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Die
Klever Straßennamen und ihre Geschichte
Schlossstrasse
(Straßen-
) Verbindungen: Dr.-Heinz-Will-Platz,
Große
Straße, Fischmarkt,
Reitbahn,
Schloßberg, Schloßtorstraße |
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In
Richtung obere Schloßstraße, ein Blick vom unteren
Burgberg aus.
Im
Vordergrund links das Haus des Städtischen
Musikdirektors Heinrich Briefs. Dann folgt, damals auch
weit über Kleve hinaus bekannt und sich zu den sechs
bedeutendsten Gasthöfen dieser Stadt zählend, das
„Hotel Holtzem". Die Geschichte des Gasthofes
reicht unter dem Namen „Laferriere" bis zur Mitte
des 19ten Jahrhunderts zurück. Nach Theodor Sievert war
schon vor dem Ersten Weltkrieg Gustav Hunziger neuer
Eigentümer des Hotels geworden. Vor dem Hotel, die
Einfahrt zur Remise im alten Marstall.
Das
Haus, im Jahre 1919 zunächst als private und von 1925
an als staatlich anerkannte Haushaltungsschule
eingerichtet, dürfte vielen alten Klevern unter dem
Namen „Jungmädchenheim" noch bis heute in
Erinnerung geblieben sein.
Ein
Haus weiter nach unten und von dieser Warte aus auch
noch zu erkennen, das Haus des Schreinermeisters Theodor
Mülder. Sein Möbelgeschäft wurde später von seinem
Sohn Franz Mülder weitergeführt. (1)
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Die
Schloßstraße, von der Reitbahn (um 1930) |
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Die
Schloßstraße: Rechts steigt der Burgberg an, links senkt Sie
sich zum Mitteltor
und man befindet sich in der Innenstadt am Fischmarkt.
"Links ist das einst offene Geviert der Reitbahn überbaut.
Einst reichte die geschlossene Bebauung der Schloßstraße nur
bis zum Knick." (2)
Rechts bilden die zwei- und dreistöckigen Häuser die
Obergeschosse der Schloßtorstraße.
"Die
Schloßstraße war der Weg, der von der Altstadt zur Burg, aber
auch darüber hinaus - über den (Prinzenhof) - zur Heerstraße
führte." (3)
Die erste Erwähnung des Namens aus dem Jahre 1439 lautete
sinngemäß "Burgstraße". (4)
"Da die Burg auch nach dem wechselnden Sprachgebrauch het
huis (15. - 17. Jh.), het hof (17. - 18. Jh.) und
endlich seit dem 18. Jh. auch Schloß genannt wurde, so
finden sich denn auch die entsprechenden Straßennamenformen Huisse
straat, Hofse straat und Schloßstraße in
mannigfachen Abwandlungen und - im Falle der Huisse straat -
recht eigenwilligen Verballhornungen." (5)
Die
Straße wird gleichaltrig mit dem Schloß sein. (6)
Die
Fläche, die ursprünglich zum
Schloßbereich gehört
hatte, wurde vom Fiskus um 1770 veräußert. Der damalige Bürgermeister
von Kleve, Hofrat von Oven, erwarb um 1776 das ganze Grundstück
mit den aufstehenden Gebäuden, wie z. B. Stallungen. Er
errichtete einen "prachtvollen Neubau mit gediegener
Inneneinrichtung" (7)
"In der Familie von Oven blieb der schöne Besitz bis etwa
1845. Um diese Zeit kaufte ihn der Wirt Theodor Laferrière und
führte dort Jahre lang den nach ihm benannten Gasthof. ... Die
nachfolgenden Besitzer waren Holtzem, Sievert und Hunzinger. Von
letzterem ging das Anwesen in den Besitz des Jungmädchenheims
über und zwar 1919/1920." (8)
Die
Schloßstraße weist heute eine geschlossene Bebauung auf. Aber
auch hier blieb nach den Luftangriffen am Ende des Zweiten
Weltkriegs kein Stein auf dem anderen. Leider sind anschließend
die Bausünden der Wiederaufbaujahre an diesem Straßenzug nicht
vorbeigegangen. Das Fotohaus Dommers, an der Ecke zur Großen
Straße, ist mit seiner Aluminiumfassade dabei nur das prägnanteste
architektonische Missgeschick. Das Schicksal des Nachbarhauses
zur Rechten ist noch ungewiss: Bis heute wurde nur die erste
Etage wieder aufgebaut. |
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Die
Schloßstraße von der Großen Straße in Richtung Burg
fotografiert. Die Trümmerwüste zeigt, dass die
Fotografie kurz nach der
Zerstörung Kleves im Jahr 1945
(?) entstanden sein muss.
aus:
Klever Heimatkalender für das Jahr 1981, Friedrich
Stricker "Aus Kleves dunkelster Zeit", Seite
167, Boss-Verlag, Kleve, 1980
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Fußnoten:
1)
Ernst Hannen: "Ich denke oft an Cleve - Erinnerungen mit
alten Ansichtskarten", Seite 88, Janßen-Druck GmbH, Kleve,
1994
2)
Friedrich Gorissen: "Kleve so wie es war", Seite 60,
Droste-Verlag GmbH, Düsseldorf, 1977
3)
Friedrich Gorissen: "Historische Topographie der Stadt
Kleve", Seiten 106 u. 107, Boss-Verlag, Kleve, 1992
4)
siehe 3)
5)
siehe 3)
6)
Gerhard Hunscheidt: "Die Clever Straßennahmen und ihre
Geschichte nach archivalischen und anderen Quellen", Seiten
110 bis 112, Verlag von Frau Boß Ww., Kleve, 1925
7)
siehe 6) |
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Fotografien
von der Schloßstraße (25. März 2002)
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| Die Schloßstraße - Blick in Richtung Innenstadt
und |
in Richtung
Dr.-Heinz-Will-Platz |
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