WAZ: Franz Joseph van der Grinten, 1995  

"Früh entdeckten die Brüder Hans (*1929 - †2002) und Franz Joseph van der Grinten (*1933), aufgewachsen auf einem Bauernhof in Kranenburg, ihre Begeisterung für die Kunst. Den Beginn der Sammeltätigkeit markiert 1946 der Ankauf dreier grafischer Blätter in einem Krefelder Schreibwarengeschäft. Rasch wuchs die Sammlung in ihren verschiedenen Gebieten zu einer der wichtigsten Privatsammlungen in Nordrhein-Westfalen an, die 1990 von den Sammlern der Stiftung Museum Schloss Moyland übereignet wurde. Von immenser Bedeutung sind die Arbeiten von Joseph Beuys, der auch im intensiven Austausch mit den Brüdern van der Grinten neue Sammlungsgebiete anregte. Geprägt von Kennerschaft und sammlerischer Kontinuität, jenseits kurzlebiger Trends, bauten Franz Joseph und Hans van der Grinten eine Sammlung von einzigartigem Charakter auf."

Text und Bild wurden der Homepage des Museums Schloss Moyland (http://www.moyland.de etc.) am 6. Februar 2004 entnommen.

Franz-Josef van der Grinten aus:

"Der Niederrhein"

"Ein offenes Land, nach Westen geöffnet, europäisch im alten Sinne. Die Klever Grafen und Herzöge, sich auf Lohengrin und Elsa von Brabant als ihre Stammeltern zurückfühlend, orientierten sich flämisch-burgundisch. Die kirchliche Hoheit Kölns brachte weit weniger vom rheinischen Stil ins Land, die eigenständige Kunst war der niederländischen näher.

Die politische Grenze, mochte sie sich auch verhärten, hatte nie etwas wirklich Trennendes gehabt; die Großfamilien siedelten von alters her beiderseits von ihr und blieben im Verbund.

Kaum ein Alteingesessener aber auch, der nicht Franzosen und Spanier unter seinen Vorfahren hätte; und im Bewusstsein ist Paris weder fern noch fremd, wie es ja wirklich, sieht man von den Rheinmetropolen ab, näher ist als die meisten Metropolen Deutschlands."

zuletzt bearbeit am 06.02.2004