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Die Klever Straßennamen und ihre Geschichte

Tiergartenstraße

(Straßen-) Verbindungen: Eichenallee, Gnadenthal, Gruftstraße, Heldstraße, Joseph-Beuys-Allee, Kavarinerstraße, Klever Ring, Kranenburger Straße, Minoritenstraße, Rindernscher Deich,  Stiller Winkel, Spyckstraße, Wasserburgallee

aus: Friedrich Gorissen - Kleve so wie es war (Düsseldorf, Droste-Verlag GmbH, 1977)
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um 1914

Tiergartenallee, zum Kavarinertor; rechts: Einmündung der Heldstraße. Die Schienen im Asphalt gehören zur Straßenbahn, die seit zwei Jahren Kleve mit Nimwegen verbindet.

aus: Friedrich Gorissen - Kleve so wie es war (Düsseldorf, Droste-Verlag GmbH, 1977)
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um 1900

Tiergartenallee, von der Held zur Gruft

aus: Friedrich Gorissen - Kleve so wie es war (Düsseldorf, Droste-Verlag GmbH, 1977)
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k. A.

Villa Manger-Bernauer 

aus: Friedrich Gorissen - Kleve so wie es war (Düsseldorf, Droste-Verlag GmbH, 1977)
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k. A. 

Johannes Manger bewohnte die Villa Manger-Bernauer. Der erste und einzige Generaldirektor der van den Berghschen Margarinewerke war mit Emil Corneli - ein Bruder des Klever Bürgermeisters Reinier Corneli, der Kleve zur Lohengrinstadt gemacht hat -  bewegende Kraft in der "Bürgervereinigung" oder Bürgerpartei gewesen, die sich im Jahre 1903 gebildet hatte, um den Unmut der Bürgerschaft über die kurzfristige Klientelpolitik der allein herrschenden Zentrumspartei politisch zu nützen. Manger strebte an, die Schwanenburg im alten Glanz wiedererstehen zu lassen. Daher gründete er eine Ortsgruppe des Deutschen Burgenvereins und sorgte dafür, dass sie die mitgliederstärkste des Verbandes wurde. Er sorgte für den "Zufall", der ihn anlässlich eines Vortrages von Bodo Ebhardt in Berlin am 25. Oktober 1908 mit dem Kaiser zusammenbrachte, um diesen für die Burg seiner Ahnen zu interessieren. Das Vorhaben scheiterte durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges.

aus: Friedrich Gorissen - Kleve so wie es war (Düsseldorf, Droste-Verlag GmbH, 1977)
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um 1900

C. M. Schwerdfeger: Das Kurhaus, vom Forstgarten

Bereits 1845 war an Stelle des alten Badehauses das "Friedrich-Wilhelms-Bad" erbaut worden. Im Erdgeschoss befanden sich - beiderseits der Empfangshalle - die Baderäume (eine Badewanne kann man noch im heutigen Stadtarchiv besichtigen); im Obergeschoss waren Billard- und Leseräume und, mit einem geräumigen Balkon, der Salon. Die lange Wandelhalle verband das alte Bad mit dem neuen Badhotel. Neben dem Badehaus war die Trinkhalle, die 1847 den 1742 erbauten Pavillon ersetzte.

aus: Friedrich Gorissen - Kleve so wie es war (Düsseldorf, Droste-Verlag GmbH, 1977)
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um 1900

Das Parkhotel Robbers am westlichen Ende des Neuen Tiergartens. Das Nobelhotel beherbergte überwiegend niederländische Gäste. An dieser Stelle ließ Prinz Moritz von Pieter Post (1608 - 1669) ein Haus für die Fontänenmeisterei errichten. Vor der Eröffnung des Parkhotels befand sich an dieser Stelle eine bescheidene Schenke, die seit 1762 von der Familie Robbers bewirtschaftet wurde. Heute steht hier ein Seniorenheim, das allerdings in keiner Weise mehr an das Hotel früherer Zeiten erinnert. 

 aus: Friedrich Gorissen - Kleve so wie es war (Düsseldorf, Droste-Verlag GmbH, 1977)
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um 1910

