adlerapotheke. Im Hintergrund überragt der breite Giebel des Kaufhauses A. Weyl alle anderen Gebäude."

aus: Ernst Hannen - Ich denke oft an Cleve - Erinnerungen mit alten Ansichtskarten (Kleve, Janßen-Druck GmbH, 1994)
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Aufnahme aus dem Jahr 1940:

"Hier, das ... während des Dritten Reiches in "Kölner Hof" umbenannte "Hotel Benedict" (siehe Fotografie zuvor) des Klever Juden Simon Meyer, der sich selbst aber "Joseph" nannte. Der Gasthof, später von Sohn Gustav weitergeführt, bezeichnete sich koscher ... .Gustav Meyer, seine Frau und auch seine Tochter Alice wurden im Jahre 1942 nach Theresienstadt deportiert und (getötet)." (Anm.: In "Beiträge zur Geschichte der Stadt Kleve im 20. Jahrhundert" wird Auschwitz als Todeslager genannt.)

aus: Klaus Radermacher - Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende (Kleve, Boss-Verlag, 1985)
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Aufnahme um 1900:

Links mündet die Wasserstraße in die Große Straße. Der Kolonialwarenladen von Heinrich Gudden liegt links an der Ecke. "Alte, teils noch, wie früher üblich, holzverkleidete Ladenfronten finden wir auf der anderen Straßenseite. Neben der Fahrkartenausgabe der Witwe van Oppen, die das größte Speditions- und Reiseunternehmen der ganzen Gegend besaß, hatte der Buchbinder Ernst Letzke sein Geschäft, daneben der Anstreicherladen der Wwe. Holler. Die mit verschiedenen Tierköpfen aus Stuck reichverzierte Fassade des nächsten Hauses verschaffte dem Passanten gleich Klarheit über den Inhaber: Hier bot der Metzger Heinrich Rosenkranz den Clever Hausfrauen Fleischwaren en gros und en detail (Anm.: Dies ist lt. Gorissen "das Elternhaus des Johannes Blesius, der den Mars Camulus-Stein zu Rindern entdeckte."). Letztes Geschäft vor der Marktstraße ist der Galanteriewaren- und Zigarrenladen von F. W. Verfürth." 

In dem Eckhaus gegenüber der Einmündung der Marktstraße wurde der Architekturmaler Adolph Wegelin (1810 bis 1881), der Hofmaler der preußischen Königin Elisabeth geboren. An dieser Stelle  - "in der Häuserzeile zwischen Markt- und Stickestraße - beginnt Kleves Kaufhaustradition. Hier hatte schon Napoleon Weinhagen, der Volksredner von 1848, ein Warenhaus eingerichtet, das allerdings das politisch-finanzielle Fiasko seines Begründers nicht überlebte. Von Dauer war das im Jahre 1897 in zwei Häusern inmitten der Zeile von Anselm Weyl gegründete Kaufhaus, das sich schnell nach unten und oben ausbreitete und im Jahre 1912 dem großen, das ganze Straßenbild beherrschenden Warenhausbau Platz machte, der später vom Tietz-Konzern übernommen wurde." (Gorissen in "Kleve so wie es war" (1))

aus: Klaus Radermacher - Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende (Kleve, Boss-Verlag, 1985)
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Aufnahme um 1920:

Die gleiche Kameraposition wie zuvor einige Jahre später. Vieles hat sich verändert: Links befindet sich Gudden`s "Modernes Kaufhaus für Lebensmittel" mit Abteilungen für Spirituosen, Colonialwaren, Früchte und Gemüse, Naschwerk und Tabake. "Gegenüber, an der Ecke zur Wasserstraße, hatte Michael Rosenberg 1908 sein "Spezialhaus in Herren- und Knabengarderobe" eröffnet. Viel Bewunderung fand das vom Architekten Kleindorp entworfene Haus wegen der aus Ziegelsteinen geformten Figuren an der Straßenfront." (Auf dem Foto erkennt man zwei dieser Figuren im ersten Obergeschoss links. Dargestellt wurden lt. Gorissen in "Kleve so wie es war" (1) lebensgroße Reliefbilder von Jan von Calcar in mittelalterlicher Patriziertracht, Heinrich von Veldeke als Barde mit der Harfe, Otto der Schütz mit mächtiger Armbrust sowie Lohengrin mit Schwert und Wappen.)

aus: Klaus Radermacher - Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende (Kleve, Boss-Verlag, 1985)
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Aufnahme um 1900:

Vorne links das die Schreibwarenhandlung von Louis A. Knipping, neben Josef Labs eifriger Herausgeber von Ansichtskarten, daneben - an der Ecke zur Gerwinstraße - das Geschäft von Albert Cocq, Friseur und Händler in Handschuhen und Cravatten. Das Haus schräg gegenüber ist der "Kaiserhof" von Franz Schagen.

aus: Friedrich Gorissen - Kleve so wie es war (Düsseldorf, Droste-Verlag GmbH, 1977)
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Aufnahme um 1918:

Die obere Große Straße beginnt auf der Höhe des Kaisershofs (siehe Fotografie zuvor), der in der Aufnahme am rechten Rand zu erkennen ist. Das acht Fenster breite Nachbarhaus "spielt in der Sozialgeschichte der Stadt eine bedeutende Rolle. Hier war im 16. Jahrhundert die Stadtresidenz des klevischen Rechenmeisters Luef van Osterwick. Im 18. Jh. war das "Heeren-Logement van Amsterdam" der renommierteste Gasthof der Stadt. Im Jahre 1787 erwarb die "Große Klever Herrensozietät" das Haus, eine um die Verbreitung der Aufklärung hochverdiente Gesellschaft. Durch den Torweg ... ging man in den Theater- und Konzertsaal, in der ersten Hälfte des 19. Jhs. der Platz des Klever Kulturlebens. Die Gastwirtschaft "Zum König von Preußen" übergab J. Max Hendricks im Jahre 1832 an den Kölner Hermann - Joseph Wellen, der im Winter 1839/40 den Kölner Sitzungskarneval hier einführte und Kleves erste Karnevalsgesellschaft aus der Taufe hob. Seit dem Ende des 19. Jhs. war hier die Elefanten-Apotheke. Gegenüber war das Haus "Zur Taube". Nach seinem Eigentümer Barth. (Bartholomäus ?) van den Boogaard ... hieß der ehemalige Taubenturm am Schlossberg im Volksmund Boogaardsbank." Vorne links im Bild der Bazar von Sally Mildenberg, vollgestopft mit Pfennig- und Groschenartikeln.

aus: Klaus Radermacher - Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende (Kleve, Boss-Verlag, 1985)
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Aufnahme aus dem Jahr 1904:

Die obere Große Straße mit Blick auf den Fischmarkt und das Schürings - Haus, das 1902 fertiggestellt wurde. Das Delikatessengeschäft von Heinrich "Eps" Peters wird später zur "Altdeutschen Weinstube" umgebaut. Gegenüber vom Denkmal "Otto der Schütz" das Druck- und Verlaghaus Boss. 

aus: Friedrich Gorissen - Kleve so wie es war (Düsseldorf, Droste-Verlag GmbH, 1977)
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Aufnahme aus dem Jahr 1909:

Auf Höhe des lange abgerissenen Mitteltores wurde diese Aufnahme erstellt. Oben rechts der Turm der Reformierten Kirche. Davor sieht man den schönen Giebel der Drogerie und Kolonialwarenhandlung Naegelé (siehe zwei Fotografien weiter unten). Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen die Mädchen vor dem Rathaus. Unterhalb des Hauses mit den Fahnenmasten mündet der Kloppberg in die Große Straße. Das Eckhaus gehörte dem Meister Martin Peudargent, einem angesehenen Musiker und Leiter der Klevischen Hofkapelle unter den Herzögen Johann III. (gest. 1539) und Wilhelm (gest. 1592).