Hotel Stirum, vom Amphitheater

Gegenüber dem Kurhaus lag das Hotel Stirum. Der erste Bau, im Jahre 1746 auf der östlichen Kanalinsel errichtet, war ein zweigeschossiger, fünfachsiger Rokokobau. Im sogenannten Brunnengasthof, dem ersten Kurhaus Kleves, beherbergte der Kastellan Maywald die Brunnengäste und versorgte die Bäder. Um 1810 kauft Graf Friedrich-Albert von Limburg-Stirum das Anwesen, das er in einen "reizenden Landsitze umwandelte". ...

aus: Friedrich Gorissen - Kleve so wie es war (Düsseldorf, Droste-Verlag GmbH, 1977)
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um 1900

Hotel Stirum

... Dr. Theodor Arntz richtete 1819 hinter der Insel ein neues Badehaus ein. Im alten Brunnengasthof eröffnete Werner Arntz den "Stirumschen Hof". Er verbreitete und erhöhte ihn um ein Stockwerk und nannte das zweite Klever Nobelhotel ab 1842 "Hotel de Stirum". ...

aus: Ernst Hannen - Ich denke oft an Cleve - Erinnerungen mit alten Ansichtskarten (Kleve, Janßen-Druck GmbH, 1994)
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1907

... Eigentümer und Pächter wechselten mehrmals. Um die Jahrhundertwende war Emil Corneli Eigentümer und Gustav Beyer der Pächter. Einige Jahre später war Wilhelm Hölscher der Eigentümer und mit der Schließung des Hotels um 1914 auch der letzte Betreiber. Das Objekt übersteht den II. Weltkrieg unbeschädigt und ist erst 1959 auf "barbarische Weise" "modernisiert" worden. Es diente als Altenheim bis es dann letztendlich am 25. Oktober 1978 abgerissen wurde. Wieder einmal war eine Chance, die Stadt für Bürger und Touristen attraktiver zu gestalten, vertan!

aus: Ernst Hannen - Ich denke oft an Cleve - Erinnerungen mit alten Ansichtskarten (Kleve, Janßen-Druck GmbH, 1994)
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um 1908

Das Hotel-Restaurant "Hof von Holland" an der Ecke Tiergartenstraße / Gruftstraße gelegen wurde 1971 ein Opfer des Straßenbaus. Nach der Zerstörung der Stadt war in diesem Haus über ein Jahrzehnt lang das Klever Postamt eingerichtet.

aus: Ernst Hannen - Ich denke oft an Cleve - Erinnerungen mit alten Ansichtskarten (Kleve, Janßen-Druck GmbH, 1994)
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1911

Die Tiergartenstraße in Richtung Stadtmitte. Alle Häuser sind im Zweiten Weltkrieg den Bomben zum Opfer gefallen. Die ersten drei Villen gehörten Heinrich (vorderstes Haus), Bernhard und Gerhard Sack (letztes Haus).

aus: Ernst Hannen - Ich denke oft an Cleve - Erinnerungen mit alten Ansichtskarten (Kleve, Janßen-Druck GmbH, 1994)
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1906

Die gleiche Blickrichtung wie zuvor, diesmal auf Höhe der Heldstraße, die links in die Tiergartenstraße einmündet. Die beiden großen Häuser in der Bildmitte links (das Haus mit der Fahne und das Objekt davor, in dem Wilhelm Frede gewohnt hat) gehörten dem jüdischen Brüderpaar Hermann und Bernhard Gonsenheimer. 

aus: Ernst Hannen - Ich denke oft an Cleve - Erinnerungen mit alten Ansichtskarten (Kleve, Janßen-Druck GmbH, 1994)
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1904

Erneut der Blick in Richtung Stadtmitte: Die klassizistischen Villen, erbaut in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind heute mit einer Ausnahme noch alle erhalten.

aus: Klaus Radermacher - Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende (Kleve, Boss-Verlag, 1985)
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um 1910

Aus der gleichen Perspektive einige Jahre später: Auf der linken Straßenseite, früher noch Gebiet der Gemeinde Rindern ist bereits ein Bürgersteig angelegt. 

aus: Klaus Radermacher - Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende (Kleve, Boss-Verlag, 1985)
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k. A.

Dem Hotel "Hof von Holland" lag die Pension "Hof von Holland" gegenüber.

aus: Klaus Radermacher - Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende (Kleve, Boss-Verlag, 1985)
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k. A.