aus: Klaus Radermacher - Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende (Kleve, Boss-Verlag, 1985)
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Aufnahme um 1900:

Eine ähnlicher Blick wie zuvor, jedoch wahrscheinlich einige Jahre früher.

aus: Klaus Radermacher - Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende (Kleve, Boss-Verlag, 1985)
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Aufnahme um 1900:

Die Drogerie und Kolonialwarenhandlung Naegelé mit dem prächtigen Glockengiebel von 1697 aus Kleves "Amsterdamer Zeit". Gorissen ergänzt in "Kleve so wie es war" (1), dass es vom Weinhändler Marcelis Kox errichtet wurde und später vom Buchhändler Franz Oellig bewohnt wurde. Neben der Reformierten Kirche befindet sich das Haus des Glasers, Anstreichers und Porträtisten Matthias Tinthoff. 

Die Reformierte Kirche wurde nach Plänen von Maurits Post, dem Baumeister des Statthalter Johann Maurits, errichtet und im Jahre 1678 vollendet. Das Innere war ein großer auf die Kanzel orientierter Versammlungsraum. Die Mittelsäule, woran die Kanzel lehnte und der Giebel überstanden fast unbeschädigt die Vernichtung der Straße im Zweiten Weltkrieg. Das bedeutende Architekturdenkmal wurde im Wiederaufbau niedergelegt um ein paar Geschäftshäusern Platz zu machen. (lt. Gorissen, "Kleve so wie es war" (1)). Hunscheidt (2) erwähnt, dass die Reformierte Kirche bewusst in die Nähe des Schlosses erbaut wurde, um außer dem Haupteingang an der Großen Straße noch einen Seiteneingang vom Schloss zu schaffen, der unmittelbar auf die Empore der Kirche führte.

aus: Klaus Radermacher - Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende (Kleve, Boss-Verlag, 1985)
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Aufnahme um 1920:

Die Fotografie wurde aus einem Fenster des Schlosscafés erstellt. Es bietet sich ein ähnlicher Blick wie in den Aufnahmen Nr. 8 und 9. Inzwischen gehörte die Straßenbahn zum Stadtbild.

aus: Klaus Radermacher - Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende (Kleve, Boss-Verlag, 1985)
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Aufnahme aus dem Jahr 1920:

Auf Höhe des Schlosscafés diesmal jedoch in südliche Richtung zeigt die Aufnahme nochmals die "Elektrische". Gut zu erkennen sind der Fischmarkt, das Druck- und Verlagshaus Boss an der Ecke zum Hasenberg sowie das Schürings-Haus. 

aus: "An den Wassern zu Cleve", Herausgeber: Freunde des Städtischen Museums Haus Koekkoek e.V., Boss-Druck, Kleve, 1994.
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Franz Jacob Rousseau (Bonn 1757 - 1826 Kleve): Ansicht der Großen Straße, 1791, Wasser- und Deckfarben, 36 x 52 cm, signiert: gemahlt von F. J. Rousseau. Ao. 91, Privatbesitz, Königstein.

 