Kaum wiederzuerkennen: Links das Haus Dorsemagen bzw. die Villa Nova, das heute nur noch mit viel Fantasie erkennen lässt, wie schön es einst war. Die Straße gehört auf ihrer ganzen Länge Fußgängern und Radfahrern, nur ab und zu rumpelt gemächlich eine Kutsche oder ein Pferdefuhrwerk vorbei. Inzwischen dürfte diese Ecke zu den unruhigsten Verkehrsplätzen der Stadt gehören. Die Beschriftung der Ansichtskarte ist irreführend! Die Villa Nova befindet sich links (nicht rechts) im Bild!

aus: Klaus Radermacher - Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende (Kleve, Boss-Verlag, 1985)
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1913

Die Villa Manger-Bernauer auf der Tiergartenstr. 44 (siehe "03"). Sie wurde in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts vom holländischen Kaufmann Robert Berger im italienischen Villenstil erbaut. Um die Jahrhundertwende erwarb der Generaldirektor der van den Bergh´schen Margarinewerke, Johannes Manger (siehe "04"), das Anwesen.

aus: Klaus Radermacher - Bad Cleve in Photographien um die Jahrhundertwende (Kleve, Boss-Verlag, 1985)
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um 1900

Die ehemalige Oberförsterei an der Ecke Tiergartenstraße / Rindernscher Deich. Besitzer des Anwesens war damals Engelbert Danckelmann, königlicher Forstmeister und Oberförster der Oberförsterei Cleve. 

"Aus dem Kavarinertor ging eine bescheidene Verbindung in die wenig volkreiche Düffel. Eine größere Bedeutung kann sie allenfalls im 14. Jahrhundert gehabt haben, als sich in Düffelward ein besuchter Markt und wohl auch ein Landeplatz befand. Den bis in die Vorkriegszeit bewahrten Charakter bekam der Weg erst im Jahre 1653, als der Statthalter Johan-Maurits die Lindenallee zu dem schon länger geplanten neuen Park anlegte und im Point-de-vue, im Schnittpunkt mit der Hauptachse dieses Parks, die Marssäule aufstellte." (1) 

"Als älteste Bezeichnung findet man um 1650 auf der von Senhemschen Karte "Die Donsbrüggense Strait". ... Um 1784 heißt die Tiergartenstraße "Springse Weg", wohl nach dem Spring- oder Quellenberg am Amphitheater so genannt. ... Vor Anlage der Tiergartenstraße als Bezirksschausee (1820 - 1822) wird sie stellenweise viel tiefer gelegen haben als gegenwärtig, weil sie bis nach Donsbrüggen hin an einzelnen Stellen 2 m hohe Böschungen im Anschnitt aufweist. Sie wird infolgedessen zeitweise kaum hochwasserfrei gelegen haben. Daher heißt sie auch Sommerweg nach Nimwegen."(2)

Erst mit der Bezirkschaussee wurde der Weg durch das Parkgelände zur öffentlichen Straße erhoben. Im Zeitalter der Postkutsche wäre diese Straße im Park nicht als störend empfunden worden, doch dies hat sich seit der Erfindung des Automobils gravierend verändert und ärgert auch heute noch von Jahr zu Jahr mehr. Daher ist eine Umgehungsstraße notwendig! Vielleicht wäre dann auch wieder eine Einfriedung der Anlage möglich und es ließe sich, wie in "alten Zeiten"  Rotwild auf dem Gelände halten. Die Tradition der Tierhaltung wird heute vom Verein Tiergarten e. V. fortgesetzt.

Die Talseite - in Richtung Kranenburg, rechts - gehörte bis 1898 noch zu Rindern und hier standen auch die Buden der Rinderner Kirmes (1). Die auf der anderen Seite zwischen "der Tiergartenstraße, der Held und Gruft gelegene Anhöhe, die heute durch die Bergstraße aufgeschlossen wird, heißt in dem Senhemschen Plane der "Stroerberg", so offenbar nach dem Eigentümer, einer im 16. Jh in der Stadt blühenden Familie Stroer, genannt. Zu Beginn des 18. Jhs taucht der Name "Lamersberg" auf, der noch bis in die jüngere Zeit hinein bekannt blieb." (3) Diese Bezeichnung ist ebenfalls auf einen Anwohner zurückzuführen. Heinrich Lamers war mit kurzer Unterbrechung zwischen 1615 und 1622 Bürgermeister von Kleve. Einer seiner Erben hatte den Statthalter Johann Moritz geärgert und wurde daher auf die Burg gebeten. 1789 wurde der Lamersberg von den Erben Haesbert an den Kanonikus Kopstadt verkauft und von ihm als weitläufiger Garten genutzt.