Zu den Bernuth'schen Familienbildern gehört auch diese einzigartige Ansicht der Großen Straße in Kleve. Dem klevischen Badegast des 18. Jahrhunderts mag sich die Hauptstraße Kleves, die Große Straße, mit ihrem morgendlichen Treiben so dargestellt haben. Der Blick des auf Höhe der Einmündung der Kavarinerstraße stehenden Betrachters öffnet sich der gesamten Straßenflucht mit ihren vorwiegend gotischen Häusern. Zu den Klever Bürgerhäusern auf der linken Seite gehören ganz vorne das Haus des Münzdirektors Hopman, Elternhaus der Frau von Bernuth, die mit ihrer Familie darauf zu spaziert, und die sogenannte „Brill" am Gerwin, geschmückt mit einer kleinen Brille auf dem Giebel. Weiter hinten überragen Fassade und Dachreiter der Reformierten Kirche die Häusergiebel. Gegenüber mündet der Kloppberg in die Große Straße. Auf der rechten Straßenseite sind unter anderen an der Einmündung der Stickestraße das mit Weinlaub bewachsene Haus des späteren Hotels „Kaiserhof" und darauffolgend das repräsentative Gebäude der Klever „Sozietät" mit der großen Toreinfahrt zu sehen. Die Sozietät, bis 1787 der vornehme Klever Gasthof „Heerenlogement van Amsterdam" und später Treffpunkt der ersten Bürger der Stadt, war auch für Badegäste eine gesellschaftliche Anlaufstelle. In den beiden großen Sälen wurden Konzerte und Theaterstücke aufgeführt. Am Ende der Häuserflucht ist der Renaissancegiebel des alten Klever Rathauses zu erkennen. Das die Straße abschließende Mitteltor, bekrönt von einem Dachreiter mit Glocke, trägt eine gemalte Darstellung des „Eumenius Rhetor", der noch im 18. Jahrhundert für den römischen Gründer der Stadt gehalten wurde. Das Obergeschoss des Mitteltores wurde im 18. Jahrhundert als Kaffeehaus genutzt.

Im Straßenbild dieser Zeit sind die „Stuppen" charakteristisch, ein durch niedrige Absperrungen abgegrenzter Freiraum vor den Häusern. Ende des 19. Jahrhunderts fielen diese dem Bürgersteig zum Opfer.

Lit.: F. Gorissen: Franz Jacob Rousseau und die Bernuth'schen Familienbilder. In: Kalender für das Klever Land 1979, S. 60 ff.

"Die Große Straße ist nicht nur, wie schon ihr Name sagt, die Hauptstraße der Altstadt, sondern auch ihre städtebauliche Achse. Ihr Zug bzw. Verlauf der den Heideberg vom Burgberg trennenden Schlucht bildet die Grundlinie für die Planung und Aufmessung der ersten Stadtanlage. Alle anderen Straßen der Altstadt sind mit nur ganz geringen Ausnahmen Parallel- und Stichstraßen. ... Erst durch umfangreiche Erdbewegungen (konnte die Große Straße) baureif gemacht werden.... Sowohl der Hang des Heideberges wie der des Burgberges wurden in ziemlicher Tiefe abgestochen, um Raum für den Bau genügend tiefer Häuser und die Anlage von Plätzen und Hinterhöfen zu geben. Eben diesem Abstich verdankt die Ringmauer um den Burgberg, die sogenannte Burg- oder Bergmauer, ihre Entstehung. Diese oft recht erheblich hohe Mauer ist offensichtlich in einem Zuge errichtet worden." (3)

Die Große Straße "beginnt am Fischmarkt unterhalb der Hagschen Straße und mündet nach unten hin in die Herzogstraße." (4)  Der sogenannte "Klosterplatz" im unteren Bereich der Großen Straße stellt keine offizielle Bezeichnung dar, sondern wurde "in jüngster Zeit von Pfarrer Leinung geprägt" (5). Diese Namensprägung greift eine alte Tradition auf, denn es war üblich diesen Abschnitt nach dem ehemaligen nahe gelegenen Kloster bzw. Klosterkirchhof zu benennen."  Das Denkmal "Der Mönch" von Huub Kortekaas auf dem Klosterplatz erinnert an diese historische Nutzung.

Auch sonst sind Sonderbezeichnungen für Teile der Stadt üblich; so hieß der obere Teil "Unter dem Mitteltor", der untere in der Nähe der Marktstraße "An den Fischbänken" (6), denn dort fand der Verkauf von Fischen  zumindest in der Zeit zwischen 1750 bis 1825 statt (7).

Üblicherweise liegt auch das Rathaus einer Stadt an der Hauptstraße. Dies war auch in Kleve bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs der Fall. Das bis 2002 als Kino ("Burgtheater") genutzte Gebäude diente der Stadtverwaltung als wenig repräsentativen Sitz und verband auf diese Weise Ober- und Unterstadt miteinander. 

Seit Januar 2004 ist auch das Burgtheater Geschichte. Die Eigentümer haben das Objekt an den schwedischen Modekonzern Hennes & Mauritz vermietet. In der Fußgängerzone und Haupteinkaufstraße dominieren - im Gegensatz zur Kavarinerstraße - Filialbetriebe der größerer Unternehmen: Kaufhof, Quelle, Blokker, Kochlöffel etc. - traditionelle Geschäfte, wie z. B. das Klever Reisebüro sind inzwischen die Ausnahme. Das Warenangebot und der äußere Anschein der Geschäfte unterscheidet sich daher kaum von dem anderer Städte. Discounter und Fressbuden können höhere Mieten zahlen und haben traditionelle Betriebe verdrängt. Der Flair vergangener Jahre ist damit größtenteils dahin; auch die Kriegsschäden sind immer noch nicht vollständig behoben. Vielen Objekten fehlt - mehr als einem halben Jahrhundert nach Ende des Zweiten Weltkrieges - noch heute das zweite Ober- und das Dachgeschoss!

Aufnahme vom 22.05.2002

Mehr blieb nicht übrig: die steinerne Bibel der Reformierten Kirche fand einen Ehrenplatz im Mauerwerk der neuen Evangelischen Kirche. 

Fußnoten:

1) Friedrich Gorissen: "Kleve so wie es war", Seiten 34 bis 41, Droste-Verlag GmbH, Düsseldorf, 1977

2) Gerhard Hunscheidt: "Die Clever Straßennahmen und ihre Geschichte nach archivarischen und anderen Quellen", Seiten 40 bis 46, Verlag von Frau Boß Ww., Kleve, 1925

3) Friedrich Gorissen: "Historische Topographie der Stadt Kleve", Seiten 78 und 79  Boss-Verlag, Kleve, 1992

4) Sabine Noack: "Woher die Namen kamen. Klever Straßen und ihre Geschichten.", Seiten 30 bis 32 , Verlag für Kultur und Technik, Kleve, 1997 

5) siehe 4) Seite 28

6) siehe 3)

7) siehe 2)

Fotografien von der Großen Straße (23. Mai 2002)

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Ein Blick in den mittleren Abschnitt der Großen Straße.  Kleinere Gassen, wie hier die Stickestraße, münden in die Große Straße. Sie verbinden den Burg- und Heideberg mit der Stadtmitte. Der Gerwin: die Stufen lassen erkennen, dass die Große Straße in einer "Schlucht" liegt. Der Kaufhof ist auch heute noch das größte Geschäft am Platz.  An der Einmündung der Wasserstraße befand sich Gudden`s "Modernes Kaufhaus für Lebensmittel".
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Bis zur Zerstörung waren sie die Regel, nunmehr sind sie die Ausnahme: die Giebelhäuser. Die Kunsthandlung Elbers   Die Einmündung der Kavariner Straße Die untere Große Straße, "Klosterplatz" genannt Die häßliche "Torte" ist inzwischen auch schon Geschichte.
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Der "Klosterplatz" lockt mit seinen Straßencafés. Die Einmündung der Straße "An der Münze" Der Mönch von Huub Kortekaas auf dem "Klosterplatz". Diese Perspektive wurde auch bei der obersten historischen Aufnahme gewählt. Der untere Bereich der Großen Straße Der Brunnen im Bereich der Einmündung zur Kavariner Straße
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Der "Klosterplatz" lockt mit seinen Straßencafés. Die Einmündung der Wasserstraße   Im mittleren Teil der Großen Straße    
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Die Kriegsschäden sind immer noch nicht vollständig behoben. Vielen Objekten fehlt noch heute das zweite Ober- und das Dachgeschoss!   Die Volksbank Kleverland  Ein Blick vom Fischmarkt aus Das Burgtheater, ehemaliges Rathaus, ist seit 2004 eine Filiale von H & M.
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  Ein Blick vom Fischmarkt aus

 

zuletzt bearbeit am 31.05.2007