Diese Bergseite hatte zu Beginn des 19. Jh. nur zwei Häuser, den Gasthof "Zur Fortuin" an der Gruft (später "Hof von Holland") und näher zur Held, die von Johan Knops begründete und 1851 von dem ehem. Moyländer Kunstgärtner J. Süßmeier "Deutsches Kaffeehaus" benannte Gartenwirtschaft. (1)

Ihr Gesicht als "Goldene Meile von Kleve" erhielt die Tiergartenstraße in den vierziger Jahren des 19. Jh. mit dem Bau der klassizistischen Villen. Ihnen folgten in den Gründerjahren nach 1871 die von bürgerlichen Wohlstand zeugenden Häuser. Trotz der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg lassen die Villen und Häuser noch die Pracht der Vergangenheit ahnen. Herausragende Objekte sind u. a. die Villa Belriguardo (Tiergartenstr. 39; in 1999/2000 grundlegend renoviert), das Haus Dorsemagen (Nr. 35), die Villa Nova ("Fuji-Haus", heute "Villa Hagen"), das Haus Emmaus (Nr. 27 weiterer Name nach Gorissen: Villa Visser (1))), die Villa Bernauer (Nr. 44) und selbstverständlich das Friedrich-Wilhelm-Bad und jetzige Museum Kurhaus (Nr. 41) sowie das Haus Tiergartenstr. Nr. 42, indem der Violinvirtuose Louis Spohr im 19. Jh. häufig zu Gast war (4).

Dass die mit Linden gesäumte Straße aber auch bereits vor der intensiven Bebauung einen prachtvollen Boulevard darstellte, beweist Voltaires Aussage aus dem Jahr 1750. Er verglich die Tiergartenstraße mit der Champs Elysées in Paris. 

Die Tiergartenstraße führt durch den Neuen Tiergarten. Sie zerteilt das Gelände in den Tiergartenwald, auch der hohe Tiergarten genannt, und dem in der Ebene gelegenen sogenannten niedrigen Tiergarten, der sich bis zu den Alleen an der Wasserburg und von dort auf die Straße nach Donsbrüggen hinzieht und ungefähr bei Gnadenthal endet. (2) 

Die Gestaltung des hohen und niedrigen Tiergartens wurde durch Johann Moritz von Nassau im 17. Jh. begonnen. Auf den Gemälden von Jan van Call zeigt er sich in seiner vollen Pracht. Mit der Entdeckung der mineralhaltigen Quellen 1742 im Tiergarten begann Kleves Blütezeit als Badstadt. 1781/84 legte der Kammerpräsident Buggenhagen zur Rechten der Tiergartenallee (in Richtung Kranenburg) einen Garten an. Im Volksmund hieß diese Anlage der "alte Doolhof" (alter Irrgarten) (1), obwohl dieser Bereich nur einen Teil des Parks ausmachte. Während der französischen Besatzung (1794 - 1814) kam es zu Zerstörungen und einer Vernachlässigung der weiträumigen Anlagen. Maximilian Friedrich Weyhe schließlich erhielt um 1820 den Auftrag die heruntergekommenen Klever Gärten in Landschaftsparks umzuwandeln. Aus dem "Doolhof" wurde ein englischer Garten: der Forstgarten, der mit seltenen Bäumen und Sträuchern bereits unter Buggenhagen bepflanzt wurde. Um die Mitte des 19. Jh. war mit der Errichtung des Kurhauses, das Friedrich-Wilhelm-Bad, der (vorläufige) Höhepunkt erreicht. Der Kurbetrieb musste mit dem ersten Weltkrieg eingestellt werden. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten bemüht sich die Stadt Kleve um die Erhaltung und Pflege der Anlage. Seit 1978 wurde nach dem Konzept der Gartenarchitekten Rose und Gustav Wörner (Wuppertal) die Rekonstruktion der Gartenanlage begonnen, deren Umsetzung schon weit fortgeschritten ist. 

Bereits seit 1952 findet während der Sommermonate im Forstgarten eine Konzertreihe statt. Diese endet seit Jahren im September bei hohen Besucherzahlen als Lichterfest mit Barock- und Höhenfeuerwerk.

Der Neue Tiergarten und die Tiergartenstraße gehören zu den großen Sehenswürdigkeiten der Stadt Kleve. Die Bedeutung des Parkgeländes ist der Stadt sehr wohl bewusst und es wird viel Geld und Arbeit investiert die Anlagen zu pflegen und Instand zu halten. Verbesserungswürdig ist die Gestaltung der Tiergartenstraße. Einige Objekte, wie z. B. die Villa Bernauer (ehemaliges Sozialamt) und das Haus Dorsemagen (ehem. VHS) befinden sich im Eigentum der Stadt und sind in einem denkmalunwürdigem Zustand. Es wäre von Vorteil, wenn die Stadt sich mittelfristig von diesen Objekten trennen würde und eine Renovierung durch Privatleute erfolgen könnte. Eine Verkehrsberuhigung der Tiergartenstraße ist ebenfalls wünschenswert und würde den Wert der Häuser deutlich steigern. Im Rahmen der Unterstadt-Planung ist eine Realisierung dieser Überlegungen nicht ausgeschlossen!

Fußnoten:

1) Friedrich Gorissen: "Kleve so wie es war", S. 76ff, Droste-Verlag GmbH, Düsseldorf, 1977

2) Gerhard Hunscheidt: "Die Clever Straßennahmen und ihre Geschichte nach archivalischen und anderen Quellen", S. 122ff, Verlag von Frau Boß Ww., Kleve, 1925

3) Friedrich Gorissen: "Historische Topographie der Stadt Kleve", S. 133f, Boss-Verlag, Kleve, 1992

4) Sabine Noack: "Woher die Namen kamen. Klever Straßen und ihre Geschichten.", S. 140ff, Verlag für Kultur und Technik, Kleve, 1997 

 

Fotografien von der Tiergartenstraße (04. September 2002)

 

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Blick in die Tiergartenstraße in Richtung Nimwegen auf Höhe der Heldstraße Objekt der Spekulation "Gier statt Schönheit"   Seit 1653 ist die Tiergartenstraße eine Lindenallee
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Es gibt nicht nur prächtige Villen.   Rechts die Villa des Juweliers Sanders
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Diese Villa gehört Paul K. Friedhoff, ehem. Mitgründer der Fa. Spectro und Bundestagmitglied der FDP Im Hintergrund der Turm der Villa Bernauer; in dem Haus links war Louis Spohr häufig zu Gast. Dieses Objekt gehört ebenfalls dem Juwelier Sanders und wird von seiner Tochter bewohnt. Die Villa Bernauer bis Januar 2005 das Sozialamt der Stadt Kleve Im Dornröschenschlaf
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Ehemalige Dependance des Hotels "Hof von Holland" Von der Stadt Kleve an die Firma FUJI vermietet: Die Villa Hagen. Im niederländischen Stil  
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  Die Einmündung der Straße "Rindernscher Deich" Das alte Forsthaus Blick in Richtung Neuer Tierpark, rechts der Forstgarten  
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Die Einmündung der "Wasserburger-Allee" Villa Belriguardo Schandfleck: Zeitgenössische Zweckarchitektur Villa Fortuna Detail der Villa Fortuna
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Detail der Villa Fortuna Haus Dorsemagen (Nr. 35, weiterer Name nach Gorissen: Villa Nova (1)) Hier stand einst das Hotel und Restaurant "Hof von Holland".

Dieses Objekt wurde im 1. Hj. 2008 fachgerecht renoviert:

Foto 01, 02

Haus Emmaus (Nr. 27)
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Grundbesitz der Familie Heinz Sack.  Ein Gartengrundstück - was war hier früher? Dr. van Ackeren   Blick in die Tiergartenstraße in Richtung Kavarinerstraße
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Hier lag Kopstadts Garten.   Die Einmündung der Held- in die Tiergartenstraße.

Fotografien von der Tiergartenstraße (04. September 2002)

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Garten der Villa Belriguardo Blick auf den Kreuzungsbereich "Gruft / Tiergartenstraße". Vorne: ehem. Dependance des Hofes von Holland, hinten: ehem. Haus Bernauer, heute ein Seniorenheim Die in Renovierung befindliche Villa Nova (Haus Dorsemagen)

zuletzt bearbeitet am 21.02.2